Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Heideggers philosophischer Philhellenismus
Heideggers lebenslange Beschäftigung mit der griechischen Philosophie wird durch die Auffassung geleitet, dass unser Selbstverständnis nur als Verständnis der Anfänge jenes Weges möglich ist, an dessen Ende wir stehen. Seine selektive, oft gewaltsame Interpretation von Texten der griechischen Antike enthält, trotz aller Exzentrizität, einen reichen Schatz von hermeneutischen Einblicken, die auch für die heutige Forschung wertvoll werden können. Heideggers Philhellenismus ist dabei deswegen so radikal, weil er vor allem ein germanophiler Philhellenismus bleibt: Er enthält die Selbstversicherung, dass es allein die Deutschen sind, die die Eigenart des griechischen ersten Anfangs der Philosophie verstehen und wiederholen können; er dient somit zugleich einer Selbstpositionierung und soll vorwiegend, ausdrücklich oder nicht, das eigene Selbstverständnis fördern.
Πτυχές της μουσικής συνάντησης Γερμανίας και Ελλάδας στον επτανησιακό χώρο
Καίτοι η γειτνίαση των Ιονίων Νήσων με την ιταλική χερσόνησο και η μακρόχρονη πολιτική σύνδεσή τους με αυτή θεωρείται ότι συνέβαλαν σε μεγάλο βαθμό στη διαμόρφωση της πολιτισμικής δυναμικής τους, αυτά δεν έπαψαν διαχρονικά να αποτελούν σταυροδρόμι ανθρώπων, ιδεών και πρακτικών, συναιρώντας δημιουργικά την εμπειρία της Δύσης και της Ανατολής με τα επιχώρια δεδομένα. Στο πλαίσιο αυτό η αλληλεπίδραση των Επτανήσων με τις κατά καιρούς γερμανικές μουσικές προσεγγίσεις δεν έχει λάβει τη δέουσα προβολή. Στο παρόν κείμενο επιχειρείται μια αρχική εποπτική προσέγγισή των, άλλοτε άμεσων και άλλοτε έμμεσων (κατά κανόνα μέσω του ιταλικού χώρου), μουσικών γερμανο-επτανησιακών συνδέσεων. Αν μη τι άλλο, η πολυθρύλητη κερκυραϊκή οπερατική δραστηριότητα ξεκίνησε το 1733 με έργο του Σάξονα συνθέτη J.A. Hasse, το νέο Δημοτικό Θέατρο της πόλης εγκαινιάστηκε με ιταλόφωνη παράσταση του βαγκνερικού Lohengrin (1902) και ο Γερμανός Αυτοκράτορας Γουλιέλμος Β΄ παρήγγειλε τη δημιουργία της όπερας Kerkyra με αφορμή τις ετήσιες επισκέψεις του στο νησί. Επιπλέον, στους σχεδόν δύο αιώνες αδιάκοπης οπερατικής δραστηριότητας στα Επτάνησα η παρουσία ιταλικών μελοδραμάτων βασισμένων σε έργα του Schiller ή του Goethe ήταν συχνή. Επίσης, η επήρεια του γερμανικού ιδεαλισμού και του βαγκνερισμού στη μουσική αισθητική των Επτανήσων εντοπίζεται πλέον με σαφήνεια. Ομοίως σαφής είναι από τα τέλη του 19ου αιώνα και η στροφή στις γερμανικές πρακτικές πολλών Επτανήσιων συνθετών, μουσικών και διδασκάλων, μερικοί από τους οποίους σπούδασαν στην ίδια τη Γερμανία. Από την άλλη, γερμανόφωνοι ταξιδιώτες, μουσικοί ή λόγιοι πέρασαν από (ή και παρέμειναν στα) Επτάνησα προσφέροντας τη δική τους πρόσληψη και σε σχέση με τα μουσικά τεκταινόμενα στο δυτικό μέρος του νησιωτικού ελληνισμού.
Griechische Kunststipendiaten der Panhellenischen Heiligen Stiftung Evangelistria Tinos in München in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Der vorliegende Essay beschäftigt sich mit dem Künstlernetzwerk, das in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Athen und München durch die Stipendiaten der Panhellenischen Heiligen Stiftung Evangelistria Tinos geknüpft wurde. Durch die Korrespondenz zwischen Stipendiaten und Stiftung werden die Lebensbedingungen der Künstler, die Beziehungen untereinander, die Verbindung zur griechischen Gemeinde in München, aber auch die Beziehung zwischen den Stipendiaten und der Stiftung offengelegt. Die Verlagerung der Kunstszene von Rom nach München zeichnet sich bereits in den ersten griechischen Bürgschaftsverträgen ab, die nach dem königlichen Erlass von 1862 unterzeichnet wurden, und mit denen die Panhellenische Heilige Stiftung Evangelistria Tinos Kunststipendien im In- und vor allem im Ausland vergab. Zu den ersten Stipendiaten, die es in die bayerische Landeshauptstadt zog, gehörten Nikolaos Gyzis (1842-1901), Giannoulis Chalepas (1851-1938), Georgios Vitalis (1838-1901) und Dimitrios Georgantas (1851-1933). Die Korrespondenz verdeutlicht den Wunsch der Stiftung an einer aktiven Beteiligung am Kunstgeschehen sowie die politischen Verstrickungen, die hinter der Auswahl jedes einzelnen Stipendiaten standen. Über die Intervention des Kunstliebhabers Nikolaos Nazos zur Sicherung des Stipendiums von Nikolaos Gyzis bis hin zu der Nichtauszahlung der vierteljährlichen Zuwendungen an Nikolaos Lytras wird der politische Status der Stiftung und das Ausmaß der Bedeutung der Stipendien für die Empfänger deutlich. Da die Stiftung in direktem Kontakt zur jeweiligen Athener Zentralregierung stand, werden darin die interventionistischen Aktivitäten offengelegt.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Neue Artikel
Θανάσης Γεωργίου
Ο Θανάσης (Αθανάσιος) Γεωργίου (1914–2014) ήταν Έλληνας δημοσιογράφος, μεταφραστής και κομματικό στέλεχος, ο οποVassilios Malamos
Promotion und Habilitation Vassilios Malamos (1909-1973) war von 1925 bis 1934 als Promotionsstudent und von 1935 bis 1937 als Habilitationsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. FakulΕμάνουελ Γκάιμπελ
Ο Φραντς Εμάνουελ Άουγκουστ Γκάιμπελ (Franz Emanuel August Geibel, 1815–1882) ήταν γερμανός ποιητής και μεταφραστής, το πρώιμNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
