Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Die deutsche technologische Überlegenheit in Griechenland, 1900–1940: Praxis und Vorstellungen

Die deutsche Industrie begann vom Ende des 19. Jahrhunderts an den griechischen Markt für Industrieausstattung und chemische Produkte zu durchdringen. In dem Essay untersuche ich, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen die deutsche Technologie auf diesem Markt die beherrschende Stellung erlangt hat. Die Art des Austauschs zwischen beiden Ländern formte im Übrigen auch die gegenseitige Wahrnehmung der Beteiligten auf beiden Seiten.

Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm

Deutsch-griechische Verbindungen von Architekten und Stadtplanern beim Wiederaufbau in der Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begannen Griechenland und die Bundesrepublik Deutschland in den frühen 1950er Jahren, sich wieder anzunähern. Von besonderem Interesse ist das deutsch-griechische Netzwerk von Architekten, das sich in dieser Zeit entwickelte. Dieser Essay unternimmt den Versuch, Schlüsselfiguren und Mikrogeschichten dieses für den griechischen und deutschen Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg charakteristischen Netzwerks hervorzuheben. Die Kontakte griechischer Architekten und Stadtplaner wie Ioannis Despotopoulos, Konstantinos Doxiadis oder Prokopis Vassiliadis mit deutschen Kollegen wie Werner Hebebrand (Professor und Oberbaudirektor in Hamburg) und Franz Joseph „Sep“ Ruf (Architekturprofessor, Präsident der Akademie der Bildenden Künste in München und persönlicher Freund von Ludwig Erhard), bildeten ein in der einschlägigen Forschung eher unbekanntes Beziehungs- und Aktionsnetzwerk, dessen angestrebte Ideen und Pläne jedoch weitgehend nicht realisiert wurden. Wir versuchen, dieses komplexe Netzwerk zu verstehen und zu entwirren, indem wir vor allem die Aktivitäten und Kontakte von Ioannis Despotopoulos verfolgen, dessen langjährige Bemühungen und Verbindungen während seines Aufenthaltes in Schweden in den 1950er Jahren Früchte trugen. 1959 gewann er den ersten Preis im Wettbewerb für das Athener Kulturzentrum, 1960 wurde er zum Professor an der Akademie der Bildenden Künste München ernannt und kehrte 1961 als Professor an die Nationale Technische Universität Athen zurück. Darüber hinaus wurde er 1964 zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin West gewählt und war damit eines ihrer ersten ausländischen Mitglieder. Im April 1967 fand ein Symposium der Abteilung Baukunst der Akademie der Künste Berlin West in Athen statt und zwar auf Vorschlag von Despotopoulos, der auch die gesamte Organisation übernahm. Der Eröffnungsvortrag mit dem Titel Die Herkunft der Kunst und die Bestimmung des Denkens wurde vom renommierten Philosophen und Mitglied der Akademie der Künste von Berlin West (Abteilung Literatur) Martin Heidegger gehalten. In den dortigen Sitzungen befassten sich die Architekten der Akademie der Künste Berlin West mit unterschiedlichen Themen wie der städtebaulichen Entwicklung Athens, Fragen der architektonischen Gestaltung von Hochschulen sowie Grundsatzfragen der Baukunst. Diese Debatten waren Teil der Dynamik und des allgemeinen kreativen Klimas des Wiederaufbaus der Nachkriegszeit, welche wenige Tage später durch das Regime der Obristen gewaltsam unterbrochen wurde.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas

Ελληνογερμανικές πολιτιστικές σχέσεις στη διάρκεια της δικτατορίας των συνταγματαρχών (1967–1974)

Η εξέλιξη των ελληνογερμανικών πολιτιστικών σχέσεων επί Χούντας επηρεάστηκε από ποικίλους παράγοντες. Ιδιαίτερα επιβάρυναν τις σχέσεις αυτές η προσπάθεια της Χούντας να θέσει υπό τον έλεγχό της τους έλληνες απόδημους σε συνδυασμό με διάφορα άλλα γεγονότα. Στους επιμέρους τομείς αυτών των σχέσεων οι εξελίξεις διαφοροποιούνται. Το Ινστιτούτο Γκαίτε, ως στυλοβάτης της δυτικογερμανικής πολιτιστικής πολιτικής, ανέπτυξε δράσεις, οι οποίες δεν απέβλεπαν μόνο στην ενίσχυση της γερμανικής πολιτιστικής παρουσίας αλλά και στη διάδοση της δημοκρατικής ιδεολογίας στην Ελλάδα. Αντίθετα, οι ελληνογερμανικές πολιτιστικές σχέσεις σε αρχαιολογικό επίπεδο χαρακτηρίζονται από την αδιατάρακτη και αρμονική συνεργασία μεταξύ Ελληνικής Αρχαιολογικής Υπηρεσίας και Γερμανικού Αρχαιολογικού Ινστιτούτου, καθώς και από τις μεμονωμένες διώξεις (παύσεις, αποκλεισμούς και μεταθέσεις) δημοκρατικών ελλήνων αρχαιολόγων. Και τα δύο αυτά χαρακτηριστικά ανάγονται στη συντηρητική πολιτική ιδεολογία των προϊσταμένων των δύο υπηρεσιών. Οι ελληνόφωνες εκπομπές Μονάχου και Κολωνίας, ως μέσα πολιτικής ενημέρωσης των εγχώριων και απόδημων Ελλήνων, υιοθέτησαν αρνητική στάση έναντι των συνταγματαρχών. Το καθεστώς προσπάθησε με διαβήματα και παρασκηνιακές ενέργειες να ακυρώσει ή να «διορθώσει» το περιεχόμενο των δύο εκπομπών, αλλά οι προσπάθειές του είχαν περιορισμένη επιτυχία. Η εξέλιξη του περιοδικού των ελληνογερμανικών εταιρειών Hellenika απεικονίζει τη σχέση των εταιρειών με τη Χούντα. Το περιοδικό ασκούσε έντονη κριτική σ’ αυτή έως το 1972, οπότε αποφασίστηκε η συντηρητική αναδόμηση του περιεχομένου του. Η πολιτική του καθεστώτος έναντι των ελληνικών σχολείων της ΟΔΓ απέβλεπε στον απόλυτο ιδεολογικό έλεγχο της εκπαίδευσης των αποδήμων, ενώ τα λεγόμενα «ενημερωτικά» ταξίδια δυτικογερμανών συντηρητικών βουλευτών και δημοσιογράφων στην Ελλάδα, με πλήρη κάλυψη των εξόδων από τη Χούντα, απέβλεπαν στη διαφήμιση και προβολή του καθεστώτος. Από αυτά διέφεραν ριζικά τα αυθεντικά ενημερωτικά ταξίδια σοσιαλδημοκρατών βουλευτών που άσκησαν σκληρή κριτική στο καθεστώς των Αθηνών.

Neue Artikel

Alexander Steinmetz Alexander Steinmetz (1879–1973) war ein deutsch-griechischer Kultur-, Literatur- und Sprachvermittler, Neogräzist und Übersetzer. Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Zeitz un
August Wagner August Wagner (Wirkungszeit um 1900) war ein klassischer Philologe und Gymnasiallehrer in Passau, der 1895 eine mehrmonatige Reise durch Griechenland unternahm und 1896 nebst seinen Reisebeschreib
Πάουλ Βινς Ο Πάουλ Βινς (Paul Wiens, 1922–1982) ήταν Γερμανός συγγραφέας, συντάκτης και μεταφραστής, ο οποίος το 1961 δημοσίευσε υπ

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.