
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
Γερμανικά άσματα μέσα από τις συλλογές: Αλέξανδρου Ραγκαβή, Αλέξανδρου Κατακουζηνού και Αναστασίου Μάλτου, από το λυκόφως του 19ου στην αυγή του 20ού αιώνα
Την περίοδο της Ελληνικής Επανάστασης, πολλά από τα φλογερά ποιήματα των ελλήνων λογίων που προσαρμόσθηκαν πάνω σε γνωστές δυτικές μελωδίες, λειτούργησαν ως ένας σημαντικός εθνεγερτικός μηχανισμός καθώς είχαν μεγάλη απήχηση στον ευρύτερο ελληνικό κόσμο. Τα δε γερμανικά άσματα αποτελούν ένα σημαντικό μέρος αυτών. Η έντυπη κυκλοφορία τους σε ανθολογίες, εφημερίδες, διδακτικά εγχειρίδια, φυλλάδια κ.λπ. συνεχίσθηκε μέχρι και το τέλος του 19ου αιώνα. Στο διάβα του χρόνου, το κατεξοχήν πατριωτικό θεματικό περιεχόμενο αυτών των συλλογών εμπλουτίσθηκε με ποιήματα ρομαντικού λυρισμού, προσαρμοσμένα κυρίως σε Volkslieder και Lieder επιφανών γερμανών συνθετών, ακολουθώντας τα ειωθότα. Η συμβολή των έντυπων ανθολογιών των τριών λογίων, Αλέξανδρου Ραγκαβή, Αλέξανδρου Κατακουζηνού και Αναστασίου Μάλτου, στην ευρύτερη διάδοση της γερμανικής μουσικής, κυρίως δε της ρομαντικής, στην Ελλάδα, τόσο στον χώρο της ψυχαγωγίας, όσο και στον χώρο της εκπαίδευσης, υπήρξε καθοριστικής σημασίας. Το παρόν δοκίμιο, λαμβάνοντας υπόψη το ιστορικό πλαίσιο της εποχής εκείνης, εξετάζει αφενός, το περιεχόμενο αυτών των ανθολογιών, παρουσιάζοντας χαρακτηριστικά παραδείγματα, και αφετέρου, τη συμβολή αυτών στον μουσικό εκπολιτισμό της Ελλάδας μέσω της προβολής της γερμανικής ρομαντικής μουσικής.
Ein Lektorat für „Rechenschaft vor El Greco“. Der Verleger Walter Kahnert als re(di)gierender Leser von Nikos Kazantzakis
Die Produktion der deutschen Übersetzungen von Nikos Kazantzakis involvierte weit mehr Akteur*innen in den Übersetzungsprozess als den Autor (oder dessen Rechtevertreterin) und dessen Übersetzer*innen. Die vorliegende Mikrogeschichte nimmt am Beispiel des Lektorats der deutschen Übersetzung von Rechenschaft vor El Greco die deutsch-griechischen Synergien und Auseinandersetzungen in den Blick, welche dafür gesorgt haben, dass Kazantzakis’ romanhafte Autofiktion in der BRD in zwei Bänden und mit zeitlichem Abstand voneinander veröffentlicht wurde. Während des Produktionsvorgangs der Übersetzung dieses posthumen (und vom Autor nicht fertiggestellten) Romans wurde nicht nur das Textbild zwischen den Akteur*innen neu verhandelt, sondern setzte der ‚Verleger-Lektor‘ Walter Kahnert sich auch sichtbar dafür ein, die editoriale Rahmung des Autors Kazantzakis, die seit 1951 dessen öffentliches Ansehen sowie die stilistische und ideologische Signatur seiner Romane im deutschsprachigen Raum mitgeprägt hatte, aufrechtzuerhalten. Wie der Fall von Freiheit oder Tod beispielhaft zeigt, ging die Bedeutung solcher Bemühungen und Auseinandersetzungen, Gesten und Verflechtungen in einem deutsch-griechischen Zusammenhang oftmals deutlich über die lokale Produktion der jeweiligen deutschen Übersetzung hinaus, denn nicht selten fungierte eine deutsche Ausgabe als Grundlage für weitere Relais-Übersetzungen in andere (primär germanische) Sprachen.
Artikel im Fokus
Panajotis Grigoriadis
Promotion Panajotis Grigoriadis (1909-;) war von 1937 bis 1940 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat von Homère Pisani). Fakultät: Medizinische FakultätDimitrios S. Konstantopoulos
1. Promotion (Soziologie) Dimitrios S. Konstantopoulos (1916-2008) war von 1936 bis 1941 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat der Alexander von Humboldt-StiftuDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
