Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Ένας «Βέρθερος με φουστανέλα». Παναγιώτης Σούτσος: Λέανδρος

Αντικείμενο αυτής της μικροϊστορίας είναι το επιστολικό μυθιστόρημα του Παναγιώτη Σούτσου Λέανδρος, που είναι, αν όχι το πρώτο, πάντως ένα από τα πρώτα μυθιστορήματα που δημοσιεύτηκαν στην απελευθερωμένη Ελλάδα. Στο δοκίμιο, το κείμενο συνδέεται με το ιστορικό του πλαίσιο, ενώ ερμηνεύεται ως απότοκο της παράδοσης στην οποία ανήκει. Το επιστολικό μυθιστόρημα Λέανδρος, που δημοσίευσε ο Παναγιώτης Σούτσος το 1834 στο Ναύπλιο, αποτελεί μια σημαντική μαρτυρία των δυσκολιών που αντιμετώπισε το νεοελληνικό έθνος στην προσπάθειά του να δομήσει την ταυτότητά του στηριζόμενο στην ευρωπαϊκή πολιτισμική παράδοση. Τις δυσκολίες αυτές πραγματεύεται, μεταξύ άλλων, το παρόν δοκίμιο. Επιπλέον, εξετάζει τη μεταφυσική διάσταση που αποκτά το έθνος κι ο βασιλιάς Όθωνας στο κείμενο, τονίζοντας ταυτόχρονα τα ευρωπαϊκά πρότυπα του Σούτσου, και πιο συγκεκριμένα τη σχέση του με τον Βέρθερο του Γκαίτε, τα οποία εν πολλοίς είναι και αυτά που καθορίζουν την πλοκή.

Struktur und Akteur in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen 1871–1941

Strukturelle Faktoren wie die Auflösung des Habsburgerreichs und der Zusammenbruch des Osmanischen Reiches spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen und führten dazu, dass diese nicht mehr dem Primat des deutschen Interesses am Osmanischen Reich unterworfen waren. Besonders wichtig waren die Einbeziehung Mazedoniens und Thrakiens in den griechischen Staat und die Weltwirtschaftskrise. Dazu kamen politische Faktoren wie der zunehmende Revisionismus im Europäischen und Mittelmeer-Raum in Folge der Machtergreifung Hitlers, die die Abhängigkeit Griechenlands von deutschen Rüstungstechnologien erhöhten und eine krisenhafte politische Entwicklung mit sich brachten. Erst nach der Errichtung der Diktatur von Metaxas erlebte Griechenland eine erhebliche Stabilisierung. Diese basierte in großem Maß auf dem Handel mit Deutschland. So waren es auch weder grundlegende Meinungsverschiedenheiten mit Griechenland noch Ansprüche auf griechische Gebiete, die Hitler dazu brachten, seine Politik „Ruhe auf dem Balkan“ aufzugeben und Griechenland zu besetzen, wohl aber Mussolinis Ultimatum.

Carl Diem und die Griechen : „Der deutsche Geist hat hineingestrahlt in das Chaos der Ruinen des Altertums“

Der deutsche Sportfunktionär und Publizist Carl Diem kam 1906 zum ersten Mal nach Griechenland. Als Teilnehmer der Olympischen Zwischenspiele in Athen konnte er ein durchaus positives Bild vom modernen neugriechischen Staat und seinen Bürgern gewinnen. Seine Leidenschaft galt allerdings dem antiken Griechenland und ganz im Sinne des französischen „Vaters der modernen Olympischen Spiele“, Baron Pierre de Coubertin, war er bestrebt, einen engen Bezug zwischen den Olympischen Spielen des Altertums und der Neuzeit herzustellen. Um dieses Anliegen professionell durchführen zu können, stand ihm spätestens seit 1934 ein großer Beraterstab zur Verfügung. Dazu gehörten insbesondere deutsche und griechische Altertumswissenschaftler, Archäologen und Architekten, Sportspezialisten und Politiker. Auf geschickte Weise nutzte Diem dieses große Netzwerk und profitierte von den zahlreichen Kontakten, die vor, während und nach dem Krieg Bestand haben und den Grundstein seiner späteren Karriere bilden sollten. Der Artikel gibt Einblick in Diems Verhältnis zu Griechenland, seine Vorbereitungen und Leistungen anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin sowie seine Beziehungen zur damaligen deutsch-griechischen Kultur- und Intellektuellenszene in Athen.

Neue Artikel

Πάουλ Βινς Ο Πάουλ Βινς (Paul Wiens, 1922–1982) ήταν Γερμανός συγγραφέας, συντάκτης και μεταφραστής, ο οποίος το 1961 δημοσίευσε υπÏ
Ανδρομάχη Αναγνωστοπούλου Η Ανδρομάχη Αναγνωστοπούλου (άγνωστες ημερομηνίες γέννησης και θανάτου) ήταν Ελληνογερμανίδα ηθοποιός. Η Î
Αλέξανδρος Σιδεράς Ο Αλέξανδρος (και: Αλεξάντερ) Σιδεράς (1935–2019) ήταν κλασικός φιλόλογος, βυζαντινολόγος και νεοελληνιστής, ο οπ

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.