Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Philhellenismus als Ausdruck von Weltflucht, Ästhetik und Intellektualität am Beispiel der Kaiserin Elisabeth von Österreich
Vor allem im letzten Jahrzehnt ihres abwechslungsreichen Lebens hatte Griechenland einen besonderen Platz im Herzen von Kaiserin Elisabeth. Ziel dieses Beitrags war es, die geistige Strömung des Philhellenismus in einen Zusammenhang mit Elisabeths Person und ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu bringen. In ihren Gedichten, auf ihren Reisen, bei ihrem Sprachstudium und nicht zuletzt in ihrer Beziehung zu großen griechischen Intellektuellen am Ende des 19. Jahrhunderts erleben wir die Kaiserin aufgrund neu bearbeiteter Quellen erstmals als eine Privatperson und entdecken ihre tiefe Menschlichkeit, die lange Zeit in Büchern und Filmen ignoriert worden ist.
„Unparteiische Justiz, unparteiische Zeugen“: die griechischen Entlastungszeugen im Prozess gegen Max Merten
Im Februar 1959 fand vor dem Athener Sondermilitärgericht gegen Kriegsverbrechen der Prozess gegen den Kriegsverbrecher Max Merten statt. Merten, der im Mai 1957 in Athen eher zufällig festgenommen wurde, war während der Besatzungszeit als Offizier der deutschen Wehrmacht in Thessaloniki stationiert. Den Anklagepunkten zufolge, die gegen ihn erhoben wurden, war er für die Deportation von 50.000 Juden aus Makedonien in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau sowie für die Plünderung jüdischer Vermögen und die Zerstörung jüdischer Denkmäler verantwortlich. Das gegen ihn eröffnete Gerichtsverfahren stellte seinerzeit eines der meistdiskutierten Ereignisse dar und bewegte die ganze Nation, die gespannt seiner Bestrafung entgegensah. Doch außer den Richtern und den Zeugen der Anklage erschien im Gerichtssaal auch eine Reihe von Zeugen, die in den Jahren der Besatzung eine dubiose und zwielichtige Rolle gespielt hatten. Sie eilten herbei, um dem wegen Kriegsverbrechen angeklagten Merten eine helfende Hand zu reichen. Zweck des Aufsatzes war es, auf den Aspekt der Entlastungszeugen zu fokussieren und durch die Nachzeichnung ihrer Lebenswege die Gründe verständlich zu machen, die diese Menschen dazu bewogen haben, für Merten auszusagen.
Übersetzung aus dem Griechischen: Theo Votsos
Γερμανικά άσματα μέσα από τις συλλογές: Αλέξανδρου Ραγκαβή, Αλέξανδρου Κατακουζηνού και Αναστασίου Μάλτου, από το λυκόφως του 19ου στην αυγή του 20ού αιώνα
Την περίοδο της Ελληνικής Επανάστασης, πολλά από τα φλογερά ποιήματα των ελλήνων λογίων που προσαρμόσθηκαν πάνω σε γνωστές δυτικές μελωδίες, λειτούργησαν ως ένας σημαντικός εθνεγερτικός μηχανισμός καθώς είχαν μεγάλη απήχηση στον ευρύτερο ελληνικό κόσμο. Τα δε γερμανικά άσματα αποτελούν ένα σημαντικό μέρος αυτών. Η έντυπη κυκλοφορία τους σε ανθολογίες, εφημερίδες, διδακτικά εγχειρίδια, φυλλάδια κ.λπ. συνεχίσθηκε μέχρι και το τέλος του 19ου αιώνα. Στο διάβα του χρόνου, το κατεξοχήν πατριωτικό θεματικό περιεχόμενο αυτών των συλλογών εμπλουτίσθηκε με ποιήματα ρομαντικού λυρισμού, προσαρμοσμένα κυρίως σε Volkslieder και Lieder επιφανών γερμανών συνθετών, ακολουθώντας τα ειωθότα. Η συμβολή των έντυπων ανθολογιών των τριών λογίων, Αλέξανδρου Ραγκαβή, Αλέξανδρου Κατακουζηνού και Αναστασίου Μάλτου, στην ευρύτερη διάδοση της γερμανικής μουσικής, κυρίως δε της ρομαντικής, στην Ελλάδα, τόσο στον χώρο της ψυχαγωγίας, όσο και στον χώρο της εκπαίδευσης, υπήρξε καθοριστικής σημασίας. Το παρόν δοκίμιο, λαμβάνοντας υπόψη το ιστορικό πλαίσιο της εποχής εκείνης, εξετάζει αφενός, το περιεχόμενο αυτών των ανθολογιών, παρουσιάζοντας χαρακτηριστικά παραδείγματα, και αφετέρου, τη συμβολή αυτών στον μουσικό εκπολιτισμό της Ελλάδας μέσω της προβολής της γερμανικής ρομαντικής μουσικής.
Neue Artikel
Rudolf Fahrner
Rudolf Fahrner (1903–1988) war ein deutscher Germanist, der zwischen 1941 und 1944 die Leitung des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts (DWI) in Athen innehatte. Nach dem Abitur in Linz stuJohannes Irmscher
Johannes Irmscher (1920–2000) war ein deutscher Altphilologe, Byzantinist und Neogräzist, der maßgeblich am Aufbau der Neogräzistik in der DDR beteiligt war. Der Sohn eines Kunstmalers besHeinrich Bernhard Oppenheim
Heinrich Bernhard Oppenheim (1819–1880) war ein deutscher Jurist, liberaler Politiker und Publizist jüdischer Herkunft, der 1842 gemeinsam mit seinen Berliner Studienfreunden Daniel Sanders undNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
