Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Die Rezeption von Käthe Kollwitz in Griechenland während des frühen Kalten Krieges (1950er und 1960er Jahre)

Dieser Essay untersucht Aspekte der Rezeption von  Käthe Kollwitz in Griechenland während des frühen Kalten Krieges. Im Mittelpunkt steht der theoretische Diskurs über das Werk der deutschen Künstlerin, wie er von griechischen Linksintellektuellen und Kunstkritikern in den 1950er und 1960er Jahren in der Kunstzeitschrift Epitheorisi Technis und der Presse artikuliert wurde. Darüber hinaus werden die ideologischen, politischen und sonstigen Parameter dreier deutscher Ausstellungen nachgezeichnet und kommentiert, die in den 1960er Jahren in Griechenland organisiert wurden, um Kollwitz und ihr Werk zu präsentieren. Wie wir feststellen, überschnitt sich in den 1950er und 1960er Jahren die Aufnahme ihrer Werke mit dem deutsch-deutschen Narrativ über die Geschichte der deutschen Kunst und insbesondere das Kollwitz-Werk. Anders ausgedrückt wurde Griechenland in dieser Zeit zum Schauplatz der ideologischen und künstlerischen Konfrontation zwischen den beiden deutschen Staaten. Beide beanspruchten Kollwitz und damit ein bedeutendes Kapitel der deutschen Kunstgeschichte des 20.Jahrhunderts für sich.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsigkas

Finanzielle Netze. Die bayerisch–französische Familienbank von Eichthal und ihre Investitionspläne in Griechenland in den 1830er Jahren

In den 1830er Jahren interessierte sich die Familienbank Eichthal mit ihren Sitzen in München und Paris intensiv für Investitionen in Griechenland, wo dieses Kapital zum Aufbau der Wirtschaft dringend nötig gewesen wäre. Die Familie investierte zunächst stark in den Aufbau von Geschäftsbeziehungen, verfolgte ihre Pläne dann aber schon ab Mitte der 1830er Jahre nicht mehr weiter. Der Artikel untersucht die Gründe für diese (negative) Investitionsentscheidung, die paradigmatisch für die Haltung der meisten europäischen Bankiers ist.

Γιάννης Καμπύσης: Ένας Ρωμιός στο Μόναχο του Φεν ντε Σιέκλ

Η παρούσα μικροϊστορία εξετάζει τη σχέση του δραματουργού Γιάννη Καμπύση με τον γερμανικό πολιτισμό στα τέλη του 19ου αιώνα. Το συμβάν με το οποίο εκκινεί η μελέτη είναι το σύντομο αλλά μεταμορφωτικό ταξίδι του Καμπύση στη Γερμανία το διάστημα 1898-1899, στη διάρκεια του οποίου ήρθε σε στενή επαφή με τον γερμανικό πολιτισμό. Η στενή σύνδεση του Καμπύση με γερμανικές πολιτισμικές όψεις, η οποία είχε ξεκινήσει πριν από το ταξίδι του, αποτυπώνεται δραστικά στη δραματουργία και τις φιλοσοφικές αναζητήσεις του. Σχετικά με τη δραματουργία, εμβληματική είναι η επιρροή του Γκέρχαρτ Χάουπτμαν, ενώ δεν λείπει ο διάλογος με θεατρικούς συγγραφείς όπως ο Γιόχαν Βόλφγκανγκ φον Γκαίτε και ο Χέρμαν Ζούντερμαν. Σχετικά με τη φιλοσοφία, ο συγγραφέας ασπάζεται αρχικά τη σκέψη του Αρθούρου Σοπενχάουερ, ενώ το ταξίδι του στη Γερμανία επισφραγίζει τη μεταστροφή του στα διδάγματα του Φρίντριχ Νίτσε. Με κύριο αγωγό τα «Γερμανικά γράμματα», αλλά και μια πληθώρα άρθρων και μεταφράσεων, ο Καμπύσης θα διαδώσει πτυχές της γερμανικής λογοτεχνίας στην Ελλάδα της Μπελ Επόκ. Όπως υποστηρίζει το δοκίμιο, με βάση τις ιστορικές και ιδεολογικές συνιστώσες της εποχής, ο Καμπύσης στράφηκε στη Γερμανία για να διαμορφώσει μια πολιτισμική πρόταση εθνικής αναγέννησης για την αγαπημένη του πατρίδα, την Ελλάδα.

Neue Artikel

Dimitrios Sp. EmmanouilPromotion Dimitrios Sp. Emmanouil (1911-;) war von 1933 bis 1937 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche Fakultät Hau
D. S. Aravantinos
Thanassis GeorgiouThanassis (eigtl. Athanassios) Georgiοu (1914–2014) war ein griechischer Journalist, Parteifunktionär und Übersetzer, der seit 1949 in der DDR lebte und arbeitete. Der jüngere Bruder des Jour

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.