Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Philhellenismus als Ausdruck von Weltflucht, Ästhetik und Intellektualität am Beispiel der Kaiserin Elisabeth von Österreich

Vor allem im letzten Jahrzehnt ihres abwechslungsreichen Lebens hatte Griechenland einen besonderen Platz im Herzen von Kaiserin Elisabeth. Ziel dieses Beitrags war es, die geistige Strömung des Philhellenismus in einen Zusammenhang mit Elisabeths Person und ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu bringen. In ihren Gedichten, auf ihren Reisen, bei ihrem Sprachstudium und nicht zuletzt in ihrer Beziehung zu großen griechischen Intellektuellen am Ende des 19. Jahrhunderts erleben wir die Kaiserin aufgrund neu bearbeiteter Quellen erstmals als eine Privatperson und entdecken ihre tiefe Menschlichkeit, die lange Zeit in Büchern und Filmen ignoriert worden ist.

Der deutsche Beitrag zum Ausbau des physikalischen Instrumentariums an der Athener Universität: Ankäufe und Erwerbungen

Die vorliegende Studie beschreibt die Vorgänge um den Ausbau des Physikalischen Labors der Universität Athen mit Hilfe deutscher Reparationsleistungen nach dem Ersten Weltkrieg. Parallel dazu zeichnet sie den langsamen und mühevollen Übergangsprozess vom „Amt für Physik“ des 19. zu einem wissenschaftlichen Labor des 20. Jahrhunderts nach und verbindet diesen Prozess mit den persönlichen Geschichten derer, die an diesem Bemühen Anteil hatten. Wie an so vielen anderen Fällen lässt sich auch an diesem Fall ablesen, dass sich in Griechenland Geschichte von Institutionen in Wahrheit als Geschichte von Einzelpersönlichkeiten darstellt. Denn vielfach handelt es sich nicht um im Dienste von Institutionen tätige Menschen, sondern um Institutionen, die geschaffen werden, um Menschen dienlich zu sein. Das scheint eine Art von Gesetzmäßigkeit zu sein. Wie auch immer: der große Gewinn aus dieser Geschichte ist letztendlich, dass Griechenland für eine randständigen Universität, wie es die Athener Universität Anfang des 20. Jahrhunderts war, eine beträchtliche Anzahl für Forschung und Lehre unverzichtbarer Geräte und Instrumente hat erwerben können, und parallel dazu sich Deutschland dieser Geräte entledigen konnte, die für es selbst nur noch Produkte einer veralteten Technologie darstellten.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Ο Λουδοβίκος Α΄ και ο φιλελληνισμός στην ταφική τέχνη του Μονάχου – αρχαιοελληνικά ταφικά μνημεία για «νεοέλληνες ήρωες»

Σε τι συμπέρασμα μπορούμε να καταλήξουμε; Σίγουρα στο ότι στο Παλαιό Νότιο Νεκροταφείο ο λουδοβίκειος φιλελληνισμός αποτυπώνεται άμεσα και για αρκετές δεκαετίες, κυρίως στα ταφικά εκείνα μνημεία που ήταν αφιερωμένα στη μνήμη προσώπων και των οικογενειών τους από το στενό περιβάλλον του Λουδοβίκου Α΄  : για τα δύο μέλη της Αντιβασιλείας, τον Maurer και τον Heideck, αλλά και για τους δύο Έλληνες που πέθαναν στο Μόναχο, τον Μαυρομιχάλη και τον Λεωνίδα Οδυσσέως. Στα ταφικά αυτά μνημεία διακρίνουμε μια προγραμματική ομολογία στον τότε φιλελληνισμό, μέσα από τη στιλιστική ανάλυση, τη χρήση της αρχαιοελληνικής εικονογραφίας (του θανάτου), αλλά κυρίως από την αποδεδειγμένη άμεση αναφορά σε αρχαιοελληνικά επιτύμβια ευρήματα της εποχής και την υιοθέτηση της αρχαιοελληνικής πολυχρωμίας. Τη σημασία και τη διάρκεια που είχε η ιδέα του φιλελληνισμού για τους πρωταγωνιστές του περιβάλλοντος του Λουδοβίκου Α΄την τεκμηριώνουν οι απόηχοί του στα ταφικά μνημεία του Thiersch και του Klenze. Με τα μνημεία αυτά ο φιλελληνισμός έδωσε και ύστερους καρπούς στην ταφική τέχνη του Μονάχου. Παρά τα αρχαιοελληνικά αποφθέγματα, που τονίστηκαν με τη μεγαλοπρέπεια του ιστορισμού, επικρατούσε διαφορετικό πνεύμα απ’ ό,τι πριν από 30 χρόνια, αφού το ιδεώδες του φιλελληνισμού δεν καθόριζε πλέον το πολιτικό και καλλιτεχνικό γίγνεσθαι στη Βαυαρία και αλλού. Αυτά τα αρχαιοπρεπή ταφικά μνημεία δεν αποτελούσαν, λοιπόν, κατά κύριο λόγο άμεση έκφραση της πρόσδεσης στους μεγάλους στόχους του ελληνικού αγώνα για την ανεξαρτησία, αλλά πολύ περισσότερο μια αναδρομική αναφορά, κυρίως με βιογραφική αξία, στην υπηρεσία της προσωπικής μνήμης των πάλαι ποτέ «υποστηρικτών» της νέας Ελλάδας. Τείνουμε, μάλιστα, να ερμηνεύσουμε αυτά τα ύστερα φιλελληνικά μνημεία μονόπλευρα ως μέσον για να εξασφαλιστεί η υστεροφημία των θανόντων.

Μετάφραση από τα γερμανικά: Ιωάννα Μεϊτάνη

Neue Artikel

Konstantinos NikolaidisPromotion Konstantinos Nikolaidis (1910-;) war von 1937 bis 1939 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat von Homère Pisani). Fakultät: Medizinische FakultÃ
Triantafyllos DimitriouPromotion Triantafyllos Dimitriou (-) war von 1929 bis 1939 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Medizinische Fakultät Hauptfach: Augenheilkunde Wi
Karl Iken Der Philhellene Karl Jakob Ludwig Iken (1789–1841) gilt als einer der ersten deutschen Erforscher und Vermittler der neugriechischen Kultur. Während seines Philologie-Studiums an den Unive

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.