Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Die Suche nach einem „Rechtsstaat als Kulturschöpfer“: deutsche Mandarine, griechische Intellektuelle und die Heilungsansätze gegen die moderne „Krankheit“ in der Zwischenkriegszeit
Laut der innovativen Studie von Fritz Ringer, The Decline of the German Mandarins. The German Academic Community waren die deutschen Mandarine vor allem Professoren deutscher Universitäten und hochrangige Mitarbeiter der Staatsbürokratie. Sie bildeten eine Elite, eine soziale Schicht, die auf der Grundlage ihres kulturellen Kapitals die geistige Führung der deutschen Nation anstrebte. Die turbulenten Entwicklungen vor und nach dem Ersten Weltkrieg und der Beginn des Zeitalters der Massen wurden von den Mandarinen allgemein im Lichte der tiefgreifenden Krise von Kultur, Lernen und Wissen, der Werte, des Geistes und der Geschichte betrachtet. Die Zuspitzung der Krise in der Zwischenkriegszeit bedrohte ihr soziales Ansehen und ihren Status und untergrub dabei ihren Kulturauftrag und die damit verbundenen Ansprüche. So versuchten sie, auf ihr früheres Erbe zurückzugreifen, um die ihrer Meinung nach richtigen Antworten – unabhängig davon, ob sie den Orthodoxen oder den Modernisten angehörten – auf die von der Krise aufgeworfenen Fragen zu geben, insbesondere in Bezug auf die Schaffung eines Rechtsstaats, der Legitimität verkörpern und Zivilisation schaffen würde. Dieser Staat würde sich gegen eine Vielzahl von Gegnern wenden: gegen die Kräfte der Maschine und die der Experten der Technik, gegen die utilitaristische Wissenschaft, die deutsche Arbeiterbewegung und den Klassenkampf. In dieser kritischen Phase trafen prominente griechische Intellektuelle – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – auf die Ängste und Sorgen der deutschen Mandarine, während sie von ihren eigenen Ängsten und Sorgen verfolgt wurden: Die griechische Zwischenkriegskrise, die aus der Kombination von der sogenannten Kleinasiatischen Katastrophe und der Wirtschaftskrise der frühen 30er Jahre resultierte, stellte akut – trotz dem raschen Wirtschaftswachstum und seinem erfolgreichen Management – zwei miteinander verknüpfte Fragen in den Mittelpunkt, den staatlichen/sozialen Wiederaufbau und die neue kulturelle Ausrichtung Griechenlands. Obwohl sich die ganze Problematik hauptsächlich auf die Studie von Ringer stützt, wird sie von heuristischen „Werkzeugen“ wie der historischen Sozialwissenschaft von Peter Wagner (1994; 2008) begleitet, der die Zwischenkriegszeit als den Höhepunkt der ersten Krise der Moderne betrachtet. Weitere wichtige „Werkzeuge“, die die Problematik dieses Essays befruchtet haben, sind die Wissenschafts- und Technologiestudien, insbesondere das Konzept der „intellektuellen Aneignung von Technologie“, wie es von Mikael Hård und Andrew Jamison (1998) entwickelt wurde, schließlich bestimmte Trends der Studien zu Faschismus und Moderne, insbesondere die von Roger Griffin (2007), Peter Osborne (1995) und Dick Pels (1998; 2000, ix-xix, 1-26, 193-227), die den Faschismus als palingenetische Moderne betrachten und die Zukunftsorientierung der Konservativen Revolution betonen, aber, zu guter Letzt, ebenso auch einige wichtige Beiträge zur Geistesgeschichte der Zwischenkriegszeit.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Ο ρόλος της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας στις σχέσεις της Ελλάδας με το ΝΑΤΟ και τις Ευρωπαϊκές Κοινότητες κατά την περίοδο 1974-1981
Μετά τη δικτατορία, όταν η Ελλάδα υπέβαλε αίτημα ένταξης στις Ευρωπαϊκές Κοινότητες, η Ομοσπονδιακή Δημοκρατία της Γερμανίας ήταν η πιο ισχυρή χώρα της Δυτικής Ευρώπης. Η συνεργασία της με την Αθήνα ήταν προϋπόθεση, για να ευοδωθεί η ελληνική στρατηγική της ταχύτερης δυνατής ένταξης. Κατά τη διάρκεια των ενταξιακών διαπραγματεύσεων με τις Ευρωπαϊκές Κοινότητες έλαβε χώρα μια παράλληλη διαπραγμάτευση για την πλήρη επαναφορά της Ελλάδας στο ΝΑΤΟ, ιδίως μέσω του καγκελάριου Χέλμουτ Σμιτ και του αντικαγκελάριου και υπουργού εξωτερικών Χανς-Ντίτριχ Γκένσερ. Η Γαλλία έπαιξε μικρότερο ρόλο και στις δύο διαπραγματεύσεις εξαιτίας της δικής της προβληματικής σχέσης με το ΝΑΤΟ, από το στρατιωτικό σκέλος του οποίου απείχε από το 1966 (έως το 2007). Μολονότι ο Καραμανλής δεν αποδέχθηκε να επανέλθει η Ελλάδα στο στρατιωτικό σκέλος της συμμαχίας, όσο ήταν πρωθυπουργός, ούτε να εξαρτηθεί η ένταξη στις Ευρωπαϊκές Κοινότητες από την επανένταξη στο ΝΑΤΟ, άμβλυνε ήδη το 1976 την τεταμένη σχέση τόσο με την Τουρκία όσο και με τη συμμαχία, για να αποδείξει στους «Εννέα» ότι τα ελληνοτουρκικά προβλήματα δεν θα τους επιβάρυναν. Ταυτόχρονα, απέφυγε την «κοινοτικοποίηση» του Κυπριακού μέσω της διαμεσολάβησης που προσέφεραν τόσο η γερμανική όσο και η γαλλική ηγεσία θωρακίζοντας τη διεθνή του διάσταση. Η κυβέρνηση Σμιτ επιτάχυνε μετά το 1977 την ενταξιακή πορεία της Ελλάδας. Φρόντισε να εναρμονίσει τη γερμανική Ostpolitik με τα «δημοκρατικά» και γεωπολιτικά πλεονεκτήματα της Ελλάδας, κυρίως στη Μεσόγειο. Η συνεννόηση Καραμανλή και Σμιτ ευνοήθηκε από τη συν-αντίληψη ότι η «Ευρώπη» όφειλε να αποκτήσει μια διακριτή από τις Η. Π. Α. ταυτότητα μέσα στη Δύση. Η παρούσα ανάλυση φωτίζει τον ρόλο της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας στις διαπραγματεύσεις Ελλάδας-Ευρωπαϊκών Κοινοτήτων και Ελλάδας-ΝΑΤΟ, τις γερμανικές στρατηγικές για το ΝΑΤΟ και τις Ευρωπαϊκές Κοινότητες, καθώς και τις διμερείς σχέσεις σε συνάρτηση με τις πολιτικές ασφάλειας και δημοκρατίας.
Philhellenismus im Zerrspiegel: E.T.A. Hoffmann, Friedrich Niedmann, Friedrich Heinrich
Absicht der vorliegenden Veröffentlichung ist, am Beispiel der beiden „griechischen“ Erzählungen von E.T.A. Hoffmann Die Irrungen (1821) und Die Geheimnisse (1822) sowie der Possen von Friedrich Niedmann Krähwinkel wie es ist (1828) und von Friedrich Heinrich Die Griechen in Krähwinkel (1825) grundlegende Facetten einer ironischen Apostrophierung philhellenischer Rhetorik und der sogenannten Gräkomanie in der Literatur aufzuzeigen. Die Analyse der Texte fokussiert die Art und Weise, mit der einerseits auf das historische Geschehen eingegangen wird, andererseits konstitutive Topoi des zeitgenössischen philhellenischen Diskurses parodiert werden. Die ironische Bezugnahme auf das Geschehen in Griechenland ist ein weiterer Beleg der thematischen Präsenz des griechischen Freiheitskampfs im deutschsprachigen Raum und der Verbreitung philhellenischer Begeisterung bis in viele Bereiche des Alltags hinein.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
Neue Artikel
Πέτερ Κόβαλντ
Ο Πέτερ Κόβαλντ (Peter Kowald, 1944-2002) ήταν Γερμανός μουσικός της τζαζ, ο οποίος ανέπτυξε στενές σχέσεις με την ΕλλάδKurt Stern
Kurt Stern (1907–1989) war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor, Lektor und Übersetzer, der 1949 eine deutsche Übersetzung von Melpo Axiotis Roman Εικοστός Αιώνας (ZwaJohannes Mitsotakis
Ioannis, oftmals auch Johannes K. Mitsotakis (1839–1905) war ein griechischer Publizist, Schriftsteller, Übersetzer und Sprachlehrer. Nach einem (wahrscheinlich unabgeschlossenen) Studium deNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
