Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Iakovos Polylas und die Rezeption Friedrich Schillers in der neugriechischen Literatur

In diesem Essay werden die theoretischen Anleihen von Iakovos Polylas bei den ästhetischen Reflexionen von Friedrich Schiller untersucht. Es zeigt sich, dass Polylas Schiller vor allem durch Hegel rezipierte, der Schiller als Wegbereiter des Übergangs vom subjektiven zum objektiven Idealismus und als Begründer einer neuen klassisch-romantischen Ästhetik betrachtete, die die Einseitigkeit von Klassik und Romantik überwindet. Per Rückgriff auf die Theorie von Schillers Pathetischerhabenem betrachtete Polylas Solomos als einen idealen Menschen, dessen Leben und Werk als Vehikel zur ästhetischen und moralischen Bildung der griechischen Nation dienen konnte. In diesem Sinne folgte Polylas Schiller in der Auffassung, dass nur die hohe Kunst den Menschen ganzheitlich kultivieren und zum Träger einer neuen und besseren Menschheit und Gesellschaft machen könne.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas

Philhellenismus im Zerrspiegel: E.T.A. Hoffmann, Friedrich Niedmann, Friedrich Heinrich

Absicht der vorliegenden Veröffentlichung ist, am Beispiel der beiden „griechischen“ Erzählungen von E.T.A. Hoffmann Die Irrungen (1821) und Die Geheimnisse (1822) sowie der Possen von Friedrich Niedmann Krähwinkel wie es ist (1828) und von Friedrich Heinrich Die Griechen in Krähwinkel (1825) grundlegende Facetten einer ironischen Apostrophierung philhellenischer Rhetorik und der sogenannten Gräkomanie in der Literatur aufzuzeigen. Die Analyse der Texte fokussiert die Art und Weise, mit der einerseits auf das historische Geschehen eingegangen wird, andererseits konstitutive Topoi des zeitgenössischen philhellenischen Diskurses parodiert werden. Die ironische Bezugnahme auf das Geschehen in Griechenland ist ein weiterer Beleg der thematischen Präsenz des griechischen Freiheitskampfs im deutschsprachigen Raum und der Verbreitung philhellenischer Begeisterung bis in viele Bereiche des Alltags hinein.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler 

Ένας «Βέρθερος με φουστανέλα». Παναγιώτης Σούτσος: Λέανδρος

Αντικείμενο αυτής της μικροϊστορίας είναι το επιστολικό μυθιστόρημα του Παναγιώτη Σούτσου Λέανδρος, που είναι, αν όχι το πρώτο, πάντως ένα από τα πρώτα μυθιστορήματα που δημοσιεύτηκαν στην απελευθερωμένη Ελλάδα. Στο δοκίμιο, το κείμενο συνδέεται με το ιστορικό του πλαίσιο, ενώ ερμηνεύεται ως απότοκο της παράδοσης στην οποία ανήκει. Το επιστολικό μυθιστόρημα Λέανδρος, που δημοσίευσε ο Παναγιώτης Σούτσος το 1834 στο Ναύπλιο, αποτελεί μια σημαντική μαρτυρία των δυσκολιών που αντιμετώπισε το νεοελληνικό έθνος στην προσπάθειά του να δομήσει την ταυτότητά του στηριζόμενο στην ευρωπαϊκή πολιτισμική παράδοση. Τις δυσκολίες αυτές πραγματεύεται, μεταξύ άλλων, το παρόν δοκίμιο. Επιπλέον, εξετάζει τη μεταφυσική διάσταση που αποκτά το έθνος κι ο βασιλιάς Όθωνας στο κείμενο, τονίζοντας ταυτόχρονα τα ευρωπαϊκά πρότυπα του Σούτσου, και πιο συγκεκριμένα τη σχέση του με τον Βέρθερο του Γκαίτε, τα οποία εν πολλοίς είναι και αυτά που καθορίζουν την πλοκή.

Neue Artikel

Helmut SchareikaHelmut Schareika (1946–2018) war ein deutscher Philologe, Lektor und Übersetzer. Nach dem Studium der Klassischen Philologie, Germanistik, Byzantinischen und Neugriechischen Philologie wurde Sch
Πάουλ Βινς Ο Πάουλ Βινς (Paul Wiens, 1922–1982) ήταν Γερμανός συγγραφέας, συντάκτης και μεταφραστής, ο οποίος το 1961 δημοσίευσε υπ
Basil Exarchos Promotion Basil Exarchos (1903-1973) war von 1928 bis 1930 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Philosophische Fakultät Hauptfach: Erziehungswissens

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.