Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Φιλελληνισμός στον αστερισμό της οικονομικής κρίσης του 2008
Ο φιλελληνισμός, ως κίνημα υποστήριξης του ελληνικού απελευθερωτικού αγώνα κατά των Οθωμανών, δεν μπορεί παρά να θεωρηθεί αυστηρά ως παραλλαγή ενός διαχρονικού φαινομένου που εκτείνεται από την αρχαιότητα μέχρι σήμερα και του οποίου βασικό χαρακτηριστικό είναι η εξιδανίκευση της Ελλάδας (κυρίως, αλλά όχι απαραίτητα, της αρχαίας). Από αυτή την άποψη, το ποίημα του Γκρας «Η ντροπή της Ευρώπης» ή του Γκρύνμπαϊν «Στην Ακρόπολη» μπορούν επίσης να θεωρηθούν φιλελληνικά, όπως και το βλέμμα της ιταλικής εναλλακτικής αριστεράς που θαύμαζε τον ΣΥΡΙΖΑ, στον οποίο έβλεπε την αυθεντικότητα της πολιτικής στράτευσης που αλλού έχει πια χαθεί. Κοινό χαρακτηριστικό όλων αυτών των κειμένων ή θέσεων είναι η αδυναμία ή και η αδιαφορία να ασχοληθούν με την πραγματική Ελλάδα, η οποία καταδικάζεται αλλού με περισσότερη και αλλού με λιγότερη σαφήνεια ως προϊόν της παρακμής ενός αρχαίου ή κλασικού, σίγουρα πάντως μυθοποιημένου ιδεώδους τελειότητας – όπως κατά παράδοξο τρόπο συμβαίνει ακόμη και στη Βολφ, στο λογοτεχνικό εγχείρημα Κασσάνδρα, σε μια συγγραφέα που είχε ασκηθεί τόσο πολύ στον ρεαλισμό.
Μετάφραση από τα γερμανικά: Κώστας Κοσμάς
Die deutsche technologische Überlegenheit in Griechenland, 1900–1940: Praxis und Vorstellungen
Die deutsche Industrie begann vom Ende des 19. Jahrhunderts an den griechischen Markt für Industrieausstattung und chemische Produkte zu durchdringen. In dem Essay untersuche ich, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen die deutsche Technologie auf diesem Markt die beherrschende Stellung erlangt hat. Die Art des Austauschs zwischen beiden Ländern formte im Übrigen auch die gegenseitige Wahrnehmung der Beteiligten auf beiden Seiten.
Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm
„Shenzi Ulaya“ – Deutsch-griechische Verflechtungen von der Bagdadbahn zum kolonialen Deutsch-Ostafrika
Deutsch-griechische Verflechtungen zwischen 1871 und 1941 bestehen auch abseits der nationalen Geschichtsschreibungen der Staaten Griechenland und Deutschland. Zwischen den Jahren 1900 und 1914 lassen sich diese vor allem anhand imperialer Infrastrukturprojekte des Deutschen Reiches im Osmanischen Reich – Bau der Bagdadbahn – und der Kolonie Deutsch-Ostafrika (DOA) – Bau der Zentralbahn –nachzeichnen. Bei beiden Infrastrukturprojekten waren Griechen als Subunternehmer unverzichtbar für die deutschen Baufirmen. Als größte europäische Minderheit in der kolonialen Gesellschaft DOAs nahmen Griechen als „weiße Subalterne“ zudem eine konflikthafte Zwischenstellung im Spannungsfeld zwischen colonizer und colonized vor allem im Kontext von Arbeit ein, was ein weiteres Schlaglicht auf deutsch-griechische Verflechtungen wirft.
Neue Artikel
Stamatia Krawczynski
Stamatia Krawczynski (1923–1964), geb. Mitsoura, war eine griechische Philologin, die 1956 an der Ludwig-Maximilians-Universität München bei Franz Dölger mit einer kritischen Edition des mittelgrJohann Peter Pauls
Johann Peter Pauls (1782–n. d.), Arzt und Philologe und Regierungsrat in Koblenz, gab 1825 gemeinsam mit seinem Freund Christian Gottfried Nees von Esenbeck (1776–1858) und dessen Sohn Karl unterNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
