Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Die deutsche technologische Überlegenheit in Griechenland, 1900–1940: Praxis und Vorstellungen

Die deutsche Industrie begann vom Ende des 19. Jahrhunderts an den griechischen Markt für Industrieausstattung und chemische Produkte zu durchdringen. In dem Essay untersuche ich, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen die deutsche Technologie auf diesem Markt die beherrschende Stellung erlangt hat. Die Art des Austauschs zwischen beiden Ländern formte im Übrigen auch die gegenseitige Wahrnehmung der Beteiligten auf beiden Seiten.

Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm

Μεταφράζοντας γερμανική ιδεολογία στα ελληνικά: Η Σίτσα Καραϊσκάκη και ο εθνικοσοσιαλισμός

Το δοκίμιο συζητά τη μεταφορά εθνικοσοσιαλιστικής ιδεολογίας από τη Γερμανία στην Ελλάδα, ανιχνεύοντας τη δράση της ελληνίδας διανοούμενης με σπουδές στο γερμανόφωνο χώρο Σίτσας Καραϊσκάκη (1897-1987) κι εστιάζοντας στις πρακτικές μετάφρασης και διασκευής που αυτή μετήλθε. Στο επίκεντρο τίθενται άρθρα της που, ενώ παρουσιάζονται ως πρωτότυπα, συνιστούν πλαγιαρισμό από το κύριο σύγγραμμα του ηγετικού εθνικοσοσιαλιστή θεωρητικού, Άλφρεντ Ρόζενμπεργκ, με τίτλο Der Mythus des 20. Jahrhunderts (1930). Προς πληρέστερη πλαισίωση του φαινομένου, λαμβάνονται υπόψη παλαιότερες εκδόσεις της Καραϊσκάκη που προϊδεάζουν για την αντιγραφή από τον Ρόζενμπεργκ. Η τελευταία συνιστά ένα παράδειγμα ιδεολογικής μετοχέτευσης ιδιάζουσας σημασίας, καθότι τα κείμενα δημοσιεύθηκαν κατά τη διάρκεια της δικτατορίας της 4ης Αυγούστου σε καθεστωτικά ή φιλομεταξικά έντυπα σχετικώς ευρείας κυκλοφορίας, χωρίς καμία ένδειξη ότι αποτελούν προϊόν μετάφρασης, γεγονός που συνέτεινε στην προώθηση τόσο των ιδεών που περιείχαν ως «ελληνικών» όσο και της «συγγραφέως» ως διανοούμενης. Το δοκίμιο παρέχει επίσης στοιχεία για τις σχέσεις της Σίτσας Καραϊσκάκη με τη Γερμανία πριν και μετά τη μεταξική δικτατορία, κλείνοντας με αναφορές στο «δεύτερο βίο» της και την έντονη αναζωπύρωση του ενδιαφέροντος φασιστοειδών κύκλων για την προσωπικότητα και το έργο της κατά τα τελευταία έτη. Το ενδιαφέρον αυτό επανενεργοποιεί την εν πολλοίς μετακενωμένη από τη Γερμανία ιδεολογία που προέβαλε η Καραϊσκάκη, αναδεικνύοντας τη διαχρονική σημασία της δράσης της για τη διαμόρφωση μιας σκοτεινής αλλά μη αμελητέας όψης των ελληνογερμανικών πολιτισμικών σχέσεων και ωσμώσεων.

Griechisch-deutsche Chorbeziehungen (1980-2021)

Das Gesamtthema „Griechisch-deutsche Chorbeziehungen“ lässt sich in zwei Einzelkategorien unterteilen: zum einen die Kategorie „Griechische Chöre in Deutschland bzw. deutsche Chöre in Griechenland“, zum anderen – unabhängig von aller Migrationsthematik – den Themenbereich „Gegenseitige Kommunikation, gegenseitiger Austausch und gemeinsame Programmvorhaben griechischer und deutscher Chöre“. Ziel dieses Essays ist, griechisch-deutsche Chöre von ihrer Gründung an bis zum Jahr 2021 zu erfassen, zu beschreiben, auf sie aufmerksam zu machen, die griechisch-deutschen Austauschaktivitäten und deren Bedeutung für das Chorleben beider Länder ins Licht zu rücken und damit die Schaffung eines Kommunikationsnetzes im Dienste des Ausbaus griechisch-deutscher Chorbeziehungen zu unterstützen.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Neue Artikel

Georg Walther HeyerGeorg Walther Heyer (1924–1991) war ein deutscher Schriftsteller und Rundfunkredakteur, der sich als Übersetzer an der 1973 von Danae Coulmas herausgegebenen Anthologie Die Exekution des Mythos bet
Konstantinos NikolaidisPromotion Konstantinos Nikolaidis (1910-;) war von 1937 bis 1939 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat von Homère Pisani). Fakultät: Medizinische Fakult
Χάιντς Ζίλμαν

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.