Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Das Musikleben in Athen am Hof König Ottos I. von Griechenland (1834–1862)
Die als Bavarokratie bezeichnete Bayernherrschaft hat nicht nur im bildungspolitischen Bereich großen Einfluss auf Griechenland genommen. König Otto konnte für die Entwicklung und die Gestaltung des höfischen Musiklebens nicht auf Kontinuitäten, wie z. B. ein Netzwerk aus Adeligen oder ein bestehendes urbanes Kulturleben, zurückgreifen, was den Aufbau grundlegender Strukturen erschwerte. Der damit verbundene Rückzug auf bekanntes Terrain macht den westeuropäischen und auch deutschen Einfluss besonders spürbar. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen sich das Zeremoniell für griechische Traditionen öffnete, wurde ein höfisches Musikleben westlicher Prägung aufgebaut. Generell ist die Abgrenzung einer „deutschen Musik“ im höfischen Umfeld schwierig, da bei repräsentativen Anlässen die westeuropäische Kunstmusik im Vordergrund stand. Die Militärmusik war fast gänzlich in deutscher Hand, und der Großteil der höfischen Musikkultur bestand aus westlichen Tänzen und der Darbietung deutscher, französischer oder italienischer Musikstücke. Dadurch konnten sich Verflechtungen zwischen westeuropäischer und griechischer Musik nur zögerlich entwickeln. Die Pflege von deutscher Volksmusik nahm am Hof eher einen kleinen Raum ein und diente fast ausschließlich zur privaten Unterhaltung der Palastangehörigen. Unbestritten ist auch der Einfluss des Hofes auf die Hörgewohnheiten der Griechen, unter denen viele über die öffentlichen Konzerte der Militärkapelle oder über die Hofbälle erstmals mit westlicher Musik in Kontakt kamen. Als ein klassisches Beispiel für den Kulturtransfer kann hier die Akzeptanz von Tänzen in einer Paartanzhaltung gelten. Die Kunstmusik in Griechenland orientiert sich heute stark an europäischen Formen und Gattungen. Für Athen ergaben sich die ersten Berührungspunkte zwischen europäischer Kunstmusik und griechischer Volksmusik unter König Otto, führten aber noch nicht zu kompositorischen Verflechtungen. Das europaweite Phänomen der nationalen Schule in der Musik, nach der seit Beginn des 19. Jahrhunderts europäische Gattungen und Formen der Kunstmusik mit Melodien und Rhythmen der nationalen Volksmusik verbunden wurden, ließ in Griechenland lange auf sich warten. Die Verflechtungen in Musikstücken am Hof König Ottos beschränkten sich auf die Kombination einzelner Teile eines Werkes, z. B. von westlicher Satztechnik mit griechischem Text, entwickelten aber noch keine neue musikalische Identität. Der Beginn einer griechischen nationalen Schule ist 1888 mit der ersten griechischsprachigen Oper von Spyridon Xyndas anzusetzen, also erst lange nach der Regierungszeit König Ottos.
Philhellenismus im Zeichen der Finanzkrise 2008
Der Philhellenismus stricto sensu, als Bewegung zur Unterstützung des griechischen Befreiungskampfes gegen die Osmanen, ist nur als eine Variante eines transepochalen Phänomens zu betrachten, das von der Antike bis zur Gegenwart reicht, und dessen wesentliches Merkmal die Idealisierung Griechenlands (hauptsächlich, doch nicht unbedingt, des antiken) ist. Insofern können auch Grass’ Gedicht Europas Schande oder Grünbeins Gedicht Auf der Akropolis als philhellenisch gelten, so wie der bewunderungsvolle Blick der italienischen alternativen Linken auf SYRIZA, in der sie die anderswo verlorengegangene Authentizität des politischen Engagements gesehen hat. Allen diesen Texten bzw. Positionierungen ist die Unfähigkeit oder gar das Desinteresse gemein, sich mit dem realen Griechenland auseinanderzusetzen, das in einer mehr oder weniger expliziten Weise als Produkt des Verfalls eines antiken oder klassischen, auf jeden Fall mythologisierten Perfektionsideals verurteilt wird – wie es selbst bei einer so realistisch versierten Autorin wie Wolf in ihrem literarischen Kassandra-Projekt überraschenderweise der Fall ist.
Κοινωνική μέριμνα και αντιπροπαγάνδα: Τα ραδιοφωνικά προγράμματα και οι εφημερίδες για τους Gastarbeiter στη δεκαετία του ’60
Ο Ψυχρός Πόλεμος στα ραδιοκύματα και η λειτουργία ραδιοφωνικών σταθμών και στις δύο πλευρές που χωρίζονταν από το «σιδηρούν παραπέτασμα» είχε ως επίσημη δικαιολογία την ανάγκη απάντησης στην «εχθρική προπαγάνδα διά του ραδιοφώνου» του αντίπαλου ιδεολογικού μπλοκ. Στην Ομοσπονδιακή Γερμανία η σύγκρουση αυτή εξελίχθηκε σε αντιπαράθεση μεταξύ των ραδιοφωνικών ιδρυμάτων και των ομοσπονδιακών αρχών για το περιεχόμενο και τη στόχευση ξενόγλωσσων των ραδιοφωνικών εκπομπών για Gastarbeiter από τις χώρες του μεσογειακού Νότου, που έλαβε τη μορφή του διπόλου μεταξύ κοινωνικής μέριμνας και αντιπροπαγάνδας. Το αίτημα της ομαλής ένταξης των μεταναστών στη γερμανική κοινωνία εξέφραζαν, πρωτίστως, τα ραδιοφωνικά προγράμματα για τους Έλληνες, όπως, για παράδειγμα, η εκπομπή του Μονάχου (έτος ίδρυσης: 1964) που σηματοδοτούσε επιπλέον την κοινή δέσμευση γερμανών και ελλήνων συντελεστών να εκμεταλλευτούν την προστασία του γερμανικού Συντάγματος και τη νομοθεσία για την ελευθερία και την ανεξαρτησίας των ΜΜΕ, ώστε να διασφαλίζεται ο ανεξάρτητος σχολιασμός των γεγονότων και των εξελίξεων στην Ελλάδα.
Αντίθετα, η έκδοση της εφημερίδας «Η Ελληνική» από την Ομοσπονδιακή Γραμματεία Τύπου αποδείκνυε ότι υπήρχαν στη Γερμανία αρκετοί αξιωματούχοι που θεωρούσαν ότι, στο πλαίσιο του ψυχροπολεμικού προπαγανδιστικού ανταγωνισμού, βασικό όπλο για την αντιμετώπιση της κομμουνιστικής επιρροής ήταν η χρηματοδότηση εφημερίδων για τους Gastarbeiter.
Neue Artikel
Theodor Kind
Theodor Kind (1799–1868) war ein Leipziger Philhellene, Literatur-, Sprach- und Kulturvermittler. Der studierte Jurist war seit 1824 als Anwalt, seit 1835 an der Juristischen Fakultät der UnΆντολφ Μάρτιν Άνζελμ
Ο Άντολφ Μάρτιν Άνζελμ (Adolph Martin Anselm, άγνωστη η. γ. – 1843) ήταν βαυαρός φιλόλογος, ο οποίος κατά τα πρώτα χρόνια τηΠάουλ Φρίντριχ
Ο Πάουλ Όττο Φρίντριχ (Paul Otto Friedrich, 1877–1947) ήταν γερμανός συγγραφέας, ιστορικός της λογοτεχνίας και μεταφραστήNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
