Die deutschen Ehrendoktoren der Universität Athen von den Balkankriegen bis zum Zweiten Weltkrieg

Von Anna Karakatsouli | Zuletzt bearbeitet 01.09.2021

Wie entwickelt sich der institutionelle Rahmen der Hochschulbildung? In welchem Verhältnis steht die Universität zur Außenpolitik des Staates? Inwieweit führt die Universität die Weisungen oder Wünsche des Staates aus und wann beginnt sie, sich von der politischen Vormundschaft zu trennen? Anhand der deutschen Doktoren honoris causa der Nationalen und Kapodistrias Universität Athen, die die größte nationale Gruppe der Ehrendoktoren ausmacht, werden wir die allmähliche Emanzipation der ältesten Universität Griechenlands untersuchen sowie ihrer Rolle und den Grenzen politischer Einmischung in die akademischen Entscheidungen nachgehen.

Inhalt

Von der Gründung bis zur Organisation im Jahr 1911

Die Gründung von Hochschuleinrichtungen entspricht der Notwendigkeit, dass jeder Staat seine Eliten bildet und diejenigen Hoffnungsträger angemessen aus-bildet, die maßgebliche administrative, geistliche und militärische Führungspositionen des Staates besetzen sollen. Besondere Merkmale dieser Institutionen sind die Sicherung der Autonomie und der akademischen Freiheit. Sie bilden den Kern der westlichen Universitäten im mittelalterlichen Europa. In anderen Kulturen waren diese so nicht anzutreffen, z.B. in den Schulen des Konfuzianismus, die in China die zukünftigen Mandarine ausbildeten, oder in den traditionellen Bildungseinrichtungen für die juristischen und religiösen Entscheidungsträger muslimischer Länder (Perkin, 2007, 163). Die Gründung der Universität von Athen im Jahr 1837 wurde als notwendig betrachtet, um den Status eines modernen europäischen Staates zu erlangen. Sie war das „Produkt eines langwierigen und mühsamen Balanceakts zwischen Möglichem und Idealem“ (Karamanolakis, 2006, 29). Einerseits gab es Vorbehalte dagegen, eilig eine Universität zu gründen, da sie möglicherweise darben und welken könnte, andererseits gab es die Begeisterung und die überschwänglichen Pläne mit Blick auf die Rolle, die das höchste Bildungsinstitut des Landes zukünftig im Dienste der breiteren geopolitischen Bestrebungen des neu gebildeten griechischen Königreichs für den Erwerb westlichen Wissens sowie für dessen Weiterentwicklung und Übertragung in den Orient spielen würde. Diese Ausrichtung spiegelt sich in der Eröffnungsrede des ersten Rektors der Universität, Konstantinos Schinas, wider:

Das Griechische Pandidakterion (Universität), gegründet in dem von Dir, oh König, wiedererrichteten ruhmreichen Athen, befindet sich zwischen Abend- und Morgenland und ist dazu bestimmt, einerseits die Samenkörner der Weisheit zu empfangen, sie bei sich gedeihen zu lassen, um sie nach fertiler Entwicklung dem benachbarten Orient zu überreichen, jung und Früchte tragend (Gavroglou, 2014, 8).

Bei ihrer Gründung hieß die Hochschule Ottonische Universität, nach der Vertreibung des Königs 1862 wurde sie in Nationale Universität umbenannt, 1911 kam der Name des ersten Staatsoberhaupts der Neuzeit Ioannis Kapodistrias hinzu. Die neue Institution folgte dem ganzheitlichen Humboldt-Modell einer Universitas litterarum mit zunächst vier Fakultäten: theologische, juristische, medizinische und philosophische (damals noch mit zwei Abteilungen, der philologischen und der naturwissenschaftlich-mathematischen); diese Reihenfolge war sicherlich auch ein gewisser Hinweis auf die Hierarchie der wissenschaftlichen Disziplinen.1 Das Lehrpersonal arbeitete nach deutschem Vorbild, ihm blieb jedoch juristische Unabhängigkeit und Selbstverwaltung verwehrt; es wurde ausschließlich vom König und dem Bildungsministerium und ohne Beteiligung der Universität ernannt; die Universität Athen lag zunächst weit hinter den entsprechenden europäischen Institutionen zurück (Lappas, 1989, 137, 145-147; Fasoulakis, 1989, 101). Als nationales Pandidakterion war die Hochschule mehrere Jahrzehnte für die Ausbildung des wissenschaftlichen und pädagogischen Personals des Landes zuständig, stets im Dienst der nationalen Ziele und auf der Grundlage der vorläufigen Gründungsverordnung von 1837 (Karamanolakis, 2006, 32, 397). Dort wurden knapp und recht vage ihre verschiedenen Aufgaben beschrieben, so dass viel Raum für Improvisationen und Widersprüchlichkeiten blieb. Der unscharfe institutionelle Rahmen ermöglichte Abläufe, die sich von Fakultät zu Fakultät unterschieden. Die Theologische Fakultät schloss jeden Andersgläubigen aus ihren Reihen aus und beschloss 1842, dass eine Promotion in Theologie ausschließlich an Geistliche zu vergeben sei, woran bis 1907 festgehalten wurde; dabei entsprach die Promotion im Wesentlichen dem Niveau eines heutigen universitären Abschlusses (Balanos, 1931, 3631, 2006, 35). In der naturwissenschaftlich-mathematischen Abteilung wurde die Unterscheidung zwischen dem akademischen Abschluss und dem Doktorgrad erst 1913 festgelegt, als entschieden wurde, dass letzterer die „Vorlage einer wissenschaftlichen Arbeit zu einem originären Thema“ voraussetze (Stefanidis, 1948, 90).

Infolgedessen erfolgte mangels regulierender Bestimmungen in derselben Weise auch die Vergabe der Ehrendoktorwürde – ohne dass sich die Rektoren besonders daran störten. Der Akademische Senat betrachtete dieses Thema als „rein wissenschaftlich“,2 verwies die Problematik an die Fakultäten und akzeptierte deren Entscheidungen, ohne die Rechtmäßigkeit entsprechender Beschlüsse in Frage zu stellen. Auf diese Weise vergab die Theologische Fakultät bis 1911 bei bei einer Gesamtzahl von 23 Doktoren 20-mal die Ehrendoktorwürde; damit stattete sie Lehrende aus, die keinen Universitätsabschluss vorzuweisen hatten. Die Philosophische Fakultät dagegen beschloss, keine Ehrentitel honoris causa aut in absentia zu verleihen, da diese in den geltenden Bestimmungen keine Erwähnung fanden und die Fakultät demnach nicht über ein derartiges Recht verfügte.3 Nach umfangreicher Abwicklung des universitären Personals entwarf die Regierung von Eleftherios Venizelos 1911 eine Organisation der Nationalen und Kapodistrias Universität Athen und legte sie dem Parlament zur Abstimmung vor; darin wurde unter anderem auch die Frage der regulären und ehrenamtlichen Urkunden der Institution geklärt. In die neuen Regelungen wurden die bis dahin durchgeführten grundlegenden Reformen aufgenommen und erweitert; erstmals gab es für die Studenten jährliche Teilprüfungen, die Rolle der Universität bei der Wahl des Lehrpersonals wurde gefestigt und somit auch die staatlichen Eingriffe bei den entsprechenden Verfahren geschwächt. Es wurde nun auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Titel eines Ehrendoktors „Personen verliehen wird, Griechen oder Ausländern, die sich in Wissenschaft, Literatur oder Kunst hervorgetan oder der Nation oder der Universität wertvolle Dienste erwiesen haben“.4

Die Institutionalisierung der Ehrendoktorwürde

Der Doktorgrad war jahrhundertelang ein reiner Ehrentitel, der von den Universitäten schon in der Renaissance verliehen wurde (Dhondt, 2013, 118-120). Ihn zu vergeben war eine politische Entscheidung und Privileg von Universitätsgründern – dem Papst oder dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches – und er galt als ein wichtiges Sprungbrett für den sozialen Aufstieg, den die universitären Gremien ratifizieren sollten. Moderne Doktorgrade als Abschluss einer langwierigen Forschungsarbeit und schriftlicher Dokumentation, die nach strenger, anspruchsvoller Prüfung vergeben werden, kamen viel später auf, zuerst in Deutschland im 19. Jahrhundert und dann, mit erheblicher Verzögerung, in Großbritannien nach dem Ersten Weltkrieg (Lady,1967, 197-198). Die Vorgeschichte der Ehrentitel beleuchtet und erklärt die enge Beziehung zwischen den Präferenzen der politischen Macht und den von den Universitäten verliehenen Auszeichnungen, die wir hier am Beispiel der deutschen Ehrendoktoren der Universität Athen untersuchen.5

Eine besondere Bedeutung kam in diesem Rahmen Deutschland zu, das eine ausgesprochen enge Beziehung zu den griechischen universitären Kreisen unterhielt. Die Universität Athen eiferte in Form und Struktur den deutschen Institutionen nach. Jahrzehntelang promovierten die meisten Athener Professoren in Deutschland. Glanz und Ansehen der deutschen Wissenschaft waren in Griechenland bis zum Zweiten Weltkrieg unverändert hoch (Fasoulakis, 1989, 101-102). Unter diesen Umständen machen die 69 deutschen Wissenschaftler, die bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs mit der höchsten Auszeichnung der Universität Athen bedacht wurden, mit Abstand die größte nationale Gruppe der Ehrendoktoren aus, gefolgt von Franzosen (46), Briten (44) und Italienern (27). Dieser Vorsprung war auch zwei Gruppenehrungen zu verdanken, denn 1912 wurden 28 und 1937 36 Deutsche auf einmal geehrt (vgl. Abb. 1 und chronologische Liste im Anhang).

Von der Gründung der Universität bis zum Einfall Nazideutschlands im Jahr 1941 vergaben alle Fakultäten zusammen die Ehrendoktorwürde insgesamt 324-mal.6 Die Mehrheit der Ausgezeichneten waren Ausländer, nur 32 waren Griechen. Von ihnen hatten 29 die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät. Die Ehrungen erfolgten einzeln oder in Gruppen. Einzelpersonen wurden aufgrund ihres wissenschaftlichen Ansehens oder wegen ihrer Verdienste für Griechenland oder die Universität Athen von einem Professor vorgeschlagen. Es gab auch Ersuche von Ministerien, z.B. dem Außen- und dem Bildungsministerium. Diese Auszeichnung bekamen hochrangige ausländische Repräsentanten, die der griechische Staat ehren wollte, hauptsächlich anlässlich ihres Besuchs in Griechenland. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde an Gruppen fand in feierlichem Rahmen bei Jubiläen der Universität oder des Landes statt: 1912 – 75-jähriges Bestehen der Universität (92 Verleihungen), 1924 – 100 Jahre seit Lord Byrons Tod (16 Verleihungen von der Philosophischen und der Juristischen Fakultät), und 1937 – Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der Universität (162 Verleihungen).

Bis auf das Jahr 1924, als fast alle Ausgezeichneten britische Byronisten waren, ließ sich bis zum Zweiten Weltkrieg die Überlegenheit der deutschen Wissenschaft an der Zahl der Ehrendoktoren ablesen. Erster deutscher Ehrendoktor der Universität Athen wurde 1879 auf Vorschlag der Medizinischen Fakultät der sogenannte Vater der modernen Pathologie Rudolf Virchow. Der rege und politisch progressive Arzt Virchow (1821–1902) war ein Pionier der Zellenlehre, ein herausragender Anthropologe und Gründer der Berliner Anthropologischen Gesellschaft (aus der später die Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte hervorging) und Archäologe. 1879 reiste er mit Heinrich Schliemann nach Troja. Auf dem Weg dorthin und während seines Aufenthalts in Athen wurde ihm vom Dekan der Medizinischen Fakultät, Pavlos Ioannou, die Ehrendoktorwürde verliehen.7 1884 folgte die Verleihung des Ehrentitels der Juristischen Fakultät an den Rechtshistoriker und Byzantinisten Karl Eduard Zachariae von Lingenthal (1812–1894), der sich in den vorangegangenen Jahren wiederholt in Griechenland aufgehalten hatte. Bei seinem ersten Besuch in Griechenland 1837–1838 hatte sich Lingenthal in das Studium des byzantinischen Rechts eingearbeitet und wurde somit zum Gründer der byzantinischen Rechtsgeschichte. Die ersten Schritte der neu gegründeten Universität Athen hatte er aus der Nähe verfolgen können.8

Von seiner zweiten Reise hinterließ er einen Bericht mit seinen Eindrücken und denen seiner beiden Töchter, die ihn auf der Reise begleitet hatten. Diese wurde ursprünglich in Leipzig anonym veröffentlicht (Troianos, 1989, 105-111).9 In der folgenden, recht langen Zeitspanne ging die Universität sehr sparsam mit solchen Veranstaltungen um – bis sie 1912 ihren 75. Gründungstag feierte.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten 1912 zum 75. Jahrestag der Universitätsgründung

Aufgrund der Gesetzgebung von 1911, in der die Verleihung der Ehrentitel abgesichert wurde, forderte der Akademische Senat im Dezember desselben Jahres die Fakultäten auf, prominente ausländische Wissenschaftler als Ehrendoktoren zu nominieren, um sie bei der Jubiläumsfeier zu ehren. Der ursprüngliche Beschluss sah 55 Ehrendoktoren vor. Nach langen Diskussionen und Verhandlungen wurden daraus 90, davon 38 Deutsche und Österreicher, die hauptsächlich von der Philosophischen Fakultät nominiert wurden. Spyridon Lambros, damals Rektor in seiner zweiten Amtszeit, wollte zur Osterzeit 1912 die Jubiläumsfeierlichkeiten der Universität Athen mit der Ausrichtung des 16. Internationalen Orientalistenkongresses in Athen verbinden. 1912 fielen das orthodoxe und das katholische Osterfest zusammen, was in der Einleitung des Senatsprotokolls besondere Erwähnung fand.10 Lambros hatte dafür gesorgt, dass die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät auch den Delegierten des Internationalen Orientalistenkongresses, also den „zu dieser Zeit in Athen anwesenden Rektoren ausländischer Universitäten und einigen US-Wissenschaftlern“ verliehen wurde. Das ging weit über die anfangs beschlossene Anzahl der Geehrten hinaus.11

Im Frühjahr 1912 standen Athen und die Universität mit Unterstützung der Regierung und unter der soliden Führung von Spyridon Lambros im Mittelpunkt des Interesses der internationalen Forschungsgemeinschaft. Das Programm bot eine ganze Reihe von festlichen Veranstaltungen: Eine studentische Aufführung von König Ödipus in der neugriechischen Übersetzung von Angelos Vlachos, eine Kreuzfahrt, eine Führung durch das antike Eleusis mit lokalen Volkstänzen, die beeindruckende Illumination der Akropolis, eine Ausstellung byzantinischer Ikonen sowie eine mit orientalischen Manuskripten, viele Empfänge – darunter die von Frau Schliemann zu Ehren der Kongressteilnehmer im „Iliou Melathron“, dem Schliemann-Palais im Herzen Athens –, und auch eine garden party (wie es wörtlich im offiziellen Kongressprogramm hieß) und schließlich die panhellenischen Sportwettkämpfe im Panathenäischen Stadion (das Stadion der Austragung der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896) mit Zustimmung des Internationalen Olympischen Komitees.12

Unter den deutschen Ehrendoktoren waren führende Altphilologen und Archäologen wie Otto Crusius (1857–1918), Professor an der Universität München, Hermann Diels (1848–1922), Professor an der Universität Berlin und Ulrich von Wilamowitz-Möllendorff (1848–1828) aus Göttingen, der Architekt und Archäologe Wilhelm Dörpfeld (1853–1940), Grabungsnachfolger Schliemanns in Troja, der innovative Byzantinist Eduard Kurtz (1846–1925) und viele andere, die von der Philosophischen Fakultät vorgeschlagen worden waren. Aufgrund ihrer großen Zahl bekamen auch einige ihren Ehrentitel von der Juristischen Fakultät, wie z.B. der Altphilologe Justus Hermann Lipsius (1834–1920) und der Papyrologe Ludwig Mitteis (1859–1921). Neben den Orientalisten, denen der Löwenanteil der Ehrungen zuteilwurde, erhielten sie 1912 die Ärzte Emil von Behring (1854–1917, Nobelpreisträger für Medizin 1901) und Paul Ehrlich (1854–1915, Nobelpreisträger für Medizin 1908) sowie der Geograph Joseph Partsch (1851–1925), der Wesentliches zur Kartographierung Griechenlands beigetragen hatte. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand am 28. März/10. April 1912, dem dritten und letzten Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten, bei einem Festakt in der Großen Aula der Universität statt; anwesend waren die vollzählige königliche Familie, die politische Führung, ausländische Diplomaten und die Universitätsprofessoren.

Das Erwirken „nationaler“ Kriterien in der Zwischenkriegszeit

Während der politisch turbulenten Zeit nach den Balkankriegen und bis zum katastrophalen Ausgang des Griechisch-Türkischen Kriegs 1919-1922, dem Bevölkerungsaustausch und der folgenden Flüchtlingsproblematik, wurden die Entscheidungen der Fakultäten von nationalpolitischen Kriterien bestimmt. Zwischen 1913 und 1925 wurden 32 Ehrendoktoren ernannt; die überwiegende Mehrheit von ihnen hatte sich zugunsten der griechischen Ansprüche im Kontext europäischer philhellenischer Bewegungen kämpferisch gezeigt (wie die Anglo-Hellenic League in Großbritannien und die Ligue française pour la défence des droits de l’hellénisme in Frankreich) und/oder unterhielt persönliche Beziehungen zum Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos (Karakatsouli, 2002, 134). Angesichts der alliierten Kräftekonstellationen des Ersten Weltkriegs ist das Ausbleiben der Ernennung deutscher Wissenschaftler – mit Ausnahme der Leibärzte König Konstantins im Jahr 1915 und kurz vor der Nationalen Spaltung (1915-1917) – völlig nachvollziehbar. Im Frühjahr war König Konstantin schwer an eitriger Pleuritis erkrankt. Als letztes Mittel war am 13./26. Mai die wundersame Ikone der Jungfrau Maria von der Wallfahrtsinsel Tinos nach Athen gebracht und im Zimmer des Patienten aufgestellt worden, jedoch ohne den erhofften Erfolg; danach wurden die deutschen Medizinprofessoren um Hilfe gebeten.13 Die Ärzte Friedrich Kraus von der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und Anton von Eiselsberg von der Universität Wien, die den griechischen König behandelt hatten, wurden noch im selben Jahr mit der Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät ausgezeichnet; in der Laudatio wurde die Ehrung so begründet: „…für Ihre Bereitschaft, die Gefahr von der griechischen Heimat abzuwenden und für Ihre überragende Stellung in der globalen Wissenschaft“.14

Nach Diagnose seiner Krankheiten im Jahr 1915 – und der täglichen Verschlimmerung seines Zustands – lebte der König weitere 7,5 Jahre, allerdings unter erheblicher Beeinträchtigung seiner Gesundheit; er starb im Exil 1923 an einer Gehirnblutung. In der Zwischenkriegszeit wurden die deutschen Wissenschaftler bei den Ernennungen der Universität Athen nicht nur vollständig übergangen, die zuständigen Fakultäten gaben sogar zwei Ablehnungen bekannt. 1925 weigerte sich die Medizinische Fakultät, dem deutschen Geheimrat Robert Heindl die Ehrendoktorwürde für seinen „dem [griechischen] Ministerium für Rechtsordnung geleisteten Gefallen“ zu verleihen, wie das griechische Außenministerium gefordert hatte. Der Jurist und Kriminologe Heindl hatte der Übersetzung seines Buches System und Praxis der Daktyloskopie und der sonstigen technischen Methoden der Kriminalpolizei ins Griechische zugesagt, worauf der griechische Innenminister zugesichert hatte, dass „die Regierung bei erster Gelegenheit ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wird“.15 Der Vorschlag wurde mit der schroffen Begründung abgelehnt, „die von der Organisation der Universität vorgesehenen Umstände wurden keineswegs erfüllt“. Und 1933 vermied es die Philosophische Fakultät, auf die ausdrückliche Forderung des Bildungsministeriums zu antworten, den deutschen Regisseur, Philologen und Hochschuldozenten an der Universität Berlin, Wilhelm Leyhausen, zum Ehrendoktor zu ernennen. Der „begeisterte Philhellene“ Leyhausen, wie ihn der damalige Bildungsminister Theodoros Tourkovasilis in seinem Schreiben pries,16 hatte in den großen Staatstheatern Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und anderswo antike griechische Tragödien „mit einem von ihm gegründeten 100-Personen-Sprechchor“ inszeniert, dazu eine Spende deutscher wissenschaftlicher Arbeiten für die Universität Athen in die Wege geleitet. Die Fakultät beauftragte die Professoren I. Kalitsounakis und N. Veis, den entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten – das Thema aber versickerte. Im Mai 1934 besuchte Leyhausen Athen mit 80 Studenten der Universität Berlin; diese gaben eine Vorstellung der Tragödie Die Perser in der Übersetzung von Leyhausen im Herodes-Attikus-Theater am Fuße der Akropolis; Leyhausen hatte außerdem fünf weitere Kisten mit Büchern mitgebracht, eine Spende der Universität Berlin, auf die die Philosophische Fakultät aber gar nicht reagierte.

Trotz der verbrieften Tendenz der universitären Gremien, die Forderungen des Staates zur „Honorierung erbrachter Dienste an die Nation“ zu erfüllen, sollte die Vergabe der Ehrendoktorwürde nicht als Automatismus zur Ausführung geäußerter Weisungen betrachtet werden. Die Universität behielt sich einen bestimmten Spielraum für Autonomie und Verhandlungen zur Wahrung des Gleichgewichts zwischen staatlicher Außen- und universitärer Politik vor; im untersuchten Zeitraum wurden neunzehn staatliche Ersuche zur Verleihung des Ehrentitels an ausländische Würdenträger abgelehnt.

Die beiden oben genannten Ablehnungen betrafen Deutsche. Die Bedingungen änderten sich, als das parlamentarische System gestürzt wurde und sich das autoritäre „Regime des 4. August“ durchsetzte. Die Eingriffe der staatlichen Behörden in die Entscheidungen der Fakultäten wurden nun immer erdrückender, insbesondere zum 100-jährigen Jubiläum 1937 – und wie der Zufall es wollte – zu der Zeit, als sich in Deutschland der Totalitarismus des NS-Regimes durchgesetzt hatte. Diese äußerst wichtigen politischen Entwicklungen veränderten die Bedingungen und den Inhalt der universitären Rituale drastisch.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten 1937 zum 100. Jahrestag der Universitätsgründung

Die Feier von 1937 war das herausragende universitäre Ereignis vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Vorbereitungen dazu hatten bereits 1935 mit der Wahl des Festkomitees begonnen,17 das im Juli 1936 per Gesetzesverordnung offiziell ernannt wurde. Die geplanten Aktivitäten umfassten hauptsächlich Festschriften,18 die Herausgabe einer postalischen Jubiläumssondermarke und einer Ehrenmedaille mit dem Abbild der Göttin Athena und dem Universitätsgebäude, die Ausführung studentischer Sportwettkämpfe, einen Kompositionswettbewerb für eine Studentenhymne, eine symbolträchtige Tanzvorführung auf der Akropolis des der griechischen Tradition verpflichteten Kulturvereins „Lyzeum der Griechinnen“, eine studentische Vorstellung der Antigone unter der Regie von Spyros Melas im Herodes-Attikus-Theater, Konzerte und Theateraufführungen im Königlichen Theater, einen studentischen Fackellauf, Exkursionen, Festessen und Empfänge. Die Feierlichkeiten dauerten eine Woche (18.-24. April 1937) und die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand am 19. April statt.19

Die Auswahl der Ehrendoktoren durch die Fakultäten erfolgte nach dem gleichen Verfahren wie 1912, nur dass jetzt die endgültigen Listen nach Kontrolle und Intervention des Metaxas-Regimes erstellt wurden. Die Philosophische Fakultät beanspruchte für sich einen hohen Anteil an den Ernennungen mit dem Argument, dass sie ein breiteres Spektrum von Wissenschaften vertrete und schlug 70 (von insgesamt 164) Ehrungen vor, darunter 20 für Deutsche.20 Der erste kritische Fall während der Feierlichkeiten war die Anwesenheit des nationalsozialistischen Leiters des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Bernhard Rust in Athen. Er war zur feierlichen Wiederaufnahme der Ausgrabungen im antiken Olympia durch das Deutsche Archäologische Institut (was in direktem Zusammenhang mit der Austragung der Olympischen Spiele in Berlin im Vorjahr stand) angereist und hatte eine Regierungsspende von zweitausend Bänden an die Universität Athen angekündigt. Der Akademische Senat beschloss, den deutschen Minister zum Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät zu erklären, und zu seinen Ehren ein Bankett auszurichten. Rusts Positionen zum nordischen Ursprung der griechischen Kultur und zur rassischen Abstammung der Griechen von den Germanen wurden nicht weiter diskutiert (Chapoutot, 2018, 58-59). Rust bekam die Ehrendoktorwürde einzeln, abgekoppelt von der Zeremonie der anderen Ehrendoktoren; die entsprechende Urkunde, begleitet von einer silbernen Gedenktafel zum 100. Jahrestag der Universität Athen, wurde ihm am 13. Februar 1938 vom griechischen Botschafter Alexandros A. Rizos Rangavis in Berlin überreicht, in Anwesenheit des Dekans der Philosophischen Fakultät, Ioannis Kalitsounakis, der enge Verbindungen zur Universität Berlin unterhielt (Irmscher, 1989, 345-346),21 und des namhaften Archäologen und Leiters des griechischen Antikendienstes Spyridon Marinatos, der von der Friedrich-Wilhelms-Universität zu einem Vortrag über die Altertümer Kretas eingeladen worden war. Der Völkische Beobachter, die Tageszeitung der NSDAP, schrieb in ihrer Ausgabe vom 15. Februar 1938: „Er [Rust] nehme das Diplom auch im Namen der nationalsozialistischen Bewegung an, bei der die alte Liebe der Deutschen zu Hellas einen neuen Sinn erhalten habe.“ Die deutsche Seite antwortete ihrerseits mit einer Reihe von Ehrungen und Rust überreichte dem Rektor und einigen Professoren der Universität Athen Ehrenurkunden verschiedener deutscher Universitäten.

Bei den von der Universität genehmigten Ehrendoktorwürden gab es immer wieder Änderungen und die Fakultäten mussten wiederholt zusammenkommen, um die Liste anzupassen. In letzter Minute kamen noch Wilhelm Wirth, Helmut Berve und Friedrich Focke hinzu, deren Teilnahme an der deutschen Delegation der Philosophischen Fakultät der Universität Athen nicht rechtzeitig angekündigt worden war; alle drei waren Mitglieder der NSDAP. Dekan Konstantinos Triantaphyllopoulos gab bei einer Sitzung der Juristischen Fakultät bekannt, dass Fritz Pringscheim „auf Weisung der Regierung“ von der Liste der vorgeschlagenen Ehrendoktoren gestrichen worden war.

Pringscheim, ordentlicher Professor für Römisches Recht an der Universität Freiburg, den sein Biograph als „Patrioten und Juristen“ bezeichnet hatte, war 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft von seinem Lehrstuhl vertrieben worden (Honoré, 2010). Unter den Vorschlägen der naturwissenschaftlich-mathematischen Abteilung der Universität Athen befand sich, neben anderen ausführlich diskutierten Kandidaten, auch Albert Einstein (Nobelpreis 1921). Aufgrund der nicht wissenschaftlichen, sondern rein politischen Einwände von zwei Professoren für Lebensmittelchemie, Jeorjios Mattheopoulos (ehemaliger Rektor der Universität Athen 1928/29) und seines ehemaligen Schülers Spyridon Galanos, wurde Einsteins Kandidatur nicht weiter vorangetrieben und stattdessen Max Planck (Nobelpreis 1918) auf die Liste gesetzt. Das Argument war, dass sich Planck zwar aus der aktiven wissenschaftlichen Arbeit zurückgezogen habe (1937 war er 79 Jahre alt), aber in Deutschland geblieben war.22

Der Fall Einsteins erfordert einen kurzen Verweis auf die anderen sieben Kandidaten der Naturwissenschaftlichen Fakultät, die aus der naturwissenschaftlich-mathematischen Abteilung der philosophischen Fakultät im Jahr 1911 hervorgegangen war. Heinrich Otto Wieland (1877–1957), Nobelpreisträger für Chemie 1927; Alexander Tschirch (1856–1939), Pharmazieprofessor; Arnold Sommerfeld (1868–1951), theoretischer Physiker; August Sieberg (1875–1945), Geophysiker; David Hilbert (1862–1943), Mathematiker; Hans Gottfried Reck (1886–1937), Vulkanologe, und Othenio Abel (1875–1946), österreichischer Paläontologe. Alle waren in ihrem Gebiet führend, in den Protokollen war nirgends die Rede von politischem Druck oder Einflussnahme. Einige, wie Abel, gelten als Antisemiten und aktive Unterstützer des Nationalsozialismus, andere, wie Hilbert, bleiben als Vertreter des unabhängigen wissenschaftlichen Geistes in Erinnerung. Tatsache ist, dass es keine Beweise gibt, dass es bei diesen Ernennungen um politische Entscheidungen gegangen war.

Die misslungene Gleichschaltung

Nach den Feierlichkeiten teilte der Dekan Michail Volonakis dem Rektorat mit, dass seine Fakultät beschlossen habe, dem ehemaligen Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts Athen und Professor an der Universität Halle, Georg Karo (1872–1963), die Ehrendoktorwürde zu verleihen. Bei der Stellungnahme des Anliegens vor der Fakultät am 14. und 15. Juni 1937 erwähnte Jeorjios Ikonomos, Professor für Archäologie, Gründungsmitglied und Generalsekretär der Akademie von Athen und Direktor der Abteilung für Archäologie des Bildungsministeriums (1933–1937), dass Karos Name aufgrund eines Versäumnisses nicht in die Jubiläumsliste der Ehrendoktoren von 1937 aufgenommen worden sei.23 Diese nachträgliche Nominierung bedurfte einer weiteren Untersuchung, da Karo zwar jüdischer Abstammung, aber getauft war. 1936 war er von seinem Lehrstuhl entfernt worden und hatte Zuflucht beim Britischen Archäologischen Institut Athen gefunden; auch ist überliefert, dass er zwar 1939 durch Vermittlung des griechischen Königshauses ein Visum für Griechenland erhalten, schließlich aber die Auswanderung in die USA vorgezogen habe.24 Der letzte deutsche Ehrendoktor vor dem Einfall der deutschen Truppen in Griechenland war der Altphilologe und Epigraphiker Johannes Kirchner (1859–1940), der im Mai 1939 wegen seines Beitrags zur Klassischen Archäologie Prosopographia Attica einstimmig und aufgrund ausschließlich akademischer Kriterien dafür nominiert wurde.

Der Mechanismus des auf die Professoren der Universität Athen ausgeübten politischen Drucks und die Reaktionen der akademischen Gemeinschaft sind besser zu verstehen, wenn wir, zumindest in zusammengefasster Form, die Fälle der italienischen Ehrendoktoren in unsere Forschung (mit)einbeziehen. Die offiziellen Dokumente der Universität Athen, die im Historischen Archiv aufbewahrt werden, unterstreichen eindeutig die entscheidende Rolle des autoritären „Regimes des 4. August“, das im Grunde die Möglichkeit der Ablehnung von Regierungsweisungen ausschloss. Im Juni 1932 stattete der italienische Bildungsminister und Professor der Philosophie an der Universität Rom, Balbino Giuliano, Athen einen offiziellen Besuch zur Einweihung des italienisch-griechischen Instituts ab; der griechische Außenminister Andreas Michalakopoulos forderte in einem Schreiben an das Bildungsministerium, dem italienischen Gast die Ehrendoktorwürde der Philosophie zu verleihen, (so) „wie in der jüngeren Vergangenheit dem jugoslawischen Außenminister Herrn Voislav Marinkovic und dem rumänischen Gesundheitsminister Herrn Jean Cantacuzène“. Michalakopoulos wies sogar darauf hin, dass „aufgrund der oben genannten Präzedenzfälle der jüngeren Vergangenheit gewiss die Gefahr eines Zerwürfnisses besteht, wenn im vorliegenden Fall des Ministers eines befreundeten Landes und angesehenen Wissenschaftlers keine ähnliche Anerkennung erfolgen sollte“ und bat um Erledigung der Formalitäten, damit die Ernennung beim offiziellen Universitätsempfang zu Ehren Giulianos stattfinden könne. Das Dokument wurde vom Bildungsministerium mit derselben Begründung „äußerst dringend“ an das Rektorat weitergeleitet, während der Bildungsminister Panajotis Petridis dem Dekan der Philosophischen Fakultät mündlich mitteilte, dass er diejenigen maßregeln werde, die anderer Meinung seien. Sollte die nach geltendem Recht erforderliche Mehrheit nicht zustande kommen, werde er nachträglich per Gesetz die Vergabe dieses Ehrendoktortitels regeln.

Trotz des starken politischen Drucks vermied es die Philosophische Fakultät „nach eingehender Diskussion“ und unter dem Vorwand mangelnder Beschlussfähigkeit, eine Entscheidung zu treffen, und die angestrebte Ehrenverleihung fand nicht statt.25 Einige Jahre später sorgte dann das Metaxas-Regime für „Wiedergutmachung“. Balbino Giuliano wurde zusammen mit Giovanni Gentile, ebenfalls Philosophieprofessor, Chefideologe des italienischen Faschismus und erster Bildungsminister (1922–1924) unter Mussolini – nach einem vertraulichen Rundschreiben des Dekans – auf die Ernennungsliste zur 100-jährigen Jubiläumsfeier der Universität gesetzt und die beiden bekamen die Ehrendoktorwürde im April 1937 verliehen. Das, was die Regierung Venizelos 1932 noch hinnehmen musste, war unter Metaxas 1937 undenkbar.

Schlussfolgerungen

Die Universität Athen war eine zentrale Institution im Prozess der Errichtung des modernen griechischen Staates, seiner Gesellschaft, seiner Ideologien, Einstellungen und kulturellen Elemente. Ab dem 19. Jahrhundert wurden die kritischen Fragen zu den vorherrschenden ideologischen Strömungen des modernen Griechenland behandelt: die Große Idee, das griechisch geprägte Christentum, die Verteidigung der antikisierenden Hochsprache als Bestandteil der nationalen Identität, die Fortsetzung der griechischen Nationalgeschichte (Gavroglou, 2014, xv). In einer Zeit intensiver Umstrukturierungen auf politischer und diplomatischer Ebene, wie sie in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts stattfanden, beleuchtet die Untersuchung der verliehenen Ehrendoktorwürden die internationale Dimension der Universität Athen und zeigt die besonderen Beziehungen auf, die sie zur politischen Macht auf ihrem Weg zur akademischen Unabhängigkeit aufbaute.

Aus der bereits erwähnten Auflistung der vergebenen Ehrendoktortitel und der spärlichen internationalen Bibliographie dazu26 können wir schließen, dass die enge Beziehung zwischen Staat und Universität nichts Abwegiges an sich hatte, sondern einer tief in dieser Zeit verwurzelten Tradition entsprach. Es wäre sicherlich äußerst aufschlussreich, die politischen Positionierungen und Überzeugungen des Lehrkörpers der Universität Athen zu untersuchen, darüber gibt es aber noch keine Studien. Die zur Genüge bekannte Anti-Venizelos-Stimmung an der Universität Athen könnte man der nachvollziehbaren Weigerung zuschreiben, den Wünschen der politischen Macht in der Zwischenkriegszeit nachzukommen. Das strukturelle Element, das sich aus den verfügbaren Daten ergab, ist die wachsende Eigenständigkeit der Universität gegenüber der staatlichen Bevormundung, die aus den Gesetzesänderungen in der Zeit von 1910 bis 1937, aber auch der institutionellen Stärkung der Hochschule nach einem hundertjährigen Betrieb entsprang.27 Unter diesem Gesichtspunkt kann man im Rahmen der Vergabe von Ehrentiteln folgende Zeiträume bündeln: 1912–1925 (Vorantreiben der nationalen Einheit), 1926–1936 (Teilemanzipation der Universität) und 1936–1941 (Unterwerfung durch das Metaxas-Regime).

Während des gesamten untersuchten Zeitraums verteidigte die Universität ihre europäische – hauptsächlich deutsche – Ausrichtung. Die Statuten basierten auf deutschen Standards, die Professoren und Dozenten hatten an europäischen (hauptsächlich deutschen) Universitäten studiert, und zu diesen (wieder hauptsächlich den deutschen) strebten auch die griechischen Studenten, wenn sie ihre Ausbildung fortsetzen wollten (Lappas, 1989, 384). In Anbetracht dieser besonderen Beziehung ist die starke Überzahl der deutschen Ehrendoktoren leicht erklärbar, eigentlich sogar zu erwarten; ihre Nominierung führte sehr selten zu Polarisierungen. Andererseits zeigt die vergleichende Studie aller Ehrendoktoren, dass die nichtdeutschen Kandidaten strengeren Kriterien unterlagen in Bezug auf die Relevanz ihrer wissenschaftlichen Arbeit oder ihrer Griechenland gegenüber erbrachten Dienste; die Wertung führte oft zu hitzigen Diskussionen, die in den Sitzungsprotokoll festgehalten wurden. Das war beispielsweise der Fall beim französischen Schriftsteller und Journalisten Gaston Deschamps, der die griechischen Forderungen während der Balkankriege unterstützt hatte, dem US-Amerikaner Harold Jaquith, Generaldirektor des 1915 gegründeten Entwicklungsträgers Near East Relief, der einen bedeutenden Beitrag zur Rettung Tausender Flüchtlinge aus Kleinasien geleistet hatte, dem Franzosen Albert Thomas, Leiter der Internationalen Arbeitsorganisation des Völkerbundes und ehemaliger Minister, der Griechenland offiziell besucht hatte, dem italienischen Altphilologen Ettore Romagnoli und anderen. (Karakatsouli, 2002, 134, 146, 153). Ab 1936 sicherten sowohl die ideologische Affinität zwischen dem Nationalsozialismus und dem Metaxas-Regime als auch die starke Tradition staatlicher Eingriffe in die akademischen Angelegenheiten die unbestrittene deutsche Überlegenheit – bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Diese Bedingungen wurden in der Nachkriegszeit offensichtlich aufgehoben; die Ernennungen zum Ehrendoktor multiplizierten sich und die internationalen Allianzen, an denen Griechenland beteiligt war (und ist), veränderten sich radikal.
 

Zusammenfassung

Der Essay untersucht die Rolle der Universität Athen als Chance zur Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen mittels des Instrumentariums der Ehrendoktorwürde. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, in einer Zeit intensiver Umstrukturierungen auf der politischen und diplomatischen Ebene, beleuchtet das Studium der verliehenen Ehrendoktorwürden die internationale Dimension der Universität Athen und zeigt die besonderen Beziehungen auf, die sich zwischen ihr und der politischen Macht bis zur Autonomie und der akademischen Freiheit entwickeln. In der hier untersuchten Zeitspanne wurde insgesamt 324-mal die Ehrendoktorwürde verliehen, zahlenmäßig am meisten vertreten sind die Deutschen. Grundlage dieser Untersuchung war das Material des Historischen Archivs der Universität Athen und das des griechischen Außenministeriums; dabei lag der Schwerpunkt auf der detaillierten Vorstellung der von der Universität Athen ernannten deutschen Ehrendoktoren und den maßgeblichen Kriterien jeder Ernennung in Bezug auf die politischen Umstände der Zeit. Ziel war es, den privilegierten Bereich der Hochschulbildung als einen Ort der deutsch-griechischen Begegnungen zu erkunden, als einen Bereich, der maßgeblich sowohl unter dem Einfluss der politischen Krisen in Griechenland als auch dem der diplomatischen Beziehungen beider Länder stand. Gleichzeitig wurden die wachsende Emanzipation der Universität von der staatlichen Bevormundung und die institutionelle Stärkung der Hochschule nachgezeichnet.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas

Einzelnachweise

  1. Die Übernahme des deutschen Vorbilds erfolgte eher selektiv. Obwohl bei der Gestaltung von Fakultäten und Lehrplänen das deutsche Modell mit der heute noch gültigen Kombination von Lehre und Forschung übernommen wurde, schwächte die starke staatliche Intervention, in akademischen Angelegenheiten eine der wichtigsten Säulen der Institution, die unabhängigen und gemeinsamen Bildungsbemühungen von Lehrenden und Lernenden ohne die Eingriffe diverser externer Träger.
  2. Senatsprotokolle, Band 8, Sitzung 22.06.1871, 77.
  3. Protokolle der Philosophischen Fakultät, Band 4, Sitzung 08.07.1871, 229-230.
  4. Syllogi Nomon kai Vassilikon Diatagmaton peri Organismou tou Ethnikou kai Kapodistriakou Panepistimiou (Συλλογή Νόμων και Β. Διαταγμάτων περί Οργανισμού του Εθνικού και του Καποδιστριακού Πανεπιστημίου / Sammlung von Gesetzen und Königlichen Dekreten zur Organisation der Nationalen und Kapodistrias Universität), Athen, 1916, Art. 18 §4, 65 und Art. 18 §3, 137-138.
  5. Für Britannien siehe Heffernan und Jöns, 2007, 389-416. Das ist eine der wenigen Studien, die die Doktoren honoris causa in ihren politischen und diplomatischen Kontext stellt.
  6. Bis 2018 gab es nach den verfügbaren Daten 1.239 Ernennungen (Karamanolakis, 2018, 159).
  7. Protokolle der Medizinischen Fakultät, Sitzung 22.05.1879, Band 4, 109.
  8. Die Eindrücke seiner ersten Forschungsreise nach Griechenland im Alter von nur 24 Jahren, um byzantinische Rechtsmanuskripte ausfindig zu machen, hielt er fest in seinem Werk Reise in den Orient in den Jahren 1837 und 1838: über Wien, Venedig, Florenz, Rom, Neapel, Malta, Sicilien und Griechenland nach Saloniki, dem Berge Athos, Konstantinopel und Trapezunt, Heidelberg, J.C.B. Mohr, 1840.
  9. Ein Winter in Griechenland 1879-1880, B.G. Teubner, 1881. Dieser Reisebericht wurde in griechischer Sprache 2016 vom Verlag Irodotos herausgegeben unter dem Titel Enas chimonas stin Ellada, 1879-1880 (Ένας χειμώνας στην Ελλάδα).
  10. Aufgrund des Krieges fand der nächste, der 17. Internationale Orientalistenkongress, erst 1928 in Oxford statt.
  11. Senatsprotokolle, Band 25, Sitzung 27.03.1912, 286.
  12. «Historique du Congrès», Actes du Seizième Congrès International des Orientalistes, Session d’Athènes 6-14 Avril 1912, Athènes, Imprimerie Hestia-G. Meissner & N. Kargadouris, 1912, 2-37, https://play.google.com/books/reader?id=5v3fAAAAMAAJ&hl=el&pg=GBS.PP5.
  13. Grigoris Skampardonis und Nikolaos D. Schizas, I astheneia kai o thanatos tou vasilea Konstantinou (1915-1922) (Η ασθένεια και ο θάνατος του βασιλέα Κωνσταντίνου/König Konstantins Krankheit und Tod), e-Zeitung Eléftheri Zóni, Ausgabe Nr. 3706, 24.09.2020, http://www.elzoni.gr/html/ent / 072 /ent.26072.asp.
  14. Protokolle der Medizinischen Fakultät, Band 8, Sitzung 16.05.1915, 34.
  15. Protokollarchiv, 3-4 / 1924-25, Schreiben des Außenministeriums an das Ministerium für kirchliche Angelegenheiten und öffentliche Bildung, Prot. Nr. 9018, 01.04.1925 mit Anlage, Bericht der Griechischen Botschaft Berlin, 26.02.1925. Damaliger Premierminister war Andreas Michalakopoulos und Innenminister Jeorjios Kondylis [Okt. 1924 – Jun.1925]; Heindl Robert, Deutsche Biographie, 24.09.2020. https://www.deutsche-biographie.de/gnd116658916.html#ndbcontent.
  16. Während der Koalitionsregierung von Panagis Tsaldaris.
  17. Die ernannten Mitglieder waren: Gregorios Papamichael (Präsident), Panagiotis Zervos (Vizepräsident), Georgios Fotinos, Amilkas Alivizatos, Aristotelis Kouzis, Stylianos Seferiadis, Ioannis Kalitsounakis, Jeorjios Ikonomos und Vassilios Makris (Generalsekretär).
  18. Die Geschichte der Universität und jeder Fakultät, das wissenschaftliche Jahrbuch zum hundertjährigen Bestehen, ein illustriertes Album mit den Bauten der Universität und den Porträts der Gründer, Wohltäter und aller Professoren der hundertjährigen Geschichte sowie ein Gedenkband zu den Festivitäten des Jubiläums.
  19. O eortasmós tis Ekatontaentirídos, Athína 18-24 Aprilíou 1937, Prytanía Grigoriou Papamichael (Ο εορτασμός της Εκατονταετηρίδος, Αθήναι 18-24 Απριλίου 1937, Πρυτανεία Γρηγορίου Παπαμιχαήλ/Die 100-Jahresfeier, Athen, 18.-24. April 1937, Rektorat Gregorios Papamichael), Athen, 1937; Hubert Pernot, «Les Fêtes du Centennaire de l’Université d’Athènes», Bulletin de l’Association Guillaume Budé, 56 (1937), 7-14. https://www.persee.fr/doc/bude_0004-5527_1937_num_56_1_6129.
  20. Protokolle der Philosophischen Fakultät, Band 16, Sitzungen 30.11.1936, 256, 29.03.1937, 305-306 und 02.04.1937, 307-308. Ebenso Band 17, Sitzung 30.05.1938, 81-82 (Tätigkeitsbericht des Prodekans Ioannis Kalitsounakis).
  21. Ioannis Kalitsounakis unterrichtete – parallel zu seiner Tätigkeit an der Universität Athen – von 1906 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1942 Griechisch am Seminar für Orientalische Sprachen und war an der Philosophischen Fakultät beauftragt mit der Unterrichtung und der Interpretation von Texten in mittelgriechischer Sprache.
  22. Einstein hatte Deutschland bereits 1933 verlassen. 1935 war er von Harvard mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.
  23. Protokolle der Philosophischen Fakultät, Bd. 17, Sitzungen 14.06.1937, 14 und 15.06.1937, 15, Protokollarchiv, 3-4 / 1936-37, Übermittlung des Beschlusses der Fakultät an das Rektorat, Prot. Nr. 252, 10.07.1937. Die Information, dass das Britische Archäologische Institut Athen Karo Asyl gewährt hat, verdanken wir Professor Richard Clogg.
  24. «Georg Karo», Catalogus Proffessorum Hallensis, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 24.09.2020, https://www.catalogus-professorum-halensis.de/karogeorg.html.
  25. Protokollarchiv, 3-4 / 1931-32, Schreiben des Bildungsministeriums an das Rektorat, Prot. Nr. 1932, 284. 07.06.1932 mit dem angehängten Dokument des Außenministeriums vom selben Datum und Protokolle der Philosophischen Fakultät, Band 15, Sitzung 11.06.1932, 284.
  26. Von größerem Interesse scheint die Vergabe von fiktiven Abschlüssen gewesen zu sein, hauptsächlich von bestehenden oder auch nicht existierenden US-Universitäten (Lady, 1967, 197-198).
  27. Die neue Gesetzgebung begrenzte die Einmischung des Bildungsministeriums bei der Wahl der Hochschullehrer und erweiterte die Zuständigkeit der Fakultäten (Gavroglou, 2014, xix-xx).

Verwendete Literatur

Οι επιστημονικές σχέσεις του Πανεπιστημίου του Βερολίνου με τη φασιστική Ελλάδα
Johannes Irmscher (Autor*in)
1989
Degrees of influence: the politics of honorary degrees in the Universities of Oxford and Cambridge, 1900-2000
Μ. Heffernan (Autor*in), H. Jöns (Autor*in)
2007
Fritz Pringsheim
Tony Honoré (Autor*in), Jack Beatson (Herausgeber*in), Reinhard Zimmermann (Herausgeber*in)
2010
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Harold Perkin (Autor*in), James J.F. Forest (Herausgeber*in), Philip G. Altbach (Herausgeber*in)
2007
Honoris Causa: An Examination of the Doctor of Philosophy Degree
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1967
Le nazisme et l’Antiquité
Johann Chapoutot (Autor*in)
2012
Pomp and Circumstance at the University: The Origin of the Honorary Degree
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2013
Διεθνείς σχέσεις και ακαδημαϊκή κοινότητα: Οι επίτιμοι διδάκτορες του Πανεπιστημίου Αθηνών, 1912-1941
Άννα Καρακατσούλη (Autor*in)
2002
ΕΚΠΑ 1837-2017. 180 χρόνια Ιστορίας και Προσφοράς
Βαγγέλης Καραμανωλάκης (Herausgeber*in)
2018
Η Θεολογική Σχολή του Πανεπιστημίου Αθηνών: Ιστορική επισκόπησις 1837-1930
Δημήτριος Σίμου Μπαλάνος (Autor*in)
1931
Η συγκρότηση της ιστορικής επιστήμης και η διδασκαλία της στο Πανεπιστήμιο Αθηνών, (1837-1932)
Βαγγέλης Καραμανωλάκης (Autor*in)
2006
Ιστορία της Φυσικομαθηματικής Σχολής. Εκατονταετηρίς 1837-1937, Εθνικόν και Καποδιστριακόν Πανεπιστήμιον Αθηνών
Μιχαήλ Κ. Στεφανίδης (Autor*in)
1948
Ο εθνικοσοσιαλισμός και η αρχαιότητα
Johann Chapoutot (Autor*in)
2018
Το Πανεπιστήμιο Αθηνών και η ιστορία του (1837-1937)
Κώστας Γαβρόγλου (Herausgeber*in), Βαγγέλης Καραμανωλάκης (Herausgeber*in), Χάιδω Μπάρκουλα (Herausgeber*in)
2014
Το διδακτικό προσωπικό του Πανεπιστημίου Αθηνών τον ΙΘ΄ αιώνα
Κώστας Λάππας (Autor*in)
1989
Το πανεπιστήμιο Αθηνών το 1879/1880 όπως το είδε ένας Γερμανός επισκέπτης
Σπύρος Τρωιάνος (Autor*in)
1989
Γερμανικές καταβολές του ελληνικού πανεπιστημίου και ελληνικές αμφισβητήσεις του γερμανικού πανεπιστημίου
Στέριος Φασουλάκης (Autor*in)
1989

Galerie

Zitierweise

Anna Karakatsouli, »Die deutschen Ehrendoktoren der Universität Athen von den Balkankriegen bis zum Zweiten Weltkrieg«, in: Alexandros-Andreas Kyrtsis und Miltos Pechlivanos (Hg.), Compendium der deutsch-griechischen Verflechtungen, 25.08.2021, URI: https://comdeg.eu/compendium/essay/105008/.

Index

Akteur*innen Othenio Abel, Amilkas Alivizatos, Emil von Behring, Helmut Berve, George Gordon Noel Byron (Lord Byron), Otto Crusius, Gaston Deschamps, Hermann Alexander Diels, Wilhelm Dörpfeld, Paul Ehrlich, Albert Einstein, Anton Eiselsberg, Friedrich Focke, Jeorjios Fotinos, Spyridon Galanos, Giovanni Gentile, Balbino Giuliano, Robert Heindl, David Hilbert, Jeorjios Ikonomos, Pavlos Ioannou, Harold Jaquith, Ioannis Kalitsounakis, Georg Karo, Johannes Kirchner, Jeorjios Kondylis, Konstantin I., König von Griechenland, Otto I., König von Griechenland, Aristotelis Kouzis, Friedrich Kraus, Eduard Kurtz, Spyridon P. Lampros, Wilhelm Leyhausen, Justus Hermann Lipsius, Vassilios Makris, Spyridon Marinatos, Vojislav Marinković, Jeorjios Mattheopoulos, Spyros Melas, Andreas Michalakopoulos, Ludwig Mitteis, Benito Amilcare Andrea Mussolini, Grigorios Papamichail, Joseph Partsch, Panajotis Petridis, Max Planck, Fritz Pringscheim, Alexandros Rizos Rangavis, Hans Gottfried Reck, Ettore Romagnoli, Bernhard Rust, Konstantinos Schinas, Heinrich Schliemann, Sophia Schliemann, Stylianos Seferiadis, August Sieberg, Arnold Sommerfeld, Albert Thomas, Theodoros Tourkovassilis, Konstantinos D. Triantafyllopoulos, Panajis Tsaldaris, Alexander Tschirch, Nikos Veis, Eleftherios Venizelos, Rudolf Virchow, Angelos Vlachos, Michail Volonakis, Heinrich Otto Wieland, Ulrich von Wilamowitz-Möllendorff, Wilhelm Wirth, Karl Eduard Zachariae von Lingenthal, Panajotis Zervos
Institutionen Akademie von Athen, Außenministerium Griechenland, Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, Britisches Archäologisches Institut Athen, Deutsches Archäologisches Institut Athen (DAI), Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, Internationale Arbeitsorganisation des Völkerbundes, Italienisch-griechisches Institut, Juristische Fakultät der Universität Athen, Königliches Theater (Athen), Ludwig-Maximilians-Universität München, Lykion der Griechinnen, Medizinische Fakultät der Universität Athen, Ministerium des Kirchen- und Schulwesens, Ministerium für Religionsangelegenheiten und Bildung, Nationale und Kapodistrias-Universität Athen, Naturwissenschaftliche Fakultät (Universität Athen), Naturwissenschaftlich-mathematische Abteilung der Universität Athen, Near East Relief, Odeon des Herodes Atticus (Theater), Philosophische Fakultät der Universität Athen, Seminar für Orientalische Sprachen zu Berlin, Theologische Fakultät der Universität Athen, Università degli studi di Roma, Universitätssenat, Universität Wien, Vereinigte Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg
Orte Athen
Kontaktzonen Außenpolitik, Wissenschaftsbeziehungen
Vermittlungspraktiken Kulturpolitik, Verleihung von Auszeichnungen
Zeitfenster 1911-1941

Metadaten

Essaytyp Makrovorgang
Lizenz CC BY-NC-ND 4.0
Sprache Deutsch, übersetzt aus dem Griechischen von Athanassios Tsingas

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