Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
«Η μνησικακία είναι μια δύσκολη τέχνη»: μια επανεπίσκεψη του παρελθόντος των ελληνογερμανικών διασταυρώσεων στη μυθοπλαστική Αθήνα του 2015
«Γιατί θέλετε να έρχεστε μονίμως σε τούτον τον τόπο, εσείς οι Τοβίας και Τόμας και Τόνι», ρωτά ξανά και ξανά ο «δάσκαλος» στη νουβέλα του Δημήτρη Ελευθεράκη (Η δύσκολη τέχνη, 2015), καθισμένος σε ένα παγκάκι «στο βρωμισμένο δρομάκι ανάμεσα στο Μουσείο και την Πολυτεχνική Σχολή», στην Αθήνα του 2015 με «τις κλασικές εξευγενισμένες προσόψεις των Θεοφίλων Χάνσεν, των Λουδοβίκων Λάνγκε και των Ερνέστων Τσίλλερ, ναι τον Λεόντων φον Κλέντσε». Αφετηρία, άλλωστε, για το αφηγηματικό ξετύλιγμα μιας κρίσης μνήμης και γενεαλογίας είναι η διαταραγμένη εικόνα μιας τέτοιας νεοκλασικής πρόσοψης: ένα γκράφιτι τον Μάρτιο του 2015 στον τοίχο του Πολυτεχνείου, ενός τόπου πολλαπλών μνημονικών εγγραφών για τη νεοελληνική ιστορία. Επιχειρώντας έναν απολογισμό (ίσως και απολογία) για την «Ελλάδα ως δύσκολη τέχνη» (ή και δύσκολη κληρονομιά), ο δάσκαλος προσφέρει, με το «βλέμμα στον καθρέφτη», αντιφατικές απαντήσεις, δοκιμάζοντας να υπερβεί τη σύγχυση που του προκαλούν αυτά τα «εξελληνισμένα ονόματα» στις πινακίδες των δρόμων. Μεταξύ άλλων θα μιλήσει και με τη φωνή του Αλέξανδρου Σούτσου κατά της Βαυαροκρατίας. Το δοκίμιο επιχειρεί να ανιχνεύσει και να ερμηνεύσει αυτήν την ανάκληση, μέσα από μνημειακά τοπόσημα και κειμενικά μνημεία, ενός ορισμένου πολιτισμικού αρχείου ελληνογερμανικών διασταυρώσεων.
„Die Missgunst ist eine schwierige Kunst“: ein Rückblick auf die Vergangenheit der deutsch-griechischen Verflechtungen im imaginären Athen des Jahres 2015
„Warum wollen Sie denn ständig in dieses Land kommen, Sie, die Tobias und Thomas und Tonis“, fragt auf einer Bank sitzend der „Meister“ in Dimitris Eleftherakis‘ Roman (Die schwierige Kunst, 2015) immer wieder, „in dem verdreckten Sträßchen zwischen dem Museum und dem Polytechnikum“, im Athen des Jahres 2015 mit „diesen klassischen, veredelten Fassaden der Theophil Hansens, der Ludwig Langes und der Ernst Zillers, ja der Leo von Klenzes“. Der Ausgangspunkt für diese erzählerische Entfaltung einer Krise der Erinnerung und der Herkunft ist das gestörte Bild einer neoklassizistischen Fassade: ein Graffito im März 2015 an der Wand des Polytechnikums, einem für das neugriechische kollektive Gedächtnis in mehrfacher Hinsicht wichtigen Ort. Bei dem Versuch, „Griechenland als schwierige Kunst“ (oder sogar als schwieriges Erbe) zu deuten (vielleicht auch zu entschuldigen), bietet der Meister mit „Blick in den Spiegel“ widersprüchliche Erklärungen und versucht, die Verwirrung zu überwinden, die „diese hellenisierten Namen“ auf den Straßenschildern bei ihm hervorrufen. Unter anderem spricht er auch mit der Stimme von Alexander Soutsos gegen die Bayernherrschaft. Der Essay versucht, diese Erinnerung an ein bestimmtes kulturelles Archiv der deutsch-griechischen Verflechtungen anhand von textlichen und baulichen Denkmälern nachzuzeichnen und zu interpretieren.
Darstellungen Chinas in der neugriechischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts. „Das chinesische Kaiserreich“ in Konstantinos Koumas‘ „Geschichten der menschlichen Taten“ (1830-32) und die deutschen Einflüsse seiner Vermittlung
Der Essay ist Teil eines ersten Versuchs, die Sicht der neugriechischen Geschichtsschreibung auf China und ihre ideologischen Aspekte zu erfassen und zu analysieren. Die Arbeit konzentriert sich vor allem auf die Darstellung Chinas in dem zwölfbändigen Werk Istoriai ton anthropinon praxeon (Geschichten der menschlichen Taten, 1830-1832) des neugriechischen Aufklärers Konstantinos Koumas (1777-1836), eine der wichtigsten neugriechischen Universalgeschichten des 19. Jahrhunderts, und die Einflüsse der deutschen Geschichtsschreibung auf das Werk. Die im Essay behandelten Fragen betreffen Koumas΄ Quellen, zu denen prominente deutsche Historiker und Sinologen des 18. und 19. Jahrhunderts (Klaproth, Eichhorn, Herder) gehören, sowie die Art und Weise, mit der Koumas ihre Arbeiten zu China heranzieht, seine Einstellung zu Themen, die von ideologischem, politischem und religiösem Interesse sind, wie z.B. seine Bewertung der patriarchalischen, kaiserlichen Staatsform Chinas, der chinesischen Ästhetik und Sprache sowie der dort vorherrschenden Religionen. In diesem Zusammenhang wird der Einfluss europäischer Grundsätze der Aufklärung auf Koumas΄ Werk ebenso untersucht wie auch die Übernahme bestimmter Muster der Ost-West-Gegenüberstellung, die die Einschätzung Chinas in der westlichen Historiographie bestimmten.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Neue Artikel
Nonna Nielsen-Stokkeby
Luise Anna Hertha, genannt Nonna Nielsen-Stokkeby (1918–2003), geb. Katterfeld, war als Mitarbeiterin von Danae Coulmas an mehreren deutschen Übersetzungen aus der griechischen Literatur beteiligt.Günter Dietz
Günter Dietz (1930–2017) war ein deutscher Altphilologe, Lyriker und Übersetzer neugriechischer Literatur. Der aus Karlsruhe gebürtige Dietz studierte in Freiburg i. Br. Klassische PhiloloΓκέοργκ Βάρτενμπεργκ
Ο Γκέοργκ Βάρτενμπεργκ (Georg Wartenberg, 1861- ά.χ) ήταν γερμανός κλασικός φιλόλογος και καθηγητής γυμνασίου, ο οποίοςNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
