Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Unbewältigte Trauer: Griechische Intellektuelle der 1910er Jahre mit deutschem Studienhintergrund

Anlass zu diesem Essay geben zwei Problemfelder, die eine Generation griechischer Intellektueller mit deutschem universitären Hintergrund und zugleich wichtigen Rollen im politischen, akademischen und sozialen Leben Griechenlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigten: die Ausformung ihrer persönlichen Identität und die daraus resultierende Konfrontation persönlicher und politischer Dilemmata. Ihre Verehrung für deutsche Bildung und deutsche Kultur allgemein benachteiligte sie in ihrem Bemühen, aus der politischen Geschichte ihrer Zeit und insbesondere aus den zwei Weltkriegen hervorgegangene Herausforderungen zu verarbeiten. Die Schwierigkeit, sich mit einem widersprüchlichen Deutschlandbild zurechtzufinden, ließ sie in einen meist unabgeschlossenen Prozess der Trauer geraten. Das Phänomen wird in diesem Aufsatz vornehmlich in Bezug auf die Haltung griechischer Intellektueller während des Ersten Weltkrieges narrativiert, die in Deutschland studiert hatten. Zur Erleichterung des Verständnisses der historischen Zusammenhänge werden die Konturen dieser Zusammenhänge mit entsprechenden Informationen nachgezeichnet. These ist hier, dass die unvollständige Verarbeitung widersprüchlicher Gefühle zu einem Spektrum möglicher Herangehensweisen an Probleme persönlicher und politischer Identität führte, das sich meist als eindeutig unzureichend erwies. Dazu kam es hauptsächlich aufgrund einer unbewältigten Trauer über den Verlust eines kohärent positiven Deutschlandbildes.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Η εισβολή της Βέρμαχτ στην Ελλάδα (Απρίλιος–Μάιος 1941)

Η εισβολή της Βέρμαχτ σε ελληνικό έδαφος στο πλαίσιο του Β΄ Παγκοσμίου Πολέμου –και η επακόλουθη ναζιστική κατοχή– αποτελεί τη μεγαλύτερη ρήξη στις παραδοσιακά καλές σχέσεις Ελλάδας και Γερμανίας στη νεότερη ιστορία. Τις σχέσεις αυτές (κυρίως οικονομικές και πολιτιστικές) είχε προσπαθήσει να διατηρήσει το καθεστώς Μεταξά μέχρι τις παραμονές του πολέμου, προκειμένου να αποφύγει μία πολεμική αναμέτρηση με το Τρίτο Ράιχ, χωρίς ωστόσο να τίθεται εν αμφιβόλω η συμπόρευση της χώρας σε επίπεδο εξωτερικής πολιτικής με τη Βρετανία. Η παρέμβαση του Χίτλερ με τις επιχειρήσεις «Μαρίτα» και «Ερμής», την ώρα που πρωταρχικό του μέλημα ήταν η επίθεση στη Σοβιετική Ένωση, είχε σκοπό όχι μόνον να σώσει την τιμή του Άξονα στην Ελλάδα, μετά την ήττα των Ιταλών, αλλά και να ανακόψει τους Βρετανούς που ήθελαν να κρατήσουν υπό τον έλεγχό τους την Κρήτη. Τα στρατηγικά σχέδια της ναζιστικής Γερμανίας επέβαλαν την εξασφάλιση της ευρύτερης περιοχής, πριν την έναρξη της επιχείρησης «Μπαρμπαρόσα». Η εμπλοκή στα Βαλκάνια και ιδιαίτερα στη «Μάχη της Ελλάδας» πολυάριθμων επίλεκτων μονάδων, που κανονικά προορίζονταν για το ανατολικό μέτωπο, και η πέραν του αναμενόμενου σκληρή αντίσταση που συνάντησαν οι γερμανικές δυνάμεις από ελληνικής πλευράς, καθώς και οι απώλειες που είχαν κατά τη «Μάχη των Οχυρών» και στη «Μάχη της Κρήτης», όχι μόνον επέβαλαν την καθυστερημένη έναρξη της γερμανικής επίθεσης κατά της Σοβιετικής Ένωσης, αλλά διατάραξαν το στρατηγικό σχεδιασμό της ναζιστικής ηγεσίας. Η τεκμηρίωση αντλεί στοιχεία από τα επίσημα γερμανικά στρατιωτικά αρχεία, αντίγραφα των οποίων διαθέτει το Κέντρο Ερεύνης της Ιστορίας του Νεωτέρου Ελληνισμού (ΚΕΙΝΕ) της Ακαδημίας Αθηνών, συμπεριλαμβάνοντάς τα στις συλλογές του με την κωδική ονομασία German Seized Records (G.S.R.). Παράλληλα, έχουν ληφθεί υπόψη οι σχετικές δημοσιευμένες πηγές της Διεύθυνσης Ιστορίας Στρατού (ΓΕΣ/ΔΙΣ), διαδικτυακές πρωτογενείς πηγές, καθώς και η εξαντλητική βιβλιογραφία της περιόδου.

Carl Diem und die Griechen : „Der deutsche Geist hat hineingestrahlt in das Chaos der Ruinen des Altertums“

Der deutsche Sportfunktionär und Publizist Carl Diem kam 1906 zum ersten Mal nach Griechenland. Als Teilnehmer der Olympischen Zwischenspiele in Athen konnte er ein durchaus positives Bild vom modernen neugriechischen Staat und seinen Bürgern gewinnen. Seine Leidenschaft galt allerdings dem antiken Griechenland und ganz im Sinne des französischen „Vaters der modernen Olympischen Spiele“, Baron Pierre de Coubertin, war er bestrebt, einen engen Bezug zwischen den Olympischen Spielen des Altertums und der Neuzeit herzustellen. Um dieses Anliegen professionell durchführen zu können, stand ihm spätestens seit 1934 ein großer Beraterstab zur Verfügung. Dazu gehörten insbesondere deutsche und griechische Altertumswissenschaftler, Archäologen und Architekten, Sportspezialisten und Politiker. Auf geschickte Weise nutzte Diem dieses große Netzwerk und profitierte von den zahlreichen Kontakten, die vor, während und nach dem Krieg Bestand haben und den Grundstein seiner späteren Karriere bilden sollten. Der Artikel gibt Einblick in Diems Verhältnis zu Griechenland, seine Vorbereitungen und Leistungen anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin sowie seine Beziehungen zur damaligen deutsch-griechischen Kultur- und Intellektuellenszene in Athen.

Neue Artikel

Daniel SandersDaniel Sanders (1819–1897) war ein deutscher Sprachforscher und Lexikograph jüdischer Herkunft, der über Jahrzehnte hinweg eine wichtige Rolle als Vermittler der neugriechischen Literatur und Spra
Αλεξάντερ Κλάρους ΧάιντσεΟ Αλεξάντερ Κλάρους Χάιντσε (Alexander Clarus Heinze, 1806–1856) ήταν γερμανός στρατιωτικός και πολιτικός, ο οποίος υπηρέτηÏ
Niki EideneierNiki Eideneier, geb. Anastassiadi (geb. 1940) ist eine deutsch-griechische Neogräzistin und Literaturübersetzerin, die sich als langjährige Leiterin des Kölner Romiosini Verlages (1982–2014) bes

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.