Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Struktur und Akteur in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen 1871–1941

Strukturelle Faktoren wie die Auflösung des Habsburgerreichs und der Zusammenbruch des Osmanischen Reiches spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen und führten dazu, dass diese nicht mehr dem Primat des deutschen Interesses am Osmanischen Reich unterworfen waren. Besonders wichtig waren die Einbeziehung Mazedoniens und Thrakiens in den griechischen Staat und die Weltwirtschaftskrise. Dazu kamen politische Faktoren wie der zunehmende Revisionismus im Europäischen und Mittelmeer-Raum in Folge der Machtergreifung Hitlers, die die Abhängigkeit Griechenlands von deutschen Rüstungstechnologien erhöhten und eine krisenhafte politische Entwicklung mit sich brachten. Erst nach der Errichtung der Diktatur von Metaxas erlebte Griechenland eine erhebliche Stabilisierung. Diese basierte in großem Maß auf dem Handel mit Deutschland. So waren es auch weder grundlegende Meinungsverschiedenheiten mit Griechenland noch Ansprüche auf griechische Gebiete, die Hitler dazu brachten, seine Politik „Ruhe auf dem Balkan“ aufzugeben und Griechenland zu besetzen, wohl aber Mussolinis Ultimatum.

Ελληνογερμανικές πολιτιστικές σχέσεις στη διάρκεια της δικτατορίας των συνταγματαρχών (1967–1974)

Η εξέλιξη των ελληνογερμανικών πολιτιστικών σχέσεων επί Χούντας επηρεάστηκε από ποικίλους παράγοντες. Ιδιαίτερα επιβάρυναν τις σχέσεις αυτές η προσπάθεια της Χούντας να θέσει υπό τον έλεγχό της τους έλληνες απόδημους σε συνδυασμό με διάφορα άλλα γεγονότα. Στους επιμέρους τομείς αυτών των σχέσεων οι εξελίξεις διαφοροποιούνται. Το Ινστιτούτο Γκαίτε, ως στυλοβάτης της δυτικογερμανικής πολιτιστικής πολιτικής, ανέπτυξε δράσεις, οι οποίες δεν απέβλεπαν μόνο στην ενίσχυση της γερμανικής πολιτιστικής παρουσίας αλλά και στη διάδοση της δημοκρατικής ιδεολογίας στην Ελλάδα. Αντίθετα, οι ελληνογερμανικές πολιτιστικές σχέσεις σε αρχαιολογικό επίπεδο χαρακτηρίζονται από την αδιατάρακτη και αρμονική συνεργασία μεταξύ Ελληνικής Αρχαιολογικής Υπηρεσίας και Γερμανικού Αρχαιολογικού Ινστιτούτου, καθώς και από τις μεμονωμένες διώξεις (παύσεις, αποκλεισμούς και μεταθέσεις) δημοκρατικών ελλήνων αρχαιολόγων. Και τα δύο αυτά χαρακτηριστικά ανάγονται στη συντηρητική πολιτική ιδεολογία των προϊσταμένων των δύο υπηρεσιών. Οι ελληνόφωνες εκπομπές Μονάχου και Κολωνίας, ως μέσα πολιτικής ενημέρωσης των εγχώριων και απόδημων Ελλήνων, υιοθέτησαν αρνητική στάση έναντι των συνταγματαρχών. Το καθεστώς προσπάθησε με διαβήματα και παρασκηνιακές ενέργειες να ακυρώσει ή να «διορθώσει» το περιεχόμενο των δύο εκπομπών, αλλά οι προσπάθειές του είχαν περιορισμένη επιτυχία. Η εξέλιξη του περιοδικού των ελληνογερμανικών εταιρειών Hellenika απεικονίζει τη σχέση των εταιρειών με τη Χούντα. Το περιοδικό ασκούσε έντονη κριτική σ’ αυτή έως το 1972, οπότε αποφασίστηκε η συντηρητική αναδόμηση του περιεχομένου του. Η πολιτική του καθεστώτος έναντι των ελληνικών σχολείων της ΟΔΓ απέβλεπε στον απόλυτο ιδεολογικό έλεγχο της εκπαίδευσης των αποδήμων, ενώ τα λεγόμενα «ενημερωτικά» ταξίδια δυτικογερμανών συντηρητικών βουλευτών και δημοσιογράφων στην Ελλάδα, με πλήρη κάλυψη των εξόδων από τη Χούντα, απέβλεπαν στη διαφήμιση και προβολή του καθεστώτος. Από αυτά διέφεραν ριζικά τα αυθεντικά ενημερωτικά ταξίδια σοσιαλδημοκρατών βουλευτών που άσκησαν σκληρή κριτική στο καθεστώς των Αθηνών.

Aspekte der altgriechischen Kunst in der deutschen visuellen Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts

Kunst und Architektur mit Bezügen zur klassischen Antike werden als Teile des kulturellen Systems des Philhellenismus im Kontext zweier unterschiedlicher historischer Perioden der neueren deutschen Geschichte untersucht, in denen sie durch neue Konzeptualisierungen unterschiedlich behandelt wurden. Es sollte gezeigt werden, dass der Philhellenismus ein fließendes ideologisches Phänomen war, das durch seine Teile semantisiert wurde und umgekehrt, dass die Kunst als Bestandteil des Philhellenismus durch ihre jeweilige Form zu interpretieren ist. Der erste Untersuchungszeitraum betrifft die Herrschaft Ottos in Griechenland und der zweite das NS-Regime in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf dem Zeitraum der Übernahme und Inszenierung der Olympischen Sommerspiele in Berlin liegt. In beiden Fällen griffen die Machthaber auf Elemente der antiken griechischen Bildkultur zurück und nutzten diese für die Verwirklichung ihrer Ziele. Unter Otto wurde die malerische Abbildung antiker Ruinen gefördert, die meist als Teil des modernen Lebens Griechenlands dargestellt wurden, wodurch die Kontinuität der griechischen Kultur hervorgehoben und das Gefühl des nationalen Zusammenhalts gestärkt wurde, während der Bau antik anmutender Architektur in München auf vielfältige Weise dazu beitrug, Ottos Prestige zu stärken, sowohl in den Augen seines Volkes als auch in denen der Großmächte. Die nationalsozialistische Regierung hingegen konzentrierte sich mehr auf die Grundsätze der klassischen Kunst und verlieh diesen einen symbolischen Gehalt mit Verweisen auf die besonderen Werte ihrer totalitären Ideologie. Antike Kunst und Architektur dienten der Visualisierung ihrer kulturellen und ideologischen Propaganda, die vor allem über Druckerzeugnisse, Plakate, Kino und Fernsehen ins Bild gesetzt wurde.

Übersetzung aus dem Griechischen: Lea Kyveli Chryssanthopoulou

Neue Artikel

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Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.