Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Philhellenismus im Zeichen der Finanzkrise 2008
Der Philhellenismus stricto sensu, als Bewegung zur Unterstützung des griechischen Befreiungskampfes gegen die Osmanen, ist nur als eine Variante eines transepochalen Phänomens zu betrachten, das von der Antike bis zur Gegenwart reicht, und dessen wesentliches Merkmal die Idealisierung Griechenlands (hauptsächlich, doch nicht unbedingt, des antiken) ist. Insofern können auch Grass’ Gedicht Europas Schande oder Grünbeins Gedicht Auf der Akropolis als philhellenisch gelten, so wie der bewunderungsvolle Blick der italienischen alternativen Linken auf SYRIZA, in der sie die anderswo verlorengegangene Authentizität des politischen Engagements gesehen hat. Allen diesen Texten bzw. Positionierungen ist die Unfähigkeit oder gar das Desinteresse gemein, sich mit dem realen Griechenland auseinanderzusetzen, das in einer mehr oder weniger expliziten Weise als Produkt des Verfalls eines antiken oder klassischen, auf jeden Fall mythologisierten Perfektionsideals verurteilt wird – wie es selbst bei einer so realistisch versierten Autorin wie Wolf in ihrem literarischen Kassandra-Projekt überraschenderweise der Fall ist.
«Αδέκαστη δικαιοσύνη, αδέκαστοι μάρτυρες»: Έλληνες υπερασπιστές στη δίκη του Μαξ Μέρτεν
Τον Φεβρουάριο του 1959, έλαβε χώρα στο Ειδικό Στρατοδικείο Εγκλημάτων Πολέμου της Αθήνας η δίκη του γερμανού εγκληματία πολέμου Μαξ Μέρτεν. Ο Μέρτεν, που συνελήφθη τυχαία στην Αθήνα τον Μάιο του 1957, την περίοδο της Κατοχής, ως αξιωματικός του γερμανικού στρατού, είχε βρεθεί εγκατεστημένος στην πόλη της Θεσσαλονίκης. Σύμφωνα με τις κατηγορίες που εκκρεμούσαν σε βάρος του, ήταν υπεύθυνος για τον εκτοπισμό 50.000 Εβραίων της Μακεδονίας στο στρατόπεδο συγκέντρωσης του Άουσβιτς-Μπιρκενάου, καθώς και για τη λεηλασία εβραϊκών περιουσιών και μνημείων. Η παραπομπή του σε δίκη αποτέλεσε ένα από τα πιο πολυσυζητημένα θέματα της επικαιρότητας συγκλονίζοντας το πανελλήνιο, το οποίο περίμενε με αγωνία την τιμωρία του. Εντούτοις, πλην των δικαστών και των μαρτύρων κατηγορίας, εντός της δικαστικής αίθουσας έκαναν την εμφάνισή τους και μια σειρά μαρτύρων με αρκετά ύποπτο και σκοτεινό ρόλο στα χρόνια της Κατοχής, οι οποίοι έσπευσαν να τείνουν χείρα βοηθείας στον γερμανό κατηγορούμενο για εγκλήματα πολέμου. Σκοπός της μελέτης ήταν να επικεντρωθεί στο ζήτημα των μαρτύρων υπεράσπισης και μέσα από την προσωπική διαδρομή του καθενός να γίνουν κατανοητοί οι πραγματικοί λόγοι για τους οποίους οι άνθρωποι αυτοί κατέθεσαν υπέρ του Μέρτεν.
„Shenzi Ulaya“ – Deutsch-griechische Verflechtungen von der Bagdadbahn zum kolonialen Deutsch-Ostafrika
Deutsch-griechische Verflechtungen zwischen 1871 und 1941 bestehen auch abseits der nationalen Geschichtsschreibungen der Staaten Griechenland und Deutschland. Zwischen den Jahren 1900 und 1914 lassen sich diese vor allem anhand imperialer Infrastrukturprojekte des Deutschen Reiches im Osmanischen Reich – Bau der Bagdadbahn – und der Kolonie Deutsch-Ostafrika (DOA) – Bau der Zentralbahn –nachzeichnen. Bei beiden Infrastrukturprojekten waren Griechen als Subunternehmer unverzichtbar für die deutschen Baufirmen. Als größte europäische Minderheit in der kolonialen Gesellschaft DOAs nahmen Griechen als „weiße Subalterne“ zudem eine konflikthafte Zwischenstellung im Spannungsfeld zwischen colonizer und colonized vor allem im Kontext von Arbeit ein, was ein weiteres Schlaglicht auf deutsch-griechische Verflechtungen wirft.
Neue Artikel
Theodor Kind
Theodor Kind (1799–1868) war ein Leipziger Philhellene, Literatur-, Sprach- und Kulturvermittler. Der studierte Jurist war seit 1824 als Anwalt, seit 1835 an der Juristischen Fakultät der UnΙωάννης Μητσοτάκης
Ο Ιωάννης, επονομαζόμενος συχνά και Γιοχάννες, Κ. Μητσοτάκης (1839-1905) ήταν έλληνας δημοσιογράφος, συγγραφέας, μHelmut Flume
Helmut Flume (1905–1999) war ein deutscher Philologe, Kulturfunktionär und Übersetzer neugriechischer Literatur. Nach dem Abitur in Dortmund studierte Flume ab 1924 Germanistik und KlassiscNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
