Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Die nationalsozialistische Akademie für Deutsches Recht und ihr Einfluss auf das griechische Zivilrecht
Die endgültige Formulierung des griechischen Zivilgesetzbuchs Astikos Kodix und seine vorherrschende Auslegung sind teilweise auf den Einfluss der nationalsozialistischen Rechtslehre zurückzuführen. Diese wurden im damaligen Deutschland im Rahmen der Arbeiten zur Reform des deutschen Privatrechts systematisch gepflegt und hatten großen Einfluss auf die griechischen Rechtskreise. Dazu braucht man nur in den Fachzeitschriften jener Zeit zu blättern. Das damals herrschende Verständnis des Rechtsmissbrauchs herrschte, seinem eindeutigen Gegensatz zur liberalen Tradition des „heutigen römischen Rechts“ zum Trotz, auch in der Nachkriegszeit.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Akteur:innen deutsch-griechischer Übersetzungskulturen: aus dem Griechischen ins Deutsche
Den Ausgangspunkt des hier vorgestellten Forschungsprojektes bildete die Feststellung, dass die beiderseitigen Übersetzer:innen nach wie vor zu den ‚großen Unbekannten‘ der deutsch-griechischen Verflechtungen gehören, obwohl ihre Bedeutung für den transnationalen Transfer von Wissen, Ideen und Meinungen unumstritten ist. Das Ziel des Projektes bestand darin, diese Vermittlergruppe in kollektivbiographischer Perspektive zu untersuchen.
Auf deutscher Seite standen die ersten Verbindungen mit dem modernen Griechenland und der neugriechischen Sprache zu Beginn des 19. Jahrhundert im Zeichen philhellenischen Engagements und literarisch-wissenschaftlicher Interessen. Bei den Übersetzer:innen dieses Zeitraums handelte es sich vorwiegend um klassische Philologen und andere Personen mit altphilologischer Ausbildung. Im weiteren Verlauf des Jahrhunderts wurde diese Übersetzergruppe durch die ersten Neogräzisten, Sprachlehrer:innen und Menschen mit bilateralen Lebens-, Bildungs- und Berufswegen ergänzt.
Die deutsch-griechischen Beziehungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren von der Erfahrung zweier Weltkriege und multipler Krisen, aber auch von zunehmenden institutionellen Verflechtungen geprägt, an denen die Übersetzer:innen dieses Zeitraums vielfach partizipierten. So waren viele von ihnen als Archäologen, Lehrer, Sprach- oder Kulturmittler zumindest zeitweise an deutschen Institutionen in Griechenland oder an griechenlandbezogenen Einrichtungen in Deutschland tätig, wodurch zugleich ihre übersetzerische Tätigkeit geprägt wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg spaltete sich das griechisch-deutsche Übersetzungsfeld in unterschiedliche Teilbereiche auf, die einerseits der politischen Teilung des deutschsprachigen Raumes in Ost und West, andererseits der Entstehung eines deutschsprachigen und eines griechischsprachigen Übersetzungsraumes entsprachen. Zu den parallelen Entwicklungen dieser Räume zählt etwa die starke Zunahme weiblicher Übersetzerinnen, aber auch die zunehmende Anzahl von Übersetzer:innen mit griechischem oder deutsch-griechischem Familienhintergrund und/oder interkulturellen Lebens- und Berufswegen. Ein besonderes Merkmal der ostdeutschen Übersetzungskultur stellte, abgesehen von der politischen Einbettung des Übersetzungsbetriebs, die Vielzahl kollaborativer Übersetzungsprojekte dar, die üblicherweise von der Zusammenarbeit griechischer und deutscher Muttersprachler geprägt war. Im westdeutschen Zusammenhang entwickelten sich die Lehrstühle der universitären Neogräzistik und die griechischen Zweigstellen von Kultur- und Bildungsinstituten wie dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Goethe Institut oder den Deutschen Schulen zu wichtigen Ausbildungs- und Produktionszentren der griechisch-deutschen Übersetzung. Der 1982 gegründete Romiosini Verlag stellte für lange Zeit die wichtigste Vermittlungsinstanz griechischer und griechenlandbezogener Bücher im deutschsprachigen Raum dar und fungierte zugleich als Zentrum eines breit gefächerten Übersetzungsnetzwerks.
In den vergangenen 30 Jahren haben sich viele der vorerwähnten Trends entweder verstetigt oder gar verstärkt, wobei vor allem das zunehmend interkulturelle Bildungs- und Berufsprofil der Übersetzer:innen hervorzuheben ist. Zu einem Anwachsen der systematischen oder gar hauptberuflichen Übersetzer:innen ist es allerdings im Unterschied zu den Entwicklungen auf der deutsch-griechischen Übersetzungsseite auch in diesem Zeitraum nicht gekommen. Die Gründe hierfür dürften in der begrenzten Aufnahmebereitschaft des deutschen Buch- und Literaturmarktes für ‚kleinere‘ Literaturen und Sprachen, aber auch in den „verpassten Chancen“ bisheriger Förderinitiativen und letztlich wohl auch in der oftmals akzidentiellen Verbindung der jeweiligen Personen mit der Übersetzung sein. Zugleich stellt die Übersetzung zwischen den Sprachen und Kulturen auch heute noch für viele der daran beteiligten Personen eine Berufung dar, was in den letzten Jahren zu einer verstärkten Selbstorganisation und Vernetzung der Übersetzer:innen untereinander geführt hat.
Neues Bauen και αρχαιολογία. Ελληνογερμανικά δίκτυα αρχιτεκτόνων κατά τον Μεσοπόλεμο
Η εισήγηση διερευνά τα ελληνογερμανικά αρχιτεκτονικά δίκτυα κατά τον Μεσοπόλεμο, εξετάζοντας περιπτώσεις γερμανόφωνων αρχιτεκτόνων που επισκέφτηκαν την Ελλάδα, καθώς και ελλήνων αρχιτεκτόνων που σπούδασαν ή και εργάστηκαν στον γερμανόφωνο χώρο, ενισχύοντας τις ελληνογερμανικές σχέσεις και ανταλλαγές. Η κινητικότητα γερμανών αρχιτεκτόνων στην Ελλάδα στις αρχές του 20ού αιώνα συνδέεται άμεσα τόσο με την ανάπτυξη των τεχνικών έργων όσο και με την αρχαιολογία. Ο τρόπος που στήνονται τα ελληνογερμανικά δίκτυα των αρχιτεκτόνων παρουσιάζει ενδιαφέρον. Στην Ελλάδα του Μεσοπολέμου η μοντέρνα αρχιτεκτονική άρχισε να προωθείται και επίσημα μέσα από πολιτικές κοινωνικής πρόνοιας, όπως τα προγράμματα για την ανοικοδόμηση σχολείων, νοσοκομείων και λαϊκής στέγασης. Με τον τρόπο αυτό, η επίσημη αρχιτεκτονική εκσυγχρονίστηκε, απομακρυνόμενη από τα νεοκλασικά και εκλεκτικιστικά πρότυπα και στιλ που τη χαρακτήριζαν πρωτύτερα. Στο πλαίσιο της μοντέρνας αυτής στροφής, εξετάζονται περιπτώσεις ελλήνων αρχιτεκτόνων με σπουδές στη Γερμανία, όπως ο Ιωάννης Δεσποτόπουλος, ο Αλέξανδρος Δραγούμης, ο Γεώργιος Διαμαντόπουλος, και οι σχέσεις που ανέπτυξαν. Αντίστοιχα, διερευνώνται περιπτώσεις των γερμανόφωνων αρχιτεκτόνων που έχτισαν στην Ελλάδα, όπως ο περισσότερο γνωστός ως αρχαιολόγος Wilhelm Dörpfeld, και άλλοι λιγότερο γνωστοί όπως οι Fred Forbat, Heinz Johannes, Gustav Eglau, Carl Bensel κ.ά. Επίσης, παρουσιάζονται γερμανόφωνοι αρχιτέκτονες που επισκέφτηκαν την Ελλάδα –είτε για εργασία, είτε για τουρισμό, είτε απλά ως ενδιάμεση στάση–, καθώς και σε τέτοιες περιπτώσεις τα δίκτυα έπαιξαν κρίσιμο ρόλο. Ειδικότερα, ο Erich Mendelsohn επισκέφτηκε την Ελλάδα το 1931 σε συνεννόηση με το DAI, προκειμένου να γράψει κάποια άρθρα για την «Berliner Tageblatt», έπειτα από τη διεθνή κατακραυγή για την ανέγερση του Δικαστικού Μεγάρου δίπλα στην Ακρόπολη, ενώ έδωσε και τρεις διαλέξεις. Τέλος, καταλυτικής σημασίας υπήρξε και το 4ο Διεθνές Συνέδριο Μοντέρνας Αρχιτεκτονικής (CIAM), που πραγματοποιήθηκε το καλοκαίρι του 1933 εν πλω από τη Μασσαλία στην Αθήνα. Στα μέσα της δεκαετίας του ’30, νέοι αρχιτέκτονες με γερμανικές διασυνδέσεις όπως ο Κωνσταντίνος Δοξιάδης εισέρχονται στο σκηνικό, ενώ γερμανοί αρχιτέκτονες όπως ο Martin Wagner (πρώην πολεοδομικός διευθυντής του Βερολίνου) ή ο Werner March (δημιουργός του Ολυμπιακού Σταδίου του Βερολίνου) καλούνται να δώσουν διαλέξεις στην Ελλάδα. Η οικονομική κρίση και η συντηρητική στροφή που παρατηρείται σε όλη την Ευρώπη την αυγή της δεκαετίας του ’30, καθώς και η άνοδος των Ναζί στην εξουσία, δεν αφήνουν ανεπηρέαστη την Ελλάδα.
Neue Artikel
Helga Köpstein
Helga Köpstein (1926–2022) war eine deutsche Byzantinistin. Nach dem Abitur 1944 studierte die als Helga Schicker in Berlin-Moabit geborene Köpstein ab 1946 Klassische Philologie und GeschichteHark Jochimsen
Hark Jochimsen (Lebensdaten unbekannt) trat 1962 als Übersetzer des Erzählbandes Hoffnung gesucht (Originaltitel: Ζητείται ελπίς) von Antonis Samarakis in Erscheinung. Bei dem BuGeorg Walther Heyer
Georg Walther Heyer (1924–1991) war ein deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur, der sich als Übersetzer an der 1973 von Danae Coulmas herausgegebenen Anthologie Die Exekution des Mythos betNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
