Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Η ιστορία μιας μετονομασίας: Aπό το Οθώνειο στο Εθνικό Πανεπιστήμιο (1837–1862)
Στο παρόν δοκίμιο παρουσιάζεται ο τρόπος που ένας θεσμός όπως το πανεπιστήμιο μεταφέρεται από ένα περιβάλλον σε ένα άλλο, αποκτώντας μια νέα ταυτότητα. Στο κείμενο διερευνώνται αρχικά οι σχέσεις του νέου ιδρύματος με το οθωνικό καθεστώς και τον ίδιο τον Όθωνα. Στη συνέχεια διερευνώνται οι σχέσεις του Αθήνησι με τα γερμανόφωνα πρότυπά του, εστιάζοντας σε τρεις θεματικές: στην οργάνωση και διοίκηση του ανώτατου εκπαιδευτικού ιδρύματος, στη φυσιογνωμία του καθηγητικού προσωπικού του αλλά και στη φιλοσοφία του προγράμματος σπουδών και στα προσφερόμενα μαθήματα. Διερευνώντας τις συγκεκριμένες θεματικές, αποτυπώνεται όχι μια μηχανική μεταφορά αλλά ένας συνεχής διάλογος ανάμεσα στα γερμανόφωνα πρότυπα και την ελληνική εφαρμογή τους, μια διαδικασία επιλεκτικής πρόσληψης και προσαρμογής στοιχείων με βάση τα πολιτικά και κοινωνικά χαρακτηριστικά της εκάστοτε συγκυρίας. Σε αυτή την κατεύθυνση, το Πανεπιστήμιο υπήρξε ένα προνομιακό πεδίο συναινέσεων αλλά και συγκρούσεων του βαυαρικού καθεστώτος με τις τοπικές ελίτ, ένας κεντρικός θεσμός, απότοκος των ελληνογερμανικών σχέσεων. Η μετονομασία του από Οθώνειο σε Εθνικό, απόρροια και της συμβολής του φοιτητικού κινήματος που συγκροτήθηκε πολιτικά στους κόλπους του, σηματοδοτούσε το πέρασμά του σε μια νέα περίοδο, στην οποία όμως διατηρήθηκαν για πολύ οι ισχυρές καταβολές του.
Die Briefe der Königin Amalie von Griechenland an ihren Vater in Oldenburg: monarchisches Ideal und griechische Realität
Die protestantische Königin Amalie kam im Alter von 18 Jahren nach Griechenland, um gemeinsam mit dem bayerisch-katholischen König Otto ein Land zu regieren, das sich nach zwölf Jahren blutigen Freiheitskampfes und Bürgerkriegs des osmanischen Jochs entledigt hatte. Die Gründung des Hauses Wittelsbach war das Ergebnis europäischen diplomatischen Handelns im breiteren Kontext der heiklen sogenannten Orientalischen Frage. Amalie unterhielt zu ihrem Vater, dem Großherzog von Oldenburg, von 1836 bis zu seinem Tod 1853 eine regelmäßige Korrespondenz. Ihre Briefe sind tief durchdrungen von der Vorstellung einer Geschichte der Vorsehung und geben in verdichteter Form die Grundzüge des konservativen Denkens der damaligen Zeit wider. Die Umstände ihrer Zeit boten ihr viele Gelegenheiten, ihre Besorgnis über die Revolutionsbewegungen zu äußern, die Europa damals erschütterten, über Liberalismus und Konstitutionalismus und über den verhängnisvollen Einfluss von Philosophien auf den sozialen Frieden. Zur gleichen Zeit horchte die Königin auf das Echo von Säkularisierung und „ideologischer Politik“ in der griechischen Gesellschaft und zog die Vertreter traditioneller Gesinnung (Einheimische, Freiheitskämpfer) den Vertretern des westlichen Geistes (Nichteinheimische, Phanarioten, Gelehrte) vor. Das Streben nach der Großen Idee der europäischen „Diplomatie der Händler“ zum Trotz und die Umgehung der Verfassung im Interesse der unmittelbaren Bevormundung des „unreifen Volkes“ waren die beiden Hauptpfeiler des politischen Denkens und Handelns der romantischen Königin, die davon träumte, das Byzantinische Reich wieder auferstehen zu lassen, und zu diesem Zweck freudig bereit war, ihre Kinder nach griechisch-orthodoxem Ritus zu taufen. Die griechische Krone integrierte die griechische Revolution von 1821 in ihr Stammbuch und suchte die Kontinuität zur byzantinischen Tradition. In Amalies Fantasiewelt war Otto ein „bruderloser“ europäischer Herrscher, der in sich den Mut und die Frömmigkeit des deutschen Mittelalters, die byzantinische Erhabenheit und die Widerstandstradition der Freiheitskämpfer von 1821 vereinte. In ihrer Korrespondenz beschreibt sie die Versuche des Königspaares, ein Hofprotokoll zu gestalten, das nicht ausschließlich auf der europäischen Etikette und auf den, dem griechischen Volk fremden feudalen Traditionen basierte, sondern den Besonderheiten des Landes angepasst war. Der Königshof stand im Mittelpunkt der im Werden befindlichen neuen Gesellschaft und spielte eine institutionalisierende und homogenisierende Rolle, während er das fragile Gleichgewicht zwischen sozialen Gruppen, staatlichen Institutionen und ausländischen Akteuren aufrechterhielt.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
„Shenzi Ulaya“ – Deutsch-griechische Verflechtungen von der Bagdadbahn zum kolonialen Deutsch-Ostafrika
Deutsch-griechische Verflechtungen zwischen 1871 und 1941 bestehen auch abseits der nationalen Geschichtsschreibungen der Staaten Griechenland und Deutschland. Zwischen den Jahren 1900 und 1914 lassen sich diese vor allem anhand imperialer Infrastrukturprojekte des Deutschen Reiches im Osmanischen Reich – Bau der Bagdadbahn – und der Kolonie Deutsch-Ostafrika (DOA) – Bau der Zentralbahn –nachzeichnen. Bei beiden Infrastrukturprojekten waren Griechen als Subunternehmer unverzichtbar für die deutschen Baufirmen. Als größte europäische Minderheit in der kolonialen Gesellschaft DOAs nahmen Griechen als „weiße Subalterne“ zudem eine konflikthafte Zwischenstellung im Spannungsfeld zwischen colonizer und colonized vor allem im Kontext von Arbeit ein, was ein weiteres Schlaglicht auf deutsch-griechische Verflechtungen wirft.
Neue Artikel
Άντολφ Μάρτιν Άνζελμ
Ο Άντολφ Μάρτιν Άνζελμ (Adolph Martin Anselm, άγνωστη η. γ. – 1843) ήταν βαυαρός φιλόλογος, ο οποίος κατά τα πρώτα χρόνια τηNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
