Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Οικονομική κρίση και ελληνογερμανικές σχέσεις: Πώς άλλαξε η εικόνα της Γερμανίας στον ελληνικό τύπο μετά το 2010

Η αφήγηση της μακρο-διαδικασίας της παρουσίασης της Γερμανίας στον ελληνικό τύπο μετά το 2010 και την έναρξη της οικονομικής κρίσης στην Ελλάδα εστιάζει με βάση τα εργαλεία της Κριτικής Ανάλυσης Λόγου [Critical Discourse Analysis] και της Γλωσσολογίας των Σωμάτων Κειμένων [Corpus Linguistics] στη διαφορετική, σε σχέση με τα πρώτα χρόνια του 21ου αιώνα, εικόνα της Γερμανίας στις ελληνικές εφημερίδες, ως αποτέλεσμα του ρόλου της Γερμανίας στην αντιμετώπιση της ελληνικής κρίσης. Οι ελληνικές εφημερίδες μεταστράφηκαν ως προς τον τρόπο παρουσίασης του ισχυρότερου πυλώνα της Ευρωπαϊκής Ένωσης, της Γερμανίας και από τη θετική εικόνα μιας χώρας που προωθεί την ευρωπαϊκή ολοκλήρωση οδηγήθηκαν στην αρνητική αναφορά στη Γερμανία και στην περιγραφή της ως μιας χώρας η οποία θέλει να υποτάξει την Ευρώπη και αντλεί τα κίνητρα των πολιτικών της αποφάσεων από το Δεύτερο Παγκόσμιο Πόλεμο. Η δημιουργία αυτής της εικόνας έγινε με συγκεκριμένες γλωσσικές στρατηγικές, των οποίων ο στόχος είναι η αναπαραγωγή ιδεολογιών και ο επηρεασμός του αναγνώστη. Έτσι, δημιουργείται μια διαλεκτική σχέση ανάμεσα στον Λόγο [discourse] και το κοινωνικό και πολιτικό του περικείμενο, με αποτέλεσμα η εν λόγω εικόνα της Γερμανίας να επηρεάσει καθοριστικά τις σχέσεις και το κλίμα μεταξύ των δύο χωρών και λαών.

Architektur und Politik: die Rolle des Architekten Ioannis Despotopoulos (Jan Despo) bei der Vertiefung der deutsch-griechischen Beziehungen in den 1960er Jahren

Der Essay untersucht anhand von drei Beispielen den Beitrag des Architekten Ioannis Despotopoulos zur Vertiefung der deutsch-griechischen Beziehungen in den 1960er Jahren. Diese sind: Seine Vermittlung zur Einladung des deutschen Stadtplaners Werner Hebebrand nach Griechenland zur Erstellung des Regulierungsplans für den Großraum Athen 1960-1962, sein Vortrag mit dem Titel „Die ideologische Prägung der Städte“ in der Akademie der Künste Berlin West im Jahr 1966 und die Realisierung der ordentlichen Mitgliederversammlung der Akademie der Künste Berlin West 1967 in Athen. Diese Beispiele verdeutlichen, wie Despo durch seine Mikrogeschichte optimale Bedingungen für einen bilateralen und gegenseitigen Austausch zwischen den Architektengemeinschaften der beiden Länder schaffen konnte.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas

Philhellenismen der Wiener Moderne

Elisabeth von Österreich und ihr Vorleser Christomanos vertreten im Wien der 1890er Jahre einen schwärmerischen Philhellenismus, der romantische Vorgaben mit einem Subjektivismus der Stimmung verbindet und sich ausdrücklich auch auf die Gegenwart des Landes und der Landschaft bezieht. Im Wiener Feuilleton herrscht dagegen eine einseitige Verehrung des antiken Griechentums vor, das den gebildeten Wienern um 1900 zum großen Teil noch durch gymnasialen Sprachunterricht nahegebracht wurde. In der produktiven Aneignung setzen sie originelle Akzente: von der Funktionalisierung des Mythos für die Traumdeutung (Freud) über das identifikatorische Interesse an der sokratischen Aufklärung (Gomperz) oder die These von der Hysterie der Griechen (Bahr) bis zur mystischen Überhöhung des Opferrituals in der Archaik oder asiatischen Kulten (Hofmannsthal, Beer-Hofmann). Während der junge Kokoschka diese Vision einer barbarischen Katharsis aufgreift und übersteigert, distanziert sich Ehrenstein vom mythischen Ernst einer mit Bildungsansprüchen verbundenen Antike zugunsten eines erotisch-entspannten Griechentums, das in den 1920er Jahren auch ein Komödienplan Hofmannsthals aufgreift.

 

Neue Artikel

Ελεάνα Μπουντούρη
Χάϊντς Τσεχόβσκι
Panajotis GrigoriadisPromotion Panajotis Grigoriadis (1909-;) war von 1937 bis 1940 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat von Homère Pisani). Fakultät: Medizinische Fakultät

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.