
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
Suche im Online-Compendium
Essays im Fokus
Το Σύνταγμα, οι Βαυαροί, τα Κόμματα και τα «φωτισμένα έθνη»
Βασισμένοι στη συνταγματική παράδοση που δημιουργήθηκε στην Επανάσταση, οι Έλληνες θα αντιπαρατεθούν στο καθεστώς της απόλυτης μοναρχίας που εγκαθίδρυσαν οι Βαυαροί, οι οποίοι με πρόσχημα την «ανωριμότητα των Ελλήνων» να κυβερνηθούν συνταγματικά, ανέβαλλαν τα όσα είχαν υποσχεθεί στους ίδιους αλλά και στις εγγυήτριες Δυνάμεις της ελληνικής ανεξαρτησίας. Η επιτυχία της επανάστασης της 3ης Σεπτεμβρίου θα πιστωθεί στα «φωτισμένα έθνη» που βοήθησαν τους Έλληνες να απαλλαγούν από τον «βαυαρισμό», χωρίς αυτό να σημαίνει ότι και εκείνα είχαν πειστεί για την «ωριμότητα» των Ελλήνων να αποκτήσουν Σύνταγμα. Στις συζητήσεις, λοιπόν, για το Σύνταγμα στην πρώτη Εθνοσυνέλευση το 1843–1844, η Αγγλία και η Γαλλία θα συνεργαστούν με τον Λουδοβίκο της Βαυαρίας με στόχο να διατηρηθούν ισχυρές οι εξουσίες του μονάρχη. Με αυτήν τη συνεργασία θα συμφωνήσουν και οι αρχηγοί των τριών κομμάτων, εφόσον είχαν πεισθεί ότι το Σύνταγμα έπρεπε να είναι ένα προϊόν συναίνεσης ανάμεσα στον βαυαρό βασιλιά και στα κόμματα. Η σύμπραξη αυτή, όμως, θα δημιουργήσει μια νέα αντιπολίτευση μέσα στην Εθνοσυνέλευση, η οποία, ταυτίζοντας τις δυτικές Δυνάμεις με τους Βαυαρούς, θα διχάσει τους πληρεξούσιους ανάμεσα σε υποστηρικτές του έθνους από τη μια και σε «ξένους» από την άλλη.
Das Musikleben in Athen am Hof König Ottos I. von Griechenland (1834–1862)
Die als Bavarokratie bezeichnete Bayernherrschaft hat nicht nur im bildungspolitischen Bereich großen Einfluss auf Griechenland genommen. König Otto konnte für die Entwicklung und die Gestaltung des höfischen Musiklebens nicht auf Kontinuitäten, wie z. B. ein Netzwerk aus Adeligen oder ein bestehendes urbanes Kulturleben, zurückgreifen, was den Aufbau grundlegender Strukturen erschwerte. Der damit verbundene Rückzug auf bekanntes Terrain macht den westeuropäischen und auch deutschen Einfluss besonders spürbar. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen sich das Zeremoniell für griechische Traditionen öffnete, wurde ein höfisches Musikleben westlicher Prägung aufgebaut. Generell ist die Abgrenzung einer „deutschen Musik“ im höfischen Umfeld schwierig, da bei repräsentativen Anlässen die westeuropäische Kunstmusik im Vordergrund stand. Die Militärmusik war fast gänzlich in deutscher Hand, und der Großteil der höfischen Musikkultur bestand aus westlichen Tänzen und der Darbietung deutscher, französischer oder italienischer Musikstücke. Dadurch konnten sich Verflechtungen zwischen westeuropäischer und griechischer Musik nur zögerlich entwickeln. Die Pflege von deutscher Volksmusik nahm am Hof eher einen kleinen Raum ein und diente fast ausschließlich zur privaten Unterhaltung der Palastangehörigen. Unbestritten ist auch der Einfluss des Hofes auf die Hörgewohnheiten der Griechen, unter denen viele über die öffentlichen Konzerte der Militärkapelle oder über die Hofbälle erstmals mit westlicher Musik in Kontakt kamen. Als ein klassisches Beispiel für den Kulturtransfer kann hier die Akzeptanz von Tänzen in einer Paartanzhaltung gelten. Die Kunstmusik in Griechenland orientiert sich heute stark an europäischen Formen und Gattungen. Für Athen ergaben sich die ersten Berührungspunkte zwischen europäischer Kunstmusik und griechischer Volksmusik unter König Otto, führten aber noch nicht zu kompositorischen Verflechtungen. Das europaweite Phänomen der nationalen Schule in der Musik, nach der seit Beginn des 19. Jahrhunderts europäische Gattungen und Formen der Kunstmusik mit Melodien und Rhythmen der nationalen Volksmusik verbunden wurden, ließ in Griechenland lange auf sich warten. Die Verflechtungen in Musikstücken am Hof König Ottos beschränkten sich auf die Kombination einzelner Teile eines Werkes, z. B. von westlicher Satztechnik mit griechischem Text, entwickelten aber noch keine neue musikalische Identität. Der Beginn einer griechischen nationalen Schule ist 1888 mit der ersten griechischsprachigen Oper von Spyridon Xyndas anzusetzen, also erst lange nach der Regierungszeit König Ottos.
Artikel im Fokus
Ισιδώρα Ρόζενταλ-Καμαρινέα
Η νεοελληνίστρια Ισιδώρα Ρόζενταλ-Καμαρινέα (1918-2004) εντάσσεται, ως καθηγήτρια πανεπιστημίου, δημοσιογράφοςNiki Eideneier
Niki Eideneier, geb. Anastassiadi (geb. 1940) ist eine deutsch-griechische Neogräzistin und Literaturübersetzerin, die sich als langjährige Leiterin des Kölner Romiosini Verlages (1982–2014) besDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
