Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Philhellenismus im Zeichen der Finanzkrise 2008
Der Philhellenismus stricto sensu, als Bewegung zur Unterstützung des griechischen Befreiungskampfes gegen die Osmanen, ist nur als eine Variante eines transepochalen Phänomens zu betrachten, das von der Antike bis zur Gegenwart reicht, und dessen wesentliches Merkmal die Idealisierung Griechenlands (hauptsächlich, doch nicht unbedingt, des antiken) ist. Insofern können auch Grass’ Gedicht Europas Schande oder Grünbeins Gedicht Auf der Akropolis als philhellenisch gelten, so wie der bewunderungsvolle Blick der italienischen alternativen Linken auf SYRIZA, in der sie die anderswo verlorengegangene Authentizität des politischen Engagements gesehen hat. Allen diesen Texten bzw. Positionierungen ist die Unfähigkeit oder gar das Desinteresse gemein, sich mit dem realen Griechenland auseinanderzusetzen, das in einer mehr oder weniger expliziten Weise als Produkt des Verfalls eines antiken oder klassischen, auf jeden Fall mythologisierten Perfektionsideals verurteilt wird – wie es selbst bei einer so realistisch versierten Autorin wie Wolf in ihrem literarischen Kassandra-Projekt überraschenderweise der Fall ist.
Johann Friedrich Julius Schmidt, Διευθυντής του Αστεροσκοπείου Αθηνών (1858-1884)
Αν επιχειρήσουμε μια αξιολόγηση του έργου του Schmidt, μπορούμε να υποστηρίξουμε ότι ήταν ένας ακούραστος παρατηρητής του ουρανού και της φύσης γενικότερα, ο οποίος είχε ως σκοπό να συσσωρεύσει τεράστιες ποσότητες δεδομένων και παρατηρήσεων, και όχι να βελτιώσει τη μεθοδολογία και τις τεχνικές παρατήρησης. Πολλές από τις πολυάριθμες δημοσιευμένες εργασίες του ήταν στην πραγματικότητα σύντομες παρατηρήσεις. Δεν απέκτησε ποτέ επαφή με τη σύγχρονη Φυσική Αστρονομία (τώρα ονομάζεται Αστροφυσική), αφ‘ ενός μεν λόγω της απομόνωσής του σε μια μικρή χώρα μακριά από τα μεγάλα κέντρα επιστημονικής έρευνας εκείνης της εποχής, και αφ‘ ετέρου λόγω της έλλειψης τυπικής εκπαίδευσης στη Φυσική. Δεν έκανε πολλά για να βελτιώσει την οργάνωση και τον εξοπλισμό του Αστεροσκοπείου Αθηνών ή να διδάξει και να εμπνεύσει άλλους προκειμένου να γίνουν οι διάδοχοί του. Ίσως ο κύριος λόγος γι‘ αυτό ήταν το γεγονός ότι δεν έμαθε ποτέ καλά τα ελληνικά, και έτσι η επικοινωνία του με την τοπική επιστημονική κοινότητα ήταν μάλλον περιορισμένη. Ακόμα και ο συνεργάτης και βοηθός του, καθηγητής Δημήτριος Κοκκίδης, ο οποίος είχε σπουδάσει στη Γερμανία, δεν επωφελήθηκε αρκετά από την εμπειρία του. Αυτό μπορεί να συναχθεί από τη μικρή δραστηριότητα του Κοκκίδη, όταν ανέλαβε το αστεροσκοπείο ως προσωρινός διευθυντής μετά τον θάνατο του Schmidt. Όμως, το έργο του θεμελίωσε την Αστρονομία, τη Μετεωρολογία, τη Σεισμολογία, τη Γεωγραφία και την Ηφαιστειολογία στην Ελλάδα, παρόλη την καθυστέρηση που παρουσίασε η περαιτέρω ανάπτυξη αυτών των επιστημονικών κλάδων. Όσον αφορά στην ιστορία της αστρονομίας, ο Schmidt κατέχει σημαντική θέση: Υπάρχουν κρατήρες που φέρουν το όνομά του στη Σελήνη και τον Άρη, και επίσης ένας κρατήρας στη Σελήνη ονομάστηκε Σίνας, για να θυμίζει την ιστορία που παρουσιάζουμε εν συντομία στο λήμμα αυτό.
Philhellenismus in Sachsen, 1821-1828
Damit lässt sich die eingangs gestellte Frage nach den Verbindungen zwischen Philhellenismus und bürgerlich-liberaler Bewegung in Sachsen so beantworten, dass diese offenbar nur eine marginale Rolle gespielt haben. Zugleich erweisen sich die innenpolitischen Auswirkungen des Philhellenismus in Sachsen insgesamt als eher gering. Hier bestehen einerseits Unterschiede zu Südwestdeutschland und den von Christoph Hauser betonten philhellenischen Impulsen für den Aufbau bürgerlicher Organisationen, andererseits auch zu Bayern mit dem von Ludwig Spaenle beschriebenen Staatsphilhellenismus unter König Ludwig I. Dagegen sind gewisse Parallelen zu Preußen erkennbar (wie die institutionelle Schwäche des liberalen Bürgertums, das frühe Eingreifen der Regierung im Sommer 1821 und die offiziell geduldete Spendenbewegung ab 1826). Für einen abschließenden Vergleich Sachsens mit anderen deutschen Staaten ist es aber noch zu früh, denn dazu muss erst einmal die Forschungslage zum sächsischen Philhellenismus deutlich verbessert werden, wozu abschließend nur eingeladen werden kann.
Neue Artikel
Jorgos Busianis
Jorgos Busianis (1883–1959) war ein moderner Maler, der hauptsächlich in Griechenland und Deutschland wirkte. Er lebte und arbeitete in Athen, Berlin, München und Paris und prägte die griechischeLeon Pisani
Promotion Leon Pisani (1908-;) war von 1926 bis 1927 und von 1929 bis 1930 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche FakultEmanuel Geibel
Franz Emanuel August Geibel (1815–1882) war ein deutscher Lyriker und Übersetzer, dessen poetisches Frühwerk entscheidend durch einen Aufenthalt in der griechischen Hauptstadt Athen während dNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
