Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Griechisch-deutsche Chorbeziehungen (1980-2021)
Das Gesamtthema „Griechisch-deutsche Chorbeziehungen“ lässt sich in zwei Einzelkategorien unterteilen: zum einen die Kategorie „Griechische Chöre in Deutschland bzw. deutsche Chöre in Griechenland“, zum anderen – unabhängig von aller Migrationsthematik – den Themenbereich „Gegenseitige Kommunikation, gegenseitiger Austausch und gemeinsame Programmvorhaben griechischer und deutscher Chöre“. Ziel dieses Essays ist, griechisch-deutsche Chöre von ihrer Gründung an bis zum Jahr 2021 zu erfassen, zu beschreiben, auf sie aufmerksam zu machen, die griechisch-deutschen Austauschaktivitäten und deren Bedeutung für das Chorleben beider Länder ins Licht zu rücken und damit die Schaffung eines Kommunikationsnetzes im Dienste des Ausbaus griechisch-deutscher Chorbeziehungen zu unterstützen.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
Die Rezeption von Käthe Kollwitz in Griechenland während des frühen Kalten Krieges (1950er und 1960er Jahre)
Dieser Essay untersucht Aspekte der Rezeption von Käthe Kollwitz in Griechenland während des frühen Kalten Krieges. Im Mittelpunkt steht der theoretische Diskurs über das Werk der deutschen Künstlerin, wie er von griechischen Linksintellektuellen und Kunstkritikern in den 1950er und 1960er Jahren in der Kunstzeitschrift Epitheorisi Technis und der Presse artikuliert wurde. Darüber hinaus werden die ideologischen, politischen und sonstigen Parameter dreier deutscher Ausstellungen nachgezeichnet und kommentiert, die in den 1960er Jahren in Griechenland organisiert wurden, um Kollwitz und ihr Werk zu präsentieren. Wie wir feststellen, überschnitt sich in den 1950er und 1960er Jahren die Aufnahme ihrer Werke mit dem deutsch-deutschen Narrativ über die Geschichte der deutschen Kunst und insbesondere das Kollwitz-Werk. Anders ausgedrückt wurde Griechenland in dieser Zeit zum Schauplatz der ideologischen und künstlerischen Konfrontation zwischen den beiden deutschen Staaten. Beide beanspruchten Kollwitz und damit ein bedeutendes Kapitel der deutschen Kunstgeschichte des 20.Jahrhunderts für sich.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsigkas
Υπότροφοι καλλιτέχνες του Πανελλήνιου Ιερού Ιδρύματος Ευαγγελιστρίας Τήνου στο Μόναχο (δεύτερο μισό του 19ου και πρώτο μισό του 20ού αιώνα)
Στο τρέχον δοκίμιο αναπτύσσεται το φαινόμενο του καλλιτεχνικού δικτύου που δημιουργήθηκε κατά το δεύτερο μισό του 19ου αιώνα και στις αρχές του 20ού μεταξύ Αθήνας και Μονάχου, από τους υποτρόφους καλλιτέχνες του Πανελλήνιου Ιερού Ιδρύματος Ευαγγελιστρίας Τήνου. Μέσα από την αλληλογραφία των υποτρόφων με το Ίδρυμα, αποκαλύπτονται οι συνθήκες διαβίωσης, οι σχέσεις των καλλιτεχνών μεταξύ τους, η σύνδεση με την ελληνική κοινότητα του Μονάχου, αλλά και η σχέση μεταξύ των υποτρόφων και του Ιδρύματος. Η μετατόπιση του καλλιτεχνικού κέντρου από τη Ρώμη στο Μόναχο διαφαίνεται ήδη με τα πρώτα εγγυητικά συμφωνητικά που υπογράφονται έπειτα από το Βασιλικό Διάταγμα του 1862 με το οποίο το Πανελλήνιο Ιερό Ίδρυμα Ευαγγελιστρίας Τήνου χορηγεί καλλιτεχνικές υποτροφίες τόσο εσωτερικού αλλά κυρίως εξωτερικού. Ανάμεσα στους πρώτους υποτρόφους που προσανατολίστηκαν στη βαυαρική πρωτεύουσα ήταν ο Νικόλαος Γύζης (1842–1901), ο Γιαννούλης Χαλεπάς (1851–1938), ο Γεώργιος Βιτάλης (1838–1901), ο Δημήτριος Γεωργαντάς (1851–1933). Το σύνολο της αλληλογραφίας αποκαλύπτει τις προσδοκίες του Ιδρύματος στο να έχει ενεργή συμμετοχή σε καλλιτεχνικά ζητήματα, αλλά και τις πολιτικές προεκτάσεις που υπήρχαν πίσω από την επιλογή του εκάστοτε υποτρόφου. Από την παρέμβαση του Νικόλαου Νάζου για την κατοχύρωση της υποτροφίας του Νικόλαου Γύζη μέχρι το περιστατικό της μη πληρωμής των τριμηνιών του Νικόλαου Λύτρα, διαφαίνεται το πολιτικό καθεστώς του Ιδρύματος και το μέγεθος της σημασίας των υποτροφιών. Καθώς το Ίδρυμα βρισκόταν σε άμεση σχέση με την εκάστοτε κεντρική κυβέρνηση, διαφαίνεται η παρεμβατική του δράση.
Neue Artikel
Hans Ditten
Der Byzantinist Hans Ditten (Lebensdaten unbekannt) arbeitete in den 1950er und 1960er Jahren unter Johannes Irmscher als wissenschaftlicher Assistent in der Arbeitsgruppe Byzantinistik am Institut fLorenz Gyömörey
Lorenz Gyömörey (1931–1989) war ein österreichischer Kleriker, Schriftsteller und Übersetzer griechischer Literatur ins Deutsche sowie deutscher Literatur ins Griechische. Der in Graz geborenΓιόχαν Χάινριχ Φρίντριχ Σλόσερ
Ο Γιόχαν Χάινριχ Φρίντριχ Σλόσερ (Johann Heinrich Friedrich Schlosser, 1780–1851) ήταν γερμανός νομικός, λόγιος, συγγραφέας και μNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
