Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Neuvermittelte Zugänge zur Hegelschen Philosophie über die Rezeption des Werks von John McDowell in Griechenland

Von der kritischen Aneignung von Elementen der Frankfurter Schule bis zu den Lesarten der Phänomenologie des Geistes, die auf der anthropologischen Sichtweise von Alexandre Kojève aufbauen, sind die griechischen Philosophen des 20. Jahrhunderts über vielerlei Zugangswege mit der Tradition des deutschen Idealismus vertraut. In der vorliegenden Arbeit wird das Wiederaufflammen des Interesses am Übergang von den Thesen Kants zu jenen Hegels anhand der Untersuchung weitgehend analoger Positionen auf dem Boden der erkenntnistheoretischen Problematik heutiger analytischer Philosophie überprüfend nachvollzogen. Insbesondere wird der Verlauf der Rezeption des Werks Mind and World und weiterer, neuerer Arbeiten von John McDowell beschrieben, ebenso aber auch der Interpretation von Texten des deutschen Idealismus, die er unter Bezugnahme auf bis heute andauernde Diskussionen ins Gespräch bringt. Diese Diskussionen ermöglichen die Bearbeitung neuer, allgemeinerer Auseinandersetzungen mit dem philosophischen Erbe der jüngeren Vergangenheit und machen den Weg frei für eine kreative Konvergenz analytischer und kontinentaler philosophischer Methoden.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Η εισβολή της Βέρμαχτ στην Ελλάδα (Απρίλιος–Μάιος 1941)

Η εισβολή της Βέρμαχτ σε ελληνικό έδαφος στο πλαίσιο του Β΄ Παγκοσμίου Πολέμου –και η επακόλουθη ναζιστική κατοχή– αποτελεί τη μεγαλύτερη ρήξη στις παραδοσιακά καλές σχέσεις Ελλάδας και Γερμανίας στη νεότερη ιστορία. Τις σχέσεις αυτές (κυρίως οικονομικές και πολιτιστικές) είχε προσπαθήσει να διατηρήσει το καθεστώς Μεταξά μέχρι τις παραμονές του πολέμου, προκειμένου να αποφύγει μία πολεμική αναμέτρηση με το Τρίτο Ράιχ, χωρίς ωστόσο να τίθεται εν αμφιβόλω η συμπόρευση της χώρας σε επίπεδο εξωτερικής πολιτικής με τη Βρετανία. Η παρέμβαση του Χίτλερ με τις επιχειρήσεις «Μαρίτα» και «Ερμής», την ώρα που πρωταρχικό του μέλημα ήταν η επίθεση στη Σοβιετική Ένωση, είχε σκοπό όχι μόνον να σώσει την τιμή του Άξονα στην Ελλάδα, μετά την ήττα των Ιταλών, αλλά και να ανακόψει τους Βρετανούς που ήθελαν να κρατήσουν υπό τον έλεγχό τους την Κρήτη. Τα στρατηγικά σχέδια της ναζιστικής Γερμανίας επέβαλαν την εξασφάλιση της ευρύτερης περιοχής, πριν την έναρξη της επιχείρησης «Μπαρμπαρόσα». Η εμπλοκή στα Βαλκάνια και ιδιαίτερα στη «Μάχη της Ελλάδας» πολυάριθμων επίλεκτων μονάδων, που κανονικά προορίζονταν για το ανατολικό μέτωπο, και η πέραν του αναμενόμενου σκληρή αντίσταση που συνάντησαν οι γερμανικές δυνάμεις από ελληνικής πλευράς, καθώς και οι απώλειες που είχαν κατά τη «Μάχη των Οχυρών» και στη «Μάχη της Κρήτης», όχι μόνον επέβαλαν την καθυστερημένη έναρξη της γερμανικής επίθεσης κατά της Σοβιετικής Ένωσης, αλλά διατάραξαν το στρατηγικό σχεδιασμό της ναζιστικής ηγεσίας. Η τεκμηρίωση αντλεί στοιχεία από τα επίσημα γερμανικά στρατιωτικά αρχεία, αντίγραφα των οποίων διαθέτει το Κέντρο Ερεύνης της Ιστορίας του Νεωτέρου Ελληνισμού (ΚΕΙΝΕ) της Ακαδημίας Αθηνών, συμπεριλαμβάνοντάς τα στις συλλογές του με την κωδική ονομασία German Seized Records (G.S.R.). Παράλληλα, έχουν ληφθεί υπόψη οι σχετικές δημοσιευμένες πηγές της Διεύθυνσης Ιστορίας Στρατού (ΓΕΣ/ΔΙΣ), διαδικτυακές πρωτογενείς πηγές, καθώς και η εξαντλητική βιβλιογραφία της περιόδου.

Facetten musikalischer deutsch-griechischer Begegnung im Raum der Ionischen Inseln

Sicherlich haben nach allgemeiner Ansicht geographische Nachbarschaft und langjährige politische Bindung an die italienische Halbinsel in hohem Grade zur Herausbildung der kulturellen Dynamik der Ionischen Inseln beigetragen. Doch waren sie seit jeher ein Ort, an dem sich die Wege von Menschen, Ideen und Fertigkeiten kreuzten und die Erfahrungen des Okzidents und des Orients mit den lokalen Gegebenheiten kreativ zusammenfanden. In diesem Zusammenhang hat die Wechselwirkung zwischen den Ionischen Inseln und den zeitweise aus Deutschland herrührenden musikalischen Impulsen bislang keine ausreichende Beachtung gefunden. Der vorliegende Text unternimmt den Versuch einer ersten, überblicksartigen Annäherung an die teils auf direktem Wege, teils über den italienischen Raum entstandenen Verbindungen zwischen dem Musikleben der Ionischen Inseln und jenem des deutschsprachigen Raums. Im Vordergrund stehen dabei besonders die legendären Opernaktivitäten auf Korfu, die 1733 mit einem Werk des sächsischen Komponisten Johann Adolf Hasse ihren Anfang nahmen, ferner das 1902 mit einer italienischsprachigen Aufführung des Wagner’schen Lohengrin neueingeweihte Stadttheater und schließlich Deutschlands Kaiser Wilhelm II., der vor dem Hintergrund seiner alljährlichen Besuche auf der Insel die Oper Kerkyra (Korfu) in Auftrag gab. Darüber hinaus bemerkenswert: die im Verlauf von fast 200 Jahren ununterbrochener Opernaktivität häufige Präsenz melodramatischer Bühnenwerke italienischer Provenienz, die auf Texten von Schiller und Goethe fußten. Dabei tritt mehr als deutlich der Einfluss des deutschen Idealismus und des Wagnerismus zutage, der die auf den Ionischen Inseln gepflegte Musikästhetik bestimmte. Gleichermaßen deutlich wendeten sich seit Ende des 19. Jahrhunderts viele auf den Ionischen Inseln tätige Komponisten, praktizierende Musiker und Lehrer (von denen einige selbst in Deutschland studiert hatten) deutscher Methodik und Praxis zu. Neben alledem besuchten deutschsprachige Reisende die Ionischen Inseln (bzw. ließen sich dort für immer nieder), die ihre eigene Sichtweise auch auf das einzubringen wussten, was im Westen des insular beheimateten Griechentums musikalisch gewachsen war.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Neue Artikel

Ernst Meyer Ernst Meyer (1898–1975) war ein deutscher Althistoriker, der in den 1920er Jahren den ersten der auf vier Bände angelegten Geschichte der griechischen Staatswirtschaft (Ιστορία της ε
Όττο Άντολφ ΈλλισενΟ Όττο Άντολφ Έλλισεν (Otto Adolf Ellissen, 1859–1943) ήταν γερμανός καθηγητής, φιλόλογος, ιστορικός και μεταφραστής ελλην
Paul Herrmann Stefan Paul Herrmann (1905–1958) war ein deutscher Historiker, Lektor und Sachbuchautor, der 1938 eine Bearbeitung des Romans Die Päpstin Johanna (H Πάπισσα Ιωάννα) von Emmanouil R

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.