Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Griechische Wissenschaftler an deutschen Hochschulen. Das Beispiel der Professoren der Hochschule für Agrarwissenschaften Athen

Ziel des Essays ist es, die Beziehungen, die Einwirkungen und den Austausch durch griechische Wissenschaftler, ob Agronomen oder nicht, zu untersuchen, die von etwa Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die ersten Jahrzehnte nach dem Krieg in Deutschland studierten oder sich fortbildeten. In diesem Rahmen wurde der Einfluss untersucht, den ihr Auslandsaufenthalt, ihre kürzere oder längere Zeit in deutschen Einrichtungen auf ihre spätere Karriere hatte, die Art und Weise, mit der ihre an deutschsprachigen Institutionen erlangte Kenntnis und Erfahrung die Übernahme von Praktiken und Mentalitäten beeinflusste, aber auch die Auswirkung auf die Gestaltung des Studiums im Inland. All dies wurde in eine vergleichende Perspektive gestellt, sowohl in Bezug auf ihr Grundstudium wie auch ihre spätere Karriere. Darüber hinaus wurde die Gruppe der in Deutschland ausgebildeten oder „germanophilen“ Wissenschaftler und Professoren in Bezug auf die Präferenzen sowie wissenschaftlichen und akademischen Karrieren der übrigen vergleichend analysiert, die in anderen Ländern und an ausländischen Universitäten studierten oder sich fortbildeten. Grundanliegen war es, die Kriterien hinter diesen Entscheidungen, aber auch das Ausmaß, die Breite und Dauer dieser Beziehungen, Einflüsse und des Austauschs zu skizzieren und zu bestimmen.

Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm

Neuvermittelte Zugänge zur Hegelschen Philosophie über die Rezeption des Werks von John McDowell in Griechenland

Von der kritischen Aneignung von Elementen der Frankfurter Schule bis zu den Lesarten der Phänomenologie des Geistes, die auf der anthropologischen Sichtweise von Alexandre Kojève aufbauen, sind die griechischen Philosophen des 20. Jahrhunderts über vielerlei Zugangswege mit der Tradition des deutschen Idealismus vertraut. In der vorliegenden Arbeit wird das Wiederaufflammen des Interesses am Übergang von den Thesen Kants zu jenen Hegels anhand der Untersuchung weitgehend analoger Positionen auf dem Boden der erkenntnistheoretischen Problematik heutiger analytischer Philosophie überprüfend nachvollzogen. Insbesondere wird der Verlauf der Rezeption des Werks Mind and World und weiterer, neuerer Arbeiten von John McDowell beschrieben, ebenso aber auch der Interpretation von Texten des deutschen Idealismus, die er unter Bezugnahme auf bis heute andauernde Diskussionen ins Gespräch bringt. Diese Diskussionen ermöglichen die Bearbeitung neuer, allgemeinerer Auseinandersetzungen mit dem philosophischen Erbe der jüngeren Vergangenheit und machen den Weg frei für eine kreative Konvergenz analytischer und kontinentaler philosophischer Methoden.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Το «σιδηρούν κράτος». O Γαλλοπρωσικός Πόλεμος και η ίδρυση της Γερμανικής Αυτοκρατορίας στον ελληνικό δημόσιο λόγο

Στην παρούσα συμβολή εξετάζεται η πρόσληψη τόσο της γαλλογερμανικής σύγκρουσης του 1870–71 όσο και της Γερμανικής Αυτοκρατορίας στον ελληνικό δημόσιο λόγο την περίοδο 1870–89. Στόχος είναι να αποσαφηνιστεί το πλαίσιο εντός του οποίου ξεκίνησε η ζωηρή συζήτηση για τη γερμανική ενοποίηση ως παράδειγμα για την αντίστοιχη ελληνική καθώς και με ποια επιχειρήματα αρθρώθηκε ο φιλογερμανικός αλλά και ο αντιγερμανικός λόγος στο Βασίλειο της Ελλάδος, όπου το όραμα της Μεγάλης Ιδέας απομακρυνόταν όλο και περισσότερο. Στη συνέχεια εξετάζεται ο ρόλος των ελλήνων εθελοντών στον Γαλλοπρωσικό Πόλεμο καθώς και η μετατροπή του γερμανικού παραδείγματος σε leitmotiv του ελληνικού κοινοβουλευτικού λόγου τις δεκαετίες του 1870 και 1880 σε πληθώρα τομέων του δημόσιου αλλά και του ιδιωτικού βίου. Ακολούθως, παρουσίαζεται η πολιτική της Γερμανίας και η προοπτική της διπλωματικής ελληνογερμανικής προσέγγισης στο πλαίσιο της ανατροπής των πανσλαβιστικών σχεδίων της Ρωσίας. Τέλος, επιχειρούμε να απαντήσουμε στο κατά πόσο το ελληνικό ενδιαφέρον για τη Γερμανία εκπορευόταν από τη γνήσια ιδεολογική συγγένεια με τις ελίτ της αρτισύστατης αυτοκρατορίας ή ήταν ένα φαινόμενο συγκυριακό.

Neue Artikel

Adalbert Boysen Adalbert Boysen (1843–1912) war ein deutscher Militärangehöriger, Verfasser mehrerer Studien über Griechenland und Herausgeber griechischer Literatur. Nach der Schulausbildung trat Boysen
Peter von HessPeter Heinrich Lambert Hess (1792–1871, ab 1861 Ritter von Hess) war ein Maler aus Düsseldorf, der vor allem durch Historien- und Schlachtendarstellungen Ansehen erlangte. Die Herrschaft Ottos I. i
Γκέοργκ Βάρτενμπεργκ Ο Γκέοργκ Βάρτενμπεργκ (Georg Wartenberg, 1861- ά.χ) ήταν γερμανός κλασικός φιλόλογος και καθηγητής γυμνασίου, ο οποίος

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.