Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Ένα Βιολογικό Ινστιτούτο στον Πειραιά, 1942-1944
Η δημιουργία ενός ελληνογερμανικού ερευνητικού κέντρου βιολογικών ερευνών κατά την περίοδο του Β’ Παγκοσμίου Πολέμου και εν μέσω της βάρβαρης ναζιστικής κατοχής στο ελληνικό έδαφος αποτελεί μια ασυνήθιστη περίπτωση επιστημονικής συνεργασίας, που διέθετε όμως πιο σύνθετα χαρακτηριστικά. Η παρούσα εργασία, βασισμένη κυρίως σε πρωτογενές, σχεδόν ανεξερεύνητο υλικό, ξετυλίγει μια σχεδόν άγνωστη ιστορία, που ξεπερνά τα όρια της ιστορίας της επιστήμης, περιγράφοντας το πώς η έννοια του πολιτισμού, η πρόοδος της επιστήμης, τα οικονομικά και στρατιωτικά συμφέροντα συμπλέκονται όχι μόνο σε επίπεδο επιχειρηματολογίας, όπου η χρήση των όρων kriegswichtig και kulturwichtig θα αποτελέσει έναν τακτικισμό για τους γερμανούς επιστήμονες, αλλά και σε επίπεδο πρακτικής εφαρμογής. Η ελληνική πλευρά θα οραματιστεί ένα επιστημονικό ίδρυμα, η δημιουργία του όμως θα αποδειχθεί ένα σχεδόν ακατόρθωτο εγχείρημα, φέρνοντας επίσης την επιστημονική κοινότητα της χώρας μπροστά σε πολιτικά, πολιτισμικά και επιστημονικά διλήμματα.
„Im magischen Spiegel“: Griechenland-Darstellungen in der Reiseliteratur der Moderne (Gerhart Hauptmann, Erhart Kästner, Wolfgang Koeppen)
Im 20. Jahrhundert dient Griechenland nach wie vor als zentraler Projektionsraum deutscher Befindlichkeiten. Dabei kommt der Reiseliteratur besondere Bedeutung zu. Der Beitrag zeichnet anhand von drei wesentlichen Stationen – Gerhart Hauptmanns vitalistischem Griechischen Frühling (1908), Erhart Kästners Propagandatext Griechenland. Ein Buch aus dem Kriege (1942) und Wolfgang Koeppens skeptischem Blick auf philhellenische Traditionen in dem Reiseessay Die Erben von Salamis oder Die ernsten Griechen (1962) die Entwicklungslinien des Genres in der Moderne nach und arbeitet heraus, wie die genannten Autoren in ihren Reiseberichten das Verhältnis von griechischer Antike, modernem Griechenland und ihrer wahrnehmungsleitenden Vorprägung ausmitteln. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Missbrauch philhellenischer Ideale im Nationalsozialismus.
Nationale Spaltung und Propaganda: Bilder des deutschen Feindes (1917-1918)
Der vorliegende Artikel präsentiert Aspekte der griechisch-deutschen und der griechisch-britischen Verwicklungen in einer kritischen Periode der griechischen politischen Geschichte. Er versucht, die Wechselwirkung geopolitischer, nationaler und regionaler Faktoren im Bereich der Propaganda während des Ersten Weltkriegs aufzuzeigen. Er untersucht insbesondere die grundlegenden Dimensionen der britischen antideutschen Propaganda in Griechenland im Zeitraum 1917-1918 und konzentriert sich auf eine Reihe von Schriftberichten des britischen Konsulats in Patras sowie auf Analysen der britischen Botschaft. Parallel dazu analysiert er die Haltung eines Teils der lokalen Presse, um den Rahmen aufzuzeigen, in dem die Propagandaschlacht in der griechischen Öffentlichkeit geführt wird. Die Konzentrierung auf die Mikroebene einer wichtigen Stadt des sogenannten alten Griechenlands [Anm. d. Üb.: Bezeichnung für das 1830 unabhängig gewordene Griechenland, das nur einen Teil des heutigen Landes umfasste] erlaubt uns, die Auswirkung verschiedener Repertorien der Propaganda sowie den Prozess der Konstruktion kollektiver (nationaler wie faktiöser) Identitäten zu begreifen.
Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm
Neue Artikel
Konrad Friedrich von Schmidt-Phiseldeck
Konrad Georg Friedrich Elias von Schmidt-Phiseldeck (1770–1832) war ein deutsch-dänischer Politiker und Publizist, der 1827 durch die Veröffentlichung der Sammlung Auswahl neugriechischer VolkΙωάννης Μητσοτάκης
Ο Ιωάννης, επονομαζόμενος συχνά και Γιοχάννες, Κ. Μητσοτάκης (1839-1905) ήταν έλληνας δημοσιογράφος, συγγραφέας, μPanajotis Nassoufis
Promotion und Habilitation Panajotis Nassoufis (1910-;) war von 1937 bis 1944 als Promotionsstudent und als Habilitationsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: MediziniscNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
