Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Η συνάντηση του Adolf Ellissen με το νέο ελληνικό κράτος και ο ρόλος του ως μεσολαβητή του νεοελληνικού πολιτισμού
Ο Adolf Ellissen, ο ιδρυτής των νεοελληνικών σπουδών στη Γερμανία, έδρασε με ποικίλους τρόπους ως διαμεσολαβητής μεταξύ του ελληνικού και του γερμανικού πολιτισμού. Μετά από ένα βιογραφικό σχεδιάγραμμα, στο οποίο αναφέρονται επίσης τα σημαντικότερα έργα του Ellissen, το δοκίμιο εστιάζει στις δύο σημαντικότερες παραμέτρους της σχέσης του Ellissen με την Ελλάδα: στη συνάντησή του με το νέο ελληνικό κράτος κατά τα έτη 1837/38 και στην πολιτική του σκέψη. Το βίωμα της αναστημένης πόλης της Αθήνας δημιουργεί μια στροφή στη ζωή του πολύπλευρου και φιλομαθούς φοιτητή και τον οδηγεί στο σπουδαιότερο επιστημονικό μέλημά του, τη δράση του ως σκαπανέα στο πεδίο της Βυζαντινολογίας και των Νεοελληνικών Σπουδών. Αυτό καθορίζεται από τις ιδέες, τις επιθυμίες και τους στόχους του πολιτικού συγγραφέα και πολιτικού Ellissen. Η Ελλάδα υπό τον βασιλιά Όθωνα λειτουργούσε για τον Ellissen, ο οποίος στη Γερμανία πάλευε καθημερινά με τις αντιδραστικές δυνάμεις της παλινόρθωσης, ως μια δυνατότητα προβολής της φιλελεύθερης ιδεολογίας του. Μια παραδειγματική περίπτωση της διαρκούς έντασης που συνόδευε την εργασία του Ellissen και τη στράτευσή του για το ελληνικό κράτος απεικονίζουν οι συνθήκες της μετάφρασής του του ποιήματος του Δημητρίου Βικέλα «Οἱ Ἀρχαῖοι» το 1864, λίγο μετά την επανάσταση και την εκδίωξη του βασιλιά Όθωνα. Εν προκειμένω, η αντίθεση μεταξύ των πολιτικών και (δια)πολιτισμικών αντιλήψεων του Βικέλα και του Ellissen ρίχνει φως στα προβλήματα και τις αμφιβολίες με τις οποίες ο τελευταίος έβλεπε τον εαυτό του αντιμέτωπο, στον διαμεσολαβητικό του ρόλο μεταξύ των δύο ευρωπαϊκών εθνών.
Μετάφραση από τα Γερμανικά: Άγις Σιδεράς, Παρασκευή Σιδερά-Λύτρα
Philhellenismus in Sachsen, 1821-1828
Damit lässt sich die eingangs gestellte Frage nach den Verbindungen zwischen Philhellenismus und bürgerlich-liberaler Bewegung in Sachsen so beantworten, dass diese offenbar nur eine marginale Rolle gespielt haben. Zugleich erweisen sich die innenpolitischen Auswirkungen des Philhellenismus in Sachsen insgesamt als eher gering. Hier bestehen einerseits Unterschiede zu Südwestdeutschland und den von Christoph Hauser betonten philhellenischen Impulsen für den Aufbau bürgerlicher Organisationen, andererseits auch zu Bayern mit dem von Ludwig Spaenle beschriebenen Staatsphilhellenismus unter König Ludwig I. Dagegen sind gewisse Parallelen zu Preußen erkennbar (wie die institutionelle Schwäche des liberalen Bürgertums, das frühe Eingreifen der Regierung im Sommer 1821 und die offiziell geduldete Spendenbewegung ab 1826). Für einen abschließenden Vergleich Sachsens mit anderen deutschen Staaten ist es aber noch zu früh, denn dazu muss erst einmal die Forschungslage zum sächsischen Philhellenismus deutlich verbessert werden, wozu abschließend nur eingeladen werden kann.
Griechisch-deutsche rassenanthropologische Begegnungen (1886–1950)
Dieser Essay beleuchtet die griechisch-deutschen anthropologischen Verflechtungen in einem Zeitraum, der mit der Etablierung und Wirkung anthropologischer Institutionen in Griechenland zusammenfällt: des Anthropologischen Museums (1886), der Hellenischen Anthropologischen Gesellschaft (1924), des Universitätslehrstuhls für Physische Anthropologie (1925) bzw. der Abschaffung des Lehrstuhls (1950). Einen besonderen Schwerpunkt legt der Essay auf die griechisch-deutschen anthropologischen Begegnungen während der letzten Jahre der Weimarer Republik, des Aufstiegs des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs. In diesem historischen Kontext dominierte in der deutschen Anthropologie bzw. NS-Rassenwissenschaft die Idee einer vermeintlich überlegenen nordisch-germanischen Rasse und im Rahmen desselben Diskurses wurde den gegenwärtigen Griechen kulturelle und rassische Minderwertigkeit zugeschrieben. Der wichtigste griechische Anthropologe und Inhaber aller anthropologischen akademischen Positionen (1925-1950), Ioannis Koumaris, stand vor ambivalenten Loyalitäten: einerseits aufgrund seiner Affinität zur deutschen Anthropologie und Rassenwissenschaft; und anderseits aufgrund seines griechischen Patriotismus. Welche Reichweite erlangt diese Ambivalenz während des Zweiten Weltkriegs, der Besatzung Griechenlands durch die Wehrmacht und der Judenverfolgung? Welche Konsequenzen hat seine Fixierung auf die Definition der „hellenischen Rasse“ durch nationalsozialistische rassenwissenschaftliche Begriffe für sein akademisches Kapital und die anthropologischen Institutionen, die er leitet?
Neue Artikel
Dimitrios S. Konstantopoulos
1. Promotion (Soziologie) Dimitrios S. Konstantopoulos (1916-2008) war von 1936 bis 1941 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat der Alexander von Humboldt-StiftuLouise Helene La Costa
Louise Helene La Costa (Lebensdaten unbekannt) trat zwischen 1973 und 1977 als Übersetzerin mehrerer Gedichtsammlungen des seit 1967 in Hamburg lebenden Philologen und Lyrikers Thodoris VlachodimitriAlexandros Tsirintanis
Promotion Alexandros Tsirintanis (1903-1977) war von 1929 bis 1930 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche Fakultät HNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
