Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Das deutsche „Griechenideal“ in der Zeit des Nationalsozialismus
Das Bild Griechenlands in Deutschland war spätestens seit dem 18. Jahrhundert von einem „Griechenideal“ geprägt, welches unter dem wachsenden Einfluss der Ideologen des Nationalsozialismus weiter ausgearbeitet wurde und im Rahmen einer gezielten Bildungspolitik Eingang fand in die Schulbücher und somit einen enormen Einfluss gewann. Ziel der NS-Ideologen war es hierbei, eine historische Verbindung aufzubauen zwischen dem „neuen“ Deutschland und dem alten Griechenland, dies um dem neuen Regime eine geschichtliche Tiefe zu verleihen und somit seine Legitimität gegenüber den Deutschen und dem Ausland zu stärken. Die Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936 stellen einen Höhepunkt dieser Politik dar. Der Einmarsch deutscher Truppen nach Griechenland ab April 1941 zielte vor allem darauf ab, den wachsenden Einfluss Großbritanniens auf dem Balkan zu kontern, nachdem die Unternehmungen Italiens in der Region zum Stillstand gekommen waren. Die deutsche Eroberung Griechenlands hatte jedoch zum indirekten Ergebnis, dass Tausende deutsche Soldaten ihr vorgeformtes Griechenlandbild mit der Realität des Landes und seiner Einwohner konfrontiert sahen, was sehr bald in Entzauberung und wachsender Geringschätzung mündete.
Μια επιμέλεια για το «Αναφορά στον Γκρέκο». Ο εκδότης Βάλτερ Κάνερτ ως α(υτα)ρχικός αναγνώστης του Νίκου Καζαντζάκη
Η διαδικασία των μεταφράσεων στα γερμανικά του Νίκου Καζαντζάκη συμπεριέλαβε πολύ περισσότερα πρόσωπα από τον συγγραφέα (ή την κληρονόμο του) και τον εκάστοτε μεταφραστή ή την εκάστοτε μεταφράστρια. Η παρούσα μικροϊστορία εξετάζει με αφορμή την επιμέλεια της γερμανικής μετάφρασης του Αναφορά στον Γκρέκο τις ελληνογερμανικές συνέργειες και τις συγκρούσεις που οδήγησαν στην έκδοση της μυθιστορηματικής αυτομυθοπλασίας στην ΟΔΓ σε δύο τόμους και με μεγάλη χρονική απόσταση μεταξύ τους. Κατά τη διάρκεια της μεταφραστικής διαδικασίας αυτού του μυθιστορήματος που είχε κυκλοφορήσει μετά θάνατον (ο Καζαντζάκης δεν είχε προλάβει να το ολοκληρώσει) όχι μόνο η τελική εικόνα του κειμένου έγινε αντικείμενο διαπραγμάτευσης ανάμεσα στα εμπλεκόμενα πρόσωπα, αλλά επίσης ο ‘εκδότης-επιμελητής’ Βάλτερ Κάνερτ προσηλώθηκε σαφέστατα στην εκδοτική πλαισίωση του συγγραφέα Καζαντζάκη, η οποία συνέβαλε στη φήμη του και συγκαθόρισε την υφολογική και ιδεολογική σφραγίδα των μυθιστορημάτων του στον γερμανόφωνο χώρο. Η σημασία τέτοιων πρωτοβουλιών και αντιπαραθέσεων, χειρονομιών και διασταυρώσεων στο ελληνογερμανικό πλαίσιο ξεπερνά σαφώς τα στενά γεωγραφικά όρια των εκάστοτε γερμανικών μεταφράσεων, όπως χαρακτηριστικά αποδεικνύεται στο παράδειγμα του Καπετάν Μιχάλη, καθώς δεν ήταν σπάνιο η γερμανική έκδοση να αποτέλεσε αφετηρία και βάση για τις μεταφράσεις σε άλλες, κυρίως γερμανικές γλώσσες.
Μετάφραση από τα γερμανικά: Κώστας Κοσμάς
Der Einfluss des deutschen Faktors auf den Entscheidungsprozess und die Meinungsbildung in Griechenland während des Ersten Weltkriegs
Der Erste Weltkrieg hat mit seinen besonderen Merkmalen die Wichtigkeit und Komplexität von Aspekten wie Entscheidungsmechanismen und die Bedeutung der öffentlichen Meinung in den kriegführenden Staaten aufgezeigt. In diesem Zusammenhang ist Griechenland wegen der besonderen und komplexen Art der Kriegsbeteiligung und der zahlreichen Akteure mit Macht und Einfluss innerhalb und außerhalb des Landes ein äußerst interessantes Studienobjekt. Untersuchungen am konkreten Beispiel des deutschen Einflusses auf das griechische öffentliche Leben zeigen eine bemerkenswerte Vielseitigkeit in Bezug auf die einwirkenden Kanäle. Hervorgehoben werden: die Familienbande König Konstantins mit dem deutschen Kaiser, der starke Einfluss der deutschen Bildung, die sowohl Konstantin selbst als auch die Schlüsselfiguren seines Stabs genossen hatten, die Funktionsweise der hochwirksamen deutschen Propaganda mit dem Hauptziel, die griechische Tagespresse zu beeinflussen, aber auch konkrete Beispiele aus der Verlagsproduktion der damaligen Zeit, die das Bild der deutschen Führungsmacht konsequent beförderte. Bemerkenswert war auch die Dynamik, die durch die Internierung des 4. griechischen Armeekorpses in Görlitz ab Herbst 1916 erzeugt wurde. Schließlich muss all das unter dem Aspekt der allgemeinen Stellung Griechenlands im Rahmen der deutschen Regionalstrategie für den Balkan und den Nahen Osten betrachtet werden. Die Untersuchung dieser Kanäle bestätigt die Beständigkeit des guten deutschen Rufs in der griechischen öffentlichen Meinung während des Ersten Weltkriegs und seinen Einfluss auf einen Teil des Entscheidungsapparats; zugleich zeigt sie die Bedeutung der organischen Einbindung dieser Zeit beim Studium der deutsch-griechischen Beziehungen im 20. Jahrhundert auf.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Neue Artikel
Γιόχαν Χάινριχ Φρίντριχ Σλόσερ
Ο Γιόχαν Χάινριχ Φρίντριχ Σλόσερ (Johann Heinrich Friedrich Schlosser, 1780–1851) ήταν γερμανός νομικός, λόγιος, συγγραφέας και μGünter Dietz
Günter Dietz (1930–2017) war ein deutscher Altphilologe, Lyriker und Übersetzer neugriechischer Literatur. Der aus Karlsruhe gebürtige Dietz studierte in Freiburg i. Br. Klassische PhiloloTheodor Kind
Theodor Kind (1799–1868) war ein Leipziger Philhellene, Literatur-, Sprach- und Kulturvermittler. Der studierte Jurist war seit 1824 als Anwalt, seit 1835 an der Juristischen Fakultät der UnNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
