Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Η ενθρόνιση ως λογοτεχνικό γεγονός: Το δραματικό ποίημα Παρελθόν και Μέλλον του Νέπομουκ φον Πόισλ (Nepomuk von Poißl) και η αντίδραση του Λούντβιχ Μπέρνε (Ludwig Börne)

Η ενθρόνιση του Όθωνα συζητείται εδώ με βάση δύο κείμενα: το εξιδανικευτικό αλληγορικό θεατρικό έργο του Νέπομουκ φον Πόισλ (Nepomuk von Poißl) Παρελθόν και Μέλλον και τη σαρκαστική κριτική του Λούντβιχ Μπέρνε (Ludwig Börne) στις Επιστολές από το Παρίσι. Στον Πόισλ η ενθρόνιση παρουσιάζεται ως η αποκορύφωση του  φιλελληνισμού του βασιλιά της Βαυαρίας, ως προσφορά βοήθειας προς έναν λαό ο οποίος χάρη στο ένδοξο παρελθόν του, αλλά επειδή διατήρησε τη χριστιανική του πίστη, κρίθηκε άξιος μιας τέτοιας βοήθειας. Ο Όθωνας παρουσιάζεται ως σωτήρας, ενώ παράλληλα διαδραματίζεται επί σκηνής η αποκατάσταση λαού και τοπίου. Ο Μπέρνε σχολιάζει με καυστικό σαρκασμό τα λυρικά ξεσπάσματα του Πόισλ και εξαγγέλλει σ’ ένα γκροτέσκο όραμα το τέλος του «βαυαρο-ρωσο-αγγλο-γαλλο-ελληνικού κράτους». Η ένταξη της συγκεκριμένης κριτικής του Μπέρνε στα ευρύτερα συμφραζόμενα του έργου του προβάλλει το ιδεολογικό του πρόσημο και εφιστά την προσοχή στις σοβαρές αιτιάσεις που κρύβονται πίσω από τα σαρκαστικά αυτά σχόλια. Καθίσταται έτσι σαφές ότι ο Μπέρνε δράττεται αυτής της ευκαιρίας όχι μόνο για να εκφράσει τον σκεπτικισμό του απέναντι στον ενθουσιασμό του βασιλιά της Βαυαρίας για την Ελλάδα, αλλά και την απογοήτευση του φιλελεύθερου διανοούμενου για την εγκαθίδρυση ενός βαυαρικού βασιλείου στην Ελλάδα, την οποία αντιλαμβάνεται ως την επιβολή των συμφερόντων των μεγάλων δυνάμεων της Ευρώπης και της παλινορθωτικής τους ατζέντας.

Μετάφραση από τα Γερμανικά: Αντώνης Οικονόμου

König Otto von Griechenland und die Protokolle des Regentschaftsrats (1833-1835)

Die Protokolle des Regentschaftsrats für König Otto von Griechenland (1815-1867, reg. 1832-1862) sind Gegenstand eines umfassenden Forschungs- und Editionsvorhabens der Kommission für bayerische Geschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. Der erst vor kurzem in sekundärer Überlieferungsform als digitale Kopie des in Athen lagernden Originals in das Bayerische Hauptstaatsarchiv übernommene Bestand gibt für die Jahre von 1833 bis 1835 einen intimen Einblick in das Regierungs- und Verwaltungshandeln der frühen „Bavarokratie“ im neugegründeten griechischen Königreich. Der Bestand eröffnet vertiefende Einsichten in die historischen Mechanismen von Governance, Expertenherrschaft und State Building im Mittelmeerraum des 19. Jahrhunderts. Das Projekt versteht sich außerdem als fundamentaler Beitrag zur Geschichte der deutsch-griechischen Beziehungen der Neuzeit.

Struktur und Akteur in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen 1871–1941

Strukturelle Faktoren wie die Auflösung des Habsburgerreichs und der Zusammenbruch des Osmanischen Reiches spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen und führten dazu, dass diese nicht mehr dem Primat des deutschen Interesses am Osmanischen Reich unterworfen waren. Besonders wichtig waren die Einbeziehung Mazedoniens und Thrakiens in den griechischen Staat und die Weltwirtschaftskrise. Dazu kamen politische Faktoren wie der zunehmende Revisionismus im Europäischen und Mittelmeer-Raum in Folge der Machtergreifung Hitlers, die die Abhängigkeit Griechenlands von deutschen Rüstungstechnologien erhöhten und eine krisenhafte politische Entwicklung mit sich brachten. Erst nach der Errichtung der Diktatur von Metaxas erlebte Griechenland eine erhebliche Stabilisierung. Diese basierte in großem Maß auf dem Handel mit Deutschland. So waren es auch weder grundlegende Meinungsverschiedenheiten mit Griechenland noch Ansprüche auf griechische Gebiete, die Hitler dazu brachten, seine Politik „Ruhe auf dem Balkan“ aufzugeben und Griechenland zu besetzen, wohl aber Mussolinis Ultimatum.

Neue Artikel

Hans Müller Hans Müller (1854-1897) war ein deutscher Philologe, Griechenland-Reisender und Übersetzer griechischer Literatur. Müllers biographischer Hintergrund liegt heute weitgehend im Dunkeln und l
Hans EideneierHans Eideneier (geb. 1937) ist ein deutscher Byzantinist, Neogräzist sowie Übersetzer mittel- und neugriechischer Literatur ins Deutsche. Er ist verheiratet mit der Verlegerin und Literaturübersetz
U. KunstmannU. Kunstmann (Lebensdaten unbekannt) trat in den 1970er Jahren mit Übersetzungen griechischer Natur- und Reiseführer von Jorgos Sfikas beim Athener Efstathiadis-Verlag in Erscheinung.

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.