Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Griechische Neutralität und die Wahrnehmung Deutschlands in der griechischen öffentlichen Meinung zu Beginn des Ersten Weltkriegs
Die Politik der Neutralität im Ersten Weltkrieg wird in der griechischen Geschichtsschreibung tendenziell als strategische Entscheidung von oben dargestellt, was ausschließlich der Einstellung und Präferenz König Konstantins und eines ihm nahestehenden Kreises entsprach. Mittlerweile offenbart jedoch die Auswertung der Archive und anderer Primärquellen wie der Presse eine Dimension der Unterstützung der Neutralität von unten – und unterstreicht eine breitere soziale Wahrnehmung als legitime Wahl. Dies scheint ab dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis zum Anfang des Jahres 1915 so gewesen zu sein, als die Entente angesichts des Dardanellenfeldzugs Griechenland den Eintritt in den Krieg nahelegte.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Die bayerische Erinnerungskultur an die Ottonische Herrschaft
Die Erinnerung an König Otto von Griechenland wird dargestellt in der Beschreibung von Denkmälern, die ihm gewidmet sind, so der Ottosäule in Ottobrunn oder den Propyläen in München. Die ganze Vielfalt der Erinnerungskultur an die Ottonische Herrschaft spiegelt sich in der bildenden Kunst, der Volkskunst, der Musik und auch der Werbung. Das Otto König von Griechenland Museum in Ottobrunn gibt mit seiner Sammlung einen umfassenden Überblick über den griechischen Freiheitskampf und das Leben König Ottos von Griechenland.
O αντίκτυπος της εκκλησιαστικής πολιτικής της Αντιβασιλείας στη σχέση Ελλήνων-Βαυαρών. Η περίπτωση των αδελφών Σούτσων
Το δοκίμιο εξετάζει την εκκλησιαστική πολιτική της Αντιβασιλείας εστιάζοντας στην ανακήρυξη του Αυτοκέφαλου της ελλαδικής εκκλησίας. Η ανακήρυξη του Αυτοκέφαλου υπήρξε μια από τις πρώτες ενέργειες των Βαυαρών και εγκαινίασε μια νέα περίοδο αυτή της θεσμικής συγκρότησης, η οποία συμβολοποιήθηκε από την υπαγωγή της Εκκλησίας στο κράτος. Η ενέργεια αυτή δίχασε την ελληνική κοινωνία. Μια μερίδα λογίων με δυτική παιδεία χαιρέτισαν με θέρμη την ενέργεια αυτή ως προοδευτική και εκσυγχρονιστική. Στον αντίποδα, για μια μερίδα της κοινωνίας το Αυτοκέφαλο θεωρήθηκε απειλή κατά της ορθοδοξίας. Συνέπεια της εκκλησιαστικής πολιτικής της Αντιβασιλείας είναι η ανάδυση ενός αντιδυτικού δημόσιου λόγου. Η εκκλησιαστική πολιτική των Βαυαρών προσκρούει στο άρρητο όραμα μιας μεγάλης, ανατολικής, ορθόδοξης αυτοκρατορίας. Η καταγραφή των μετατοπίσεων των αδελφών Σούτσων αναφορικά με την εκκλησιαστική πολιτική αντικατοπτρίζει τη σημασία του θέματος και αντανακλά την ιδεολογική ρευστότητα της εποχής.
Neue Artikel
Niki Eideneier
Niki Eideneier, geb. Anastassiadi (geb. 1940) ist eine deutsch-griechische Neogräzistin und Literaturübersetzerin, die sich als langjährige Leiterin des Kölner Romiosini Verlages (1982–2014) besFranz von Paula Lechner
Franz von Paula Lechner (1800–1850) war ein bayerischer Gymnasiallehrer, der in den 1830er Jahren als Übersetzer und Herausgeber neugriechischer Texte tätig war. Der am königlichen Gymnasium vRose-Marie Seyberlich
Die Altertumswissenschaftlerin Rose-Marie Seyberlich (Lebensdaten unbekannt) war in den 1960er Jahren wissenschaftliche Assistentin am Institut für griechisch-römische Altertumskunde der Deutschen ANeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
