Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Από τη Φρανκφούρτη στην Αθήνα: Πώς ο Ψυχοπαίδης διαβάζει «κριτική θεωρία»

Ο Κοσμάς Ψυχοπαίδης, έχοντας μαθητεύσει στο περιβάλλον του Αντόρνο και της Σχολής της Φρανκφούρτης, υιοθετεί την ιδιαίτερη «κριτική στάση» που χαρακτηρίζει εκείνη τη σχολή και, ήδη από την εποχή των σπουδών του και της πρώτης πανεπιστημιακής του θητείας στη Γερμανία, συγκροτεί έναν κύκλο φιλοσοφικών και κοινωνικοεπιστημονικών ερευνών που παρεμβαίνει στη διαμόρφωση του ακαδημαϊκού και κατ’ επέκταση πολιτικού τοπίου στην Ελλάδα – ιδιαίτερα μετά την επιστροφή του το 1981. Επιμένοντας στην ανάδειξη της σημασίας της «πολιτικής μέσα στις έννοιες», επιδίδεται σε έναν συστηματικό και με πάθος αγώνα υπέρ μιας θεωρητικής και συνάμα παρεμβατικής εργασίας προς εξασφάλιση των πολιτικών και κοινωνικών όρων που έχει διακηρύξει ο διαφωτισμός και έχει καταγράψει ως απειλούμενους η μαρξική κριτική αλλά και η ίδια η σύγχρονη πραγματικότητα. Με αυτή τη στοχοθεσία ο Ψυχοπαίδης αξιοποιεί όλον τον κριτικό εννοιολογικό εξοπλισμό που του παρέχει η «κριτική θεωρία» και ιδίως η αντορνική της εκδοχή, προσαρμόζοντας και επενερμηνεύοντας θέσεις της με βάση τις δικές του πρόσθετες, καντιανές κυρίως, προκείμενες. Επεκτείνει έτσι το κεντρικό δίκτυο της φρανκφουρτιανής προβληματικής, που οργανώνεται γύρω από μια σύλληψη της κριτικής ως συμπεριφοράς και ως πρακτικής θεμελιωμένης στην προσδιορισμένη άρνηση, οξύνοντας αλλά και γενικεύοντας την απαίτηση αξιακού προσανατολισμού της θεωρίας. Αυτή η έμφαση προσδίδει στη συγκεκριμένη εκδοχή «κριτικής θεωρίας» μια ιδιαίτερη χροιά, που, σε κάποιο βαθμό, τη διαφοροποιεί από εκείνη του Αντόρνο, επιτρέποντάς της ταυτοχρόνως να συνομιλήσει κριτικά με σύγχρονες κανονιστικές θεωρίες. Κυρίως όμως, το έργο του Ψυχοπαίδη αξιώνει, χάρη σε αυτόν τον ιδιαίτερο προσανατολισμό, να ελέγξει τα ανορθολογικά στοιχεία σχετικιστικών προγραμμάτων που ευδοκίμησαν στην Ελλάδα αλλά και στη Γερμανία κατά τις τελευταίες δεκαετίες.

„Miteinander reden!“: Griechische Künstler in West-Berlin zur Zeit der Spaltung im Kalten Krieg

Dieser Essay schildert die Haltung während der 60er und 70er Jahre in Westberlin niedergelassener griechischer Künstler gegenüber der aktuellen deutschen Problematik, vor allem der politischen und gesellschaftlichen Teilung Berlins mitsamt der Errichtung der Mauer. Ihr zeitlich begrenzter Aufenthalt in Westberlin veranlasste diese Künstler, unter ihnen Alexis Akrithakis, Konstantinos Xenakis, Jannis Psychopedis und Kostas Tsoklis, zeitgemäß dominierende Perspektiven zu den Themen Teilung und fehlende Kommunikation mit dem Resultat beizubringen, ihr Schaffen mit der gesellschaftlichen, politischen und geschichtlichen Realität Berlins in Verbindung zu bringen. Die griechischen Künstler brachten aus ihrem Miterleben der gesellschaftlichen und politischen Situation der deutschen Nachkriegsstadt zum Ausdruck, was sie umtrieb, übten Kritik, erhoben Anklage gegen die Existenz der Mauer und thematisierten in ihren Werken die Teilung der Stadt. In den Werken der griechischen Künstler, die sich mit der Frage der Teilung befassen, lassen sich dabei rhetorische Kunstgriffe wie Allegorie, Fantastik und Widersinn ausmachen, entsprechend etwa an der dystopischen Idee des „Exodus“ der Künstlervereinigung OMA zu beobachten, bei der die Mauer zur Voraussetzung einer Freiheit wird, die darin besteht, sich selbst einzusperren. Die griechischen Künstler, und mit ihnen die Künstlervereinigung OMA brachten die Ideen einer fiktiven Freiheit, des Eingeschlossenseins und der Kommunikation zum Ausdruck. In ihrem Bemühen, an den Erfahrungen, den Erlebnissen, der Gefühlslage und ganz allgemein am Alltag der Berliner Bürger teilzunehmen, kreierten die griechischen Künstler Arbeiten und Kompositionen, die auf Alltagssymbolen, Fotografien, realistischen Collagen, Fotomontagen und organischen wie anorganischen Materialien aufbauten. Darin werden deutliche Anspielungen auf die Berliner Mauer, die Problematik mangelnder Kommunikation, des Eingeschlossenseins und der Ausweglosigkeit dargestellt. Dabei, so lässt sich feststellen, integrieren sich diese Künstler in die deutsche Kunstszene und schließen sich aktuellen künstlerischen Strömungen an.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Soziale Fürsorge und Gegenpropaganda: Rundfunksendungen und Zeitungen für Gastarbeiter in den 1960er Jahren

Der Kalte Krieg im Rundfunk und der Betrieb von Radiosendern auf beiden Seiten des „Eisernen Vorhangs“ wurden offiziell mit der Notwendigkeit begründet, auf die „feindliche Radiopropaganda“ des gegnerischen ideologischen Blocks zu reagieren. In der Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich dieser Konflikt zu einer Konfrontation zwischen den Rundfunkanstalten und den Bundesbehörden über den Inhalt und die Ausrichtung fremdsprachiger Radiosendungen für Gastarbeiter aus dem europäischen Süden, die sich im Spannungsfeld zwischen sozialer Fürsorge und Gegenpropaganda bewegte. Die Forderung nach einer reibungslosen Integration der Einwanderer in die deutsche Gesellschaft wurde vor allem durch die Radiosendungen für Griechen zum Ausdruck gebracht, wie z.B. die des Bayerischen Rundfunks, die 1964 eingeführt wurde. Diese Sendung war auch ein Zeichen des gemeinsamen Engagements deutscher und griechischer Akteure und eine Aufforderung, den Schutz des Grundgesetzes und der deutschen Gesetze zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien zu nutzen, um eine unabhängige Kommentierung der Ereignisse und Entwicklungen in Griechenland sicherzustellen.

Die Herausgabe der Zeitung I Elliniki durch das Bundespresseamt bewies, dass es in Westdeutschland ranghohe Staatsbedienstete gab, die im Rahmen der konkurrierenden Propaganda des Kalten Krieges in der Finanzierung von Zeitungen für Gastarbeiter eine wichtige Waffe gegen die kommunistische Einflussnahme sahen.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsigkas

Neue Artikel

Friedrich Thiersch Friedrich Wilhelm Thiersch (1784–1860), auch gräzisiert Ειρηναίος Θείρσιος, war ein deutscher Philologe, Pädagoge und Philhellene, der sich besondere Verdienste um die polit
Άνταλμπερτ ΜπόυζενΟ Άνταλμπερτ Μπόυζεν (Adalbert Boysen, 1843–1912) ήταν γερμανός στρατιωτικός, εκδότης σειράς μελετών για την Ελλάδα και
Hedwig Schwent-BertosHedwig Schwent-Bertos (Lebensdaten unbekannt), Ehefrau des Archäologen und Kunsthorikers Nikolaos Bertos (1885–1949) und Mutter des Kunsthistorikers Rigas Bertos (geb. 1929), trat in den 1970er Jah

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.