Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Grammata apo ti Jermania (Briefe aus Deutschland). Mikis Theodorakis und Fontas Ladis: Musikalische Verflechtungen zwischen Griechenland und Deutschland in den 1960er und 1970er Jahren

Anhand der lyrischen Komposition von Fontas Ladis mit dem Titel Briefe aus Deutschland (1966) wurde eine Diskussion über die Aspekte der Arbeitsmigration der 1960er Jahre im Bereich der Musikproduktion und der Liedertexte sowie eine Mikrogeschichte der deutsch-griechischen Beziehungen in ihrer musikalisch-poetischen Dimension untersucht. Es ist eine Mikrogeschichte, die aufeinanderfolgenden Szenen der griechischen Migration nach Westdeutschland in den 1960er Jahren aufzeigt, und die Teil der zeitgenössischen griechischen Geschichte der Vertonung in der Zeit vor der Diktatur der Obristen und dem Aufkommen insbesondere des politischen Liedes ist.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsigkas

Δομές και δρώντες κατά την ανάπτυξη των ελληνογερμανικών σχέσεων στο χρονικό διάστημα 1871-1941

Εξελίξεις, όπως η διάλυση της αυτοκρατορίας των Αψβούργων και η κατάρρευση της Οθωμανικής Αυτοκρατορίας, έπαιξαν σημαντικό ρόλο στην εξέλιξη των ελληνογερμανικών σχέσεων, και σήμαναν τη λήξη της πρωτοκαθεδρίας της Οθωμανικής Αυτοκρατορίας όσον αφορά τα γερμανικά συμφέροντα. Ιδιαίτερα σημαντική ήταν η ένταξη της Μακεδονίας και της Θράκης στο ελληνικό κράτος και η Μεγάλη Ύφεση. Επιπλέον, υπήρχαν πολιτικές παράμετροι, όπως ο αυξανόμενος αναθεωρητισμός στον ευρωπαϊκό και μεσογειακό χώρο ως αποτέλεσμα της ανόδου του Χίτλερ στην εξουσία, οι οποίες ενέτειναν την εξάρτηση της Ελλάδας από τις γερμανικές εξοπλιστικές τεχνολογίες και επέφεραν επικίνδυνες πολιτικές εξελίξεις. Μόνο μετά την εγκαθίδρυση της δικτατορίας του Μεταξά η Ελλάδα γνώρισε μια σημαντική σταθεροποίηση. Αυτό βασίστηκε σε μεγάλο βαθμό στο εμπόριο με τη Γερμανία. Δεν ήταν λοιπόν ούτε κάποιες θεμελιώδεις διαφωνίες με την Ελλάδα, ούτε διεκδικήσεις ελληνικών εδαφών που οδήγησαν τον Χίτλερ να εγκαταλείψει την πολιτική της «ειρήνης στα Βαλκάνια» και να καταλάβει την Ελλάδα, αλλά το τελεσίγραφο του Μουσολίνι.

Μετάφραση από τα Γερμανικά: Άκης Παραφέλας

Artikel im Fokus

Chlodwig Plehn Chlodwig Plehn (1900–1977) war ein deutscher Journalist, Übersetzer neugriechischer Literatur und Autor mehrerer Bücher über Griechenland. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte Plehn Ph
Charles RossCharles (eigtl.: Karl) Ross (1816–1858), ein Bruder des Archäologen Ludwig Ross (1806–1859) und vielgereister Landschaftsmaler aus Holstein, besichtigte zwischen 1837 und 1839 Griechenland und se

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.