Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Die Medizinische Polizei im Griechenland König Ottos. Deutsche Einflüsse auf das griechische öffentliche Gesundheitswesen
Bei der Beschäftigung mit der Thematik kultureller Verflechtungen auf kulturellem bzw. verwaltungstechnischem Gebiet weckt das vom bayerischen Hof König Ottos eingeführte polizeilich strukturierte Verwaltungssystem besonderes Interesse. Als Polizeiwissenschaft, vor allem aber als Verwaltungspraktik, bildete die Polizei insbesondere in der von dem Arzt und Verwaltungsmann Johann Peter Frank entwickelten Weise das Rückgrat des ottonischen Polizeistaats. Im Einzelnen werden die Organisation und das Handeln der Gesundheitspolizei mitsamt ihren Hauptakteuren (Mitglieder des Medicinalcomité, Professoren der Medizinischen Fakultät Athen, leitende Ärzte der einzelnen Provinzen) präsentiert. Ziel ist, die Kontinuität im Verwaltungshandeln des öffentlichen Gesundheitswesens, die in etwa bis in die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen reichte, und ebenso die starke Präsenz der „deutschen“ Medizin und der medizingeographischen Statistik an der Medizinischen Fakultät und im gesundheitlichen Verwaltungswesen aufzuzeigen. Dabei galt es im Auge zu behalten, dass die öffentliche Gesundheit zu König Ottos Zeiten in Wirklichkeit ein Ergebnis vielfältiger Verflechtungen war, zu denen u. a. das „französische“ Element (Neo-Hippokratismus und Physiokratie/Naturbezogenheit) und der Beitrag der „ottomanischen“ Empiriker zu zählen ist.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
Wilhelm Müller und die deutschen Philhellenismen
Der vorliegende Essay unternimmt den Versuch, die Vielgestaltigkeit und teilweise widersprüchlichen Ausdrucksformen des deutschen Philhellenismus zur Zeit des griechischen Unabhängigkeitskrieges anhand des Lebens- und Schaffensweges eines maßgeblichen deutschen „Philhellenen der Feder“ zu beleuchten. Der heute vor allem als Autor der Winterreise bekannte Wilhelm Müller erwarb sich seinen Beinamen als „Griechen-Müller“ sowohl durch seine flammenden Griechenlieder wie durch seine philhellenische Berichterstattung und die Übersetzung neugriechischer Volkslieder. Er partizipierte aber auch am deutschen Byronismus und versuchte sich daran, den poetischen Weltschmerz des britischen Dichters und dessen Tod in Griechenland für seine eigene Feder produktiv zu machen. Die verschiedenen Aspekte von Müllers philhellenischem Denken und Handeln wurden im Rahmen seiner klassisch-philologischen Ausbildung, seiner politischen Sozialisation während der deutschen Befreiungskriege und im Zuge der anschließenden Restaurationszeit, seiner griechisch-italienischen Reiseerfahrungen und seiner romantischen Ansichten über Griechenland, das griechische Volksleben und die griechische Volksliteratur kontextualisiert. In diesem Zusammenhang wurde zum einen Müllers Verbundenheit mit bekannten philhellenischen Denkfiguren wie der Kontinuität der Antike im neugriechischen Volksleben und der Wiedergeburt der griechischen Nation im Kampf um ihre politische Unabhängigkeit, zum anderen deren Transgression im Rahmen von Müllers Byron-Rezeption und seinem konsequenten Eintreten für den Eigenwert der lebendigen Gegenwart aufgezeigt. Am Ende dieser Untersuchung steht eine Betrachtung über Müllers Nachleben in der deutsch-griechischen Erinnerung an den Philhellenismus und dessen Protagonisten, ein bislang noch wenig bearbeiteter Themenkomplex, der der zukünftigen Forschung ein interessantes Arbeitsfeld eröffnet.
Όψεις της αρχαίας ελληνικής τέχνης στον γερμανικό οπτικό πολιτισμό του 19ου και 20ού αιώνα
Τέχνη και αρχιτεκτονική με αναφορές στην κλασική αρχαιότητα μελετώνται ως σημεία του πολιτισμικού συστήματος του φιλελληνισμού, στο πλαίσιο δύο διακριτών ιστορικών περιόδων της νεότερης γερμανικής ιστορίας, κατά τις οποίες γνώρισαν διαφορετική αντιμετώπιση μέσα από νέες νοηματοδοτήσεις. Σκοπός είναι να φανεί ότι ο φιλελληνισμός αποτελεί ρευστό ιδεολογικό φαινόμενο που νοηματοδοτείται από τα σημεία του, αλλά και το αντίστροφο, ότι η τέχνη, ως σημείο του φιλελληνισμού, ερμηνεύεται από την εκάστοτε μορφή του. Η πρώτη υπό μελέτη περίοδος είναι αυτή της βασιλείας του Όθωνα στην Ελλάδα και η δεύτερη εκείνη της ναζιστικής διακυβέρνησης στη Γερμανία, με έμφαση στο διάστημα ανάληψης και πραγματοποίησης των Θερινών Ολυμπιακών Αγώνων στο Βερολίνο. Αντλώντας και στις δύο περιπτώσεις στοιχεία του αρχαίου ελληνικού οπτικού πολιτισμού, οι κυβερνώντες τα χρησιμοποίησαν προς όφελος των επιδιώξεων τους. Επί Όθωνα προωθήθηκε η ζωγραφική του αρχαίου μνημείου, το οποίο απεικονιζόταν, τις περισσότερες φορές, ως κομμάτι της σύγχρονης ζωής στην Ελλάδα, αναδεικνύοντας έτσι το συνεχές του ελληνικού πολιτισμού και τονώνοντας το αίσθημα της εθνικής συνοχής, ενώ η οικοδόμηση αρχαιοπρεπών αρχιτεκτονημάτων στο Μόναχο συνέβαλλε μέσα από πολλαπλούς δρόμους στην ενίσχυση του γοήτρου του Όθωνα, τόσο στα μάτια του λαού του όσο και των μεγάλων δυνάμεων. Από την άλλη, η ναζιστική κυβέρνηση εστίασε περισσότερο στις αρχές της κλασικής τέχνης προσδίδοντάς τους συμβολικό περιεχόμενο με αναφορές στις ιδιάζουσες αξίες της απολυταρχικής ιδεολογίας της. Αρχαία τέχνη και αρχιτεκτονική λειτούργησαν υπέρ της οπτικοποίησης της πολιτισμικής και ιδεολογικής της προπαγάνδας που ασκήθηκε κατά βάση από έντυπα, αφίσες, κινηματογράφο και τηλεόραση.
Neue Artikel
Ilse Rochow
Die Byzantinistin Ilse Rochow (geb. 1934) beteiligte sich 1965 als Übersetzerin an der von Marika Mineemi besorgten Prosaanthologie Das Mädchen mit dem Mond in der Hand. Neugriechische Erzählungen.Χάινριχ Νίκολαους Ούλριχς
Ο Χάινριχ Νίκολαους Ούλριχς (Heinrich Nikolaus Ulrichs, 1807–1843) ήταν γερμανός κλασικός φιλόλογος και αρχαιολόγος που το 183Stamatia Krawczynski
Stamatia Krawczynski (1923–1964), geb. Mitsoura, war eine griechische Philologin, die 1956 an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Franz Dölger mit einer kritischen Edition des mittelgrNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
