Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Ludwig I. und der Philhellenismus in der Münchner Grabkunst – altgriechische Grabmäler für „neugriechische Helden“

Welches Fazit können wir ziehen? Sicherlich jenes, dass auf dem Alten Südlichen Friedhof der ludovizianische Philhellenismus einen unmittelbaren und über mehrere Jahrzehnte hinweg andauernden Niederschlag vor allem in jenen Grabstätten fand, die der Memoria von Personen und deren Familien aus dem engsten Umkreis Ludwigs I. galt: so den beiden Regentschaftsmitgliedern Maurer und Heideck, aber auch den in München verstorbenen Griechen Mavromichalis und Odysseus. Die stilkritischen Analysen, die Verwendung der antiken griechischen (Todes-)Ikonografie, aber insbesondere auch die nachzuweisenden unmittelbaren Bezüge auf damalige antike Grabmalfunde und das Aufgreifen antiker Farbigkeit legen bei diesen Grabmälern ein programmatisches Bekenntnis zum damaligen Philhellenismus nahe. Wie prägend die philhellenische Idee für die Protagonisten um Ludwig I. zeitlebens blieb, bezeugen schließlich auch noch die Nachklänge in den Grabmälern für Thiersch und Klenze. Mit diesen trieb der Philhellenismus noch einmal späte Blüten in der Münchner Grabkunst. Trotz der antiken Zitate, die mit historistischer Opulenz gesteigert wurden, herrschte allerdings nun ein anderer Geist als noch 30 Jahre zuvor, da der philhellenische Idealismus das politische und künstlerische Geschehen in Bayern und anderswo nicht mehr bestimmte. Diese antikisierenden Grabmäler waren also nicht in erster Linie unmittelbarer Ausdruck der Verbundenheit mit den großen Zielen des mittlerweile abgeschlossenen griechischen Freiheitskampfes, vielmehr ein retrospektiver, eher biografisch zu wertender Verweis, der im Dienst einer persönlichen Memoria der einstigen „Fürsprecher“ des neuen Hellas stand. Man ist sogar geneigt, diese späten philhellenischen Grabmäler auch ganz diesseitig als Mittel zur Sicherung des Nachruhms der Verstorbenen zu interpretieren.

Μια Νεότητα στην Ελλάδα 1837-1840. Το ταξίδι του νόστου του ελληνιστή Ernst Curtius

Τα πηγαία μηνύματα από την περίοδο ίδρυσης του ελληνικού κράτους, ιδιαίτερα από τη νέα πρωτεύουσα, την Αθήνα, οι οποίες βρίσκοντες καταγεγραμμένες στις επιστολές του Ernst Curtius, περιέχουν πολύτιμες εικόνες από τη σκοπιά ενός νεαρού επιστήμονα. Οι αναφορές αυτές, που σε καμία περίπτωση δεν υπηρετούν κάποιον συγκεκριμένο σκοπό, μεταφέρουν αδογμάτιστες απόψεις, απαλλαγμένες σε μεγάλο βαθμό από οποιαδήποτε ιδεολογία. Παρότι η κριτική ανάγνωση αυτής της ιστορικής αλληλογραφίας έχει συγκεκριμένα όρια, η σημασία της επιβεβαιώνεται από τη σύγκριση με τις αντιλήψεις του ώριμου κλασικού φιλολόγου Εrnst Curtius: Μεταξύ των επιστημονικών απόψεων του Curtius και της οπτικής που υιοθέτησε κατά τη διάρκεια των νεανικών του χρόνων υφίσταται μια στενή συγγένεια. Συγκεκριμένα θέματα που αντηχούν στις νεανικές αυτές παρατηρήσεις βρίσκουν αργότερα συχνά μια θέση στις ομιλίες του. Τα βασικά χαρακτηριστικά της πνευματικής του στάσης, όπως και η ευαισθησία του, αντλούν από τις εμπειρίες που βίωσε στο ταξίδι του στην Ελλάδα κατά τη διάρκεια των νεανικών του χρόνων, που ολοφάνερα τον σφράγισε. Το σώμα των επιστολών που παρουσιάζεται εδώ εμπεριέχει εντυπώσεις από τόπους, εικόνες της πόλης, γεγονότα και τοπία, συνοδευόμενες από σχόλια. Η σπουδαιότητα των παρατηρήσεων δεν περιορίζεται στα ενδιαφέροντα του κλασικού φιλολόγου. Το εύρος τους καλύπτει σημαντικές πολιτικές, κοινωνιολογικές και λαογραφικές-εθνολογικές όψεις της ελληνικής ζωής κατά τη δεκαετία του 1830.

Philhellenismus in Sachsen, 1821-1828

Damit lässt sich die eingangs gestellte Frage nach den Verbindungen zwischen Philhellenismus und bürgerlich-liberaler Bewegung in Sachsen so beantworten, dass diese offenbar nur eine marginale Rolle gespielt haben. Zugleich erweisen sich die innenpolitischen Auswirkungen des Philhellenismus in Sachsen insgesamt als eher gering. Hier bestehen einerseits Unterschiede zu Südwestdeutschland und den von Christoph Hauser betonten philhellenischen Impulsen für den Aufbau bürgerlicher Organisationen, andererseits auch zu Bayern mit dem von Ludwig Spaenle beschriebenen Staatsphilhellenismus unter König Ludwig I. Dagegen sind gewisse Parallelen zu Preußen erkennbar (wie die institutionelle Schwäche des liberalen Bürgertums, das frühe Eingreifen der Regierung im Sommer 1821 und die offiziell geduldete Spendenbewegung ab 1826). Für einen abschließenden Vergleich Sachsens mit anderen deutschen Staaten ist es aber noch zu früh, denn dazu muss erst einmal die Forschungslage zum sächsischen Philhellenismus deutlich verbessert werden, wozu abschließend nur eingeladen werden kann.

Neue Artikel

Αλεξάντερ ΣτάινμετςΟ νεοελληνιστής και μεταφραστής Αλεξάντερ Στάινμετς (Alexander Steinmetz, 1879–1973) ήταν ελληνογερμανός διαμεσολαβητής
Ιωάννης ΜητσοτάκηςΟ Ιωάννης, επονομαζόμενος συχνά και Γιοχάννες, Κ. Μητσοτάκης (1839-1905) ήταν έλληνας δημοσιογράφος, συγγραφέας, μ
Wilhelm Lang Wilhelm Lang (1832–1915) war ein deutscher Publizist und Schriftsteller, sich u. a. mit der neugriechischen Kultur und Literatur befasste. Nach dem Studium der Theologie in Tübingen war Lang

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.