Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Η γερμανική πολιτική συμφιλίωσης 2014-2019 και ο ρόλος των ελληνικών μαρτυρικών κοινοτήτων

Η παρούσα μελέτη διερευνά, από τη σκοπιά της πολιτικής επιστήμης, τη γερμανική πολιτική συμφιλίωσης έναντι της Ελλάδας κατά την περίοδο 2014-2019, επισκοπώντας κι εξετάζοντας παράλληλα τη σχετική νεότερη ακαδημαϊκή βιβλιογραφία στο ερευνητικό πεδίο της συμφιλίωσης. Παρουσιάζονται τα ελλείμματα και τα χαρακτηριστικά των διμερών σχέσεων κατά τα τελευταία 70 χρόνια, και περιγράφεται η αλλαγή της γερμανικής πολιτικής που πραγματοποιήθηκε. Αντικείμενο της ανάλυσης καθίστανται επίσης συμβολικές χειρονομίες, όπως η εκφώνηση λόγων σε εκδηλώσεις μνήμης και οι καταθέσεις στεφάνων, αλλά και πρακτικές πρωτοβουλίες, όπως η ίδρυση του Ελληνογερμανικού Ταμείου για το Μέλλον και του Ελληνογερμανικού Ιδρύματος Νεολαίας. Στο επίκεντρο του ενδιαφέροντος δεν βρίσκεται όμως μονάχα η γερμανική πολιτική συμφιλίωσης, αλλά και οι ελληνικές μαρτυρικές πόλεις και τα μαρτυρικά χωριά, ήτοι οι αποδέκτες της εν λόγω πολιτικής. Με αυτόν τον τρόπο φανερώνονται οι δυνατότητες, αλλά και τα όρια των γερμανικών συμβολικών κινήσεων, όσον αφορά στη διαμόρφωση μιας κοινής κουλτούρας μνήμης και στην ολοκλήρωση της διαδικασίας της συμφιλίωσης. Για λόγους οριοθέτησης του αντικειμένου της μελέτης, δεν εξετάστηκαν τα ζητήματα που σχετίζονταν με τις εβραϊκές κοινότητες της Ελλάδας και τις αποζημιώσεις. Κατά τα λοιπά, το άρθρο επιχειρεί να συμβάλλει στη μελέτη μιας διαδικασίας προσέγγισης που αναμένονταν εδώ και πολύ καιρό. Η επιτυχής περαίωση της διαδικασίας αυτής εξαρτάται από το ενδιαφέρον και την αποφασιστικότητα που θα επιδείξουν οι διάφοροι δρώντες και από τις δύο χώρες. Σε κάθε περίπτωση συνιστά σίγουρα ένα κομβικό σημείο των ελληνογερμανικών διασταυρώσεων.

Μετάφραση από τα γερμανικά: Άκης Παραφέλας

„Die Missgunst ist eine schwierige Kunst“: ein Rückblick auf die Vergangenheit der deutsch-griechischen Verflechtungen im imaginären Athen des Jahres 2015

„Warum wollen Sie denn ständig in dieses Land kommen, Sie, die Tobias und Thomas und Tonis“, fragt auf einer Bank sitzend der „Meister“ in Dimitris Eleftherakis‘ Roman (Die schwierige Kunst, 2015) immer wieder, „in dem verdreckten Sträßchen zwischen dem Museum und dem Polytechnikum“, im Athen des Jahres 2015 mit „diesen klassischen, veredelten Fassaden der Theophil Hansens, der Ludwig Langes und der Ernst Zillers, ja der Leo von Klenzes“. Der Ausgangspunkt für diese erzählerische Entfaltung einer Krise der Erinnerung und der Herkunft ist das gestörte Bild einer neoklassizistischen Fassade: ein Graffito im März 2015 an der Wand des Polytechnikums, einem für das neugriechische kollektive Gedächtnis in mehrfacher Hinsicht wichtigen Ort. Bei dem Versuch, „Griechenland als schwierige Kunst“ (oder sogar als schwieriges Erbe) zu deuten (vielleicht auch zu entschuldigen), bietet der Meister mit „Blick in den Spiegel“ widersprüchliche Erklärungen und versucht, die Verwirrung zu überwinden, die „diese hellenisierten Namen“ auf den Straßenschildern bei ihm hervorrufen. Unter anderem spricht er auch mit der Stimme von Alexander Soutsos gegen die Bayernherrschaft. Der Essay versucht, diese Erinnerung an ein bestimmtes kulturelles Archiv der deutsch-griechischen Verflechtungen anhand von textlichen und baulichen Denkmälern nachzuzeichnen und zu interpretieren.

Carl Diem und die Griechen : „Der deutsche Geist hat hineingestrahlt in das Chaos der Ruinen des Altertums“

Der deutsche Sportfunktionär und Publizist Carl Diem kam 1906 zum ersten Mal nach Griechenland. Als Teilnehmer der Olympischen Zwischenspiele in Athen konnte er ein durchaus positives Bild vom modernen neugriechischen Staat und seinen Bürgern gewinnen. Seine Leidenschaft galt allerdings dem antiken Griechenland und ganz im Sinne des französischen „Vaters der modernen Olympischen Spiele“, Baron Pierre de Coubertin, war er bestrebt, einen engen Bezug zwischen den Olympischen Spielen des Altertums und der Neuzeit herzustellen. Um dieses Anliegen professionell durchführen zu können, stand ihm spätestens seit 1934 ein großer Beraterstab zur Verfügung. Dazu gehörten insbesondere deutsche und griechische Altertumswissenschaftler, Archäologen und Architekten, Sportspezialisten und Politiker. Auf geschickte Weise nutzte Diem dieses große Netzwerk und profitierte von den zahlreichen Kontakten, die vor, während und nach dem Krieg Bestand haben und den Grundstein seiner späteren Karriere bilden sollten. Der Artikel gibt Einblick in Diems Verhältnis zu Griechenland, seine Vorbereitungen und Leistungen anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin sowie seine Beziehungen zur damaligen deutsch-griechischen Kultur- und Intellektuellenszene in Athen.

Neue Artikel

Matoula KonstantopoulouPromotion Matoula Konstantopoulou (1912-;) war von 1931 bis 1939 als Promotionsstudentin an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Philosophische Fakultät Hauptfach: Erziehungsw
Inge Ecker…
August Theodor PeuckerAugust Theodor Peucker (geb. 1807, gest. nach 1877) war ein deutscher Philologe und Fremdsprachenlehrer, der an der Universität Breslau als Lektor für neugriechische Sprache und Literatur tätig war

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.