Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Erhart Kästner (1904-1974): Eine Griechenlandliebe
Erhart Kästner ist einer breiten Leserschaft vor allem als Autor der seit 80 Jahren immer wieder neu aufgelegten Griechenland-Bücher vertraut. Weniger bis fast gar nicht bekannt ist dagegen die kleine Antikensammlung des ‚Kultautors‘, die sich seit 1966 im Museum August Kestner in Hannover befindet. Der Beitrag beleuchtet – soweit möglich – die Genese dieser Sammlung vor dem Hintergrund von Kästners Aktivitäten während der deutschen Besatzungszeit Griechenlands im Zweiten Weltkrieg.
Φιλελληνισμός στον αστερισμό της οικονομικής κρίσης του 2008
Ο φιλελληνισμός, ως κίνημα υποστήριξης του ελληνικού απελευθερωτικού αγώνα κατά των Οθωμανών, δεν μπορεί παρά να θεωρηθεί αυστηρά ως παραλλαγή ενός διαχρονικού φαινομένου που εκτείνεται από την αρχαιότητα μέχρι σήμερα και του οποίου βασικό χαρακτηριστικό είναι η εξιδανίκευση της Ελλάδας (κυρίως, αλλά όχι απαραίτητα, της αρχαίας). Από αυτή την άποψη, το ποίημα του Γκρας «Η ντροπή της Ευρώπης» ή του Γκρύνμπαϊν «Στην Ακρόπολη» μπορούν επίσης να θεωρηθούν φιλελληνικά, όπως και το βλέμμα της ιταλικής εναλλακτικής αριστεράς που θαύμαζε τον ΣΥΡΙΖΑ, στον οποίο έβλεπε την αυθεντικότητα της πολιτικής στράτευσης που αλλού έχει πια χαθεί. Κοινό χαρακτηριστικό όλων αυτών των κειμένων ή θέσεων είναι η αδυναμία ή και η αδιαφορία να ασχοληθούν με την πραγματική Ελλάδα, η οποία καταδικάζεται αλλού με περισσότερη και αλλού με λιγότερη σαφήνεια ως προϊόν της παρακμής ενός αρχαίου ή κλασικού, σίγουρα πάντως μυθοποιημένου ιδεώδους τελειότητας – όπως κατά παράδοξο τρόπο συμβαίνει ακόμη και στη Βολφ, στο λογοτεχνικό εγχείρημα Κασσάνδρα, σε μια συγγραφέα που είχε ασκηθεί τόσο πολύ στον ρεαλισμό.
Μετάφραση από τα γερμανικά: Κώστας Κοσμάς
Struktur und Akteur in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen 1871–1941
Strukturelle Faktoren wie die Auflösung des Habsburgerreichs und der Zusammenbruch des Osmanischen Reiches spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen und führten dazu, dass diese nicht mehr dem Primat des deutschen Interesses am Osmanischen Reich unterworfen waren. Besonders wichtig waren die Einbeziehung Mazedoniens und Thrakiens in den griechischen Staat und die Weltwirtschaftskrise. Dazu kamen politische Faktoren wie der zunehmende Revisionismus im Europäischen und Mittelmeer-Raum in Folge der Machtergreifung Hitlers, die die Abhängigkeit Griechenlands von deutschen Rüstungstechnologien erhöhten und eine krisenhafte politische Entwicklung mit sich brachten. Erst nach der Errichtung der Diktatur von Metaxas erlebte Griechenland eine erhebliche Stabilisierung. Diese basierte in großem Maß auf dem Handel mit Deutschland. So waren es auch weder grundlegende Meinungsverschiedenheiten mit Griechenland noch Ansprüche auf griechische Gebiete, die Hitler dazu brachten, seine Politik „Ruhe auf dem Balkan“ aufzugeben und Griechenland zu besetzen, wohl aber Mussolinis Ultimatum.
Neue Artikel
Άντολφ Έλλισεν
Ο Γκέοργκ Άντον Άντολφ Έλλισεν (Georg Anton Adolf Ellissen, 1815–1872) ήταν γερμανός φιλόλογος, βιβλιοθηκάριος και φιλελεύθεÏEduard Schaubert
Gustav Eduard Schaubert (1804–1860) war ein schlesischer Architekt, der in den Jahren von 1830 bis 1850 in Griechenland lebte. Dort zeichnete er sich vor allem durch seine vielseitigen TätigkeitenNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
