Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Αλέξανδρος Μαυροκορδάτος: ένας επαναστάτης στις αυλές του Μονάχου και του Βερολίνου (1834-1837)

Στο κείμενο αυτό έγινε μια εποπτική παρουσίαση του περιεχομένου του ημερολογίου του Αλέξανδρου Μαυροκορδάτου από τη διπλωματική του θητεία στη Γερμανία: Διορίστηκε από την Αντιβασιλεία πρεσβευτής της Ελλάδας στις αυλές της Βαυαρίας και της Πρωσίας. Ύστερα από ένα περιπετειώδες ταξίδι μαζί με την οικογένειά του, θα εγκατασταθεί στο Μόναχο και εκεί, καθώς και με μεταβάσεις του στο Βερολίνο, θα ασκεί τα καθήκοντά του μεταξύ 1834-1837. Με βάση κυρίως το ημερολόγιο που ο ίδιος συστηματικά κρατούσε, επιχειρείται να φανεί πώς προσπάθησε να υπερασπιστεί τα συμφέροντα του νέου κράτους σύμφωνα με τις οδηγίες που είχε λάβει. Το ημερολόγιο επιτρέπει επίσης τη συγκρότηση μιας ικανοποιητικής εικόνας για το πώς έζησε ο Μαυροκορδάτος σε γερμανικό περιβάλλον. Μας πληροφορεί επίσης για τις επίσημες και ανεπίσημες επαφές του με τις βαυαρικές και πρωσικές αρχές και τους εκεί διαπιστευμένους πρεσβευτές των άλλων χωρών, καθώς και για τον τρόπο με τον οποίο όλοι αυτοί τον αντιμετώπισαν. Γίνεται επίσης αναφορά στις σχέσεις του με τους εγκατεστημένους στο Μόναχο και Βερολίνο Έλληνες, αλλά και σε επιτεύγματα των Γερμανών τα οποία ο ίδιος ήθελε να μεταφυτευτούν στη χώρα του. Πολλά σημεία του ημερολογίου περιλαμβάνουν τις εντυπώσεις του από τα αξιοθέατα, όπως τα οικοδομήματα που έβλεπε, από τα έργα τέχνης ή τον τρόπο ζωής των Γερμανών. Αλλού εμφανίζονται καταγραφές για το πώς περνούσε τον ελεύθερο χρόνο του, πώς διασκέδαζε, για την καθημερινότητά του, τις σχέσεις του με τη σύζυγό του και για τις τραγικές στιγμές του θανάτου των παιδιών του. Ως πολιτικός σημειώνει, τέλος, τις αντιδράσεις του για τα συμβάντα στην Ελλάδα. Στο κείμενο δίνονται επίσης λίγες αλλά ενδιαφέρουσες κρίσεις του για την Ελληνική Επανάσταση. Επισημαίνονται, τέλος, οι ανησυχίες του για τα όσα συμβαίνουν στην Ελλάδα και καταδεικνύεται ο τρόπος με τον οποίο η πολιτική και κοινωνική κατάσταση στις γερμανικές χώρες επηρεάζει τις απόψεις του για τη μορφή του πολιτεύματος στην Ελλάδα.

Griechische Kunststipendiaten der Panhellenischen Heiligen Stiftung Evangelistria Tinos in München in der zweiten Hälfte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Der vorliegende Essay beschäftigt sich mit dem Künstlernetzwerk, das in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Athen und München durch die Stipendiaten der Panhellenischen Heiligen Stiftung Evangelistria Tinos geknüpft wurde. Durch die Korrespondenz zwischen Stipendiaten und Stiftung werden die Lebensbedingungen der Künstler, die Beziehungen untereinander, die Verbindung zur griechischen Gemeinde in München, aber auch die Beziehung zwischen den Stipendiaten und der Stiftung offengelegt. Die Verlagerung der Kunstszene von Rom nach München zeichnet sich bereits in den ersten griechischen Bürgschaftsverträgen ab, die nach dem königlichen Erlass von 1862 unterzeichnet wurden, und mit denen die Panhellenische Heilige Stiftung Evangelistria Tinos Kunststipendien im In- und vor allem im Ausland vergab. Zu den ersten Stipendiaten, die es in die bayerische Landeshauptstadt zog, gehörten Nikolaos Gyzis (1842-1901), Giannoulis Chalepas (1851-1938), Georgios Vitalis (1838-1901) und Dimitrios Georgantas (1851-1933). Die Korrespondenz verdeutlicht den Wunsch der Stiftung an einer aktiven Beteiligung am Kunstgeschehen sowie die politischen Verstrickungen, die hinter der Auswahl jedes einzelnen Stipendiaten standen. Über die Intervention des Kunstliebhabers Nikolaos Nazos zur Sicherung des Stipendiums von Nikolaos Gyzis bis hin zu der Nichtauszahlung der vierteljährlichen Zuwendungen an Nikolaos Lytras wird der politische Status der Stiftung und das Ausmaß der Bedeutung der Stipendien für die Empfänger deutlich. Da die Stiftung in direktem Kontakt zur jeweiligen Athener Zentralregierung stand, werden darin die interventionistischen Aktivitäten offengelegt.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas

Jakob Philipp Fallmerayer als Athosgänger

Fallmerayers 1842 erschienener Bericht seiner Athos-Reise wird hier als Beispiel eines deutschsprachigen Griechenland-Diskurses angeführt, der auf die byzantinische Tradition fokussiert und parallel zu der Antikenbegeisterung existiert. Es wird die Besonderheit des Athos als Reiseziel allgemein und bei Fallmerayer insbesondere besprochen. Es wird auf die besondere Funktion der ausführlichen Naturbeschreibungen eingegangen, die einerseits der Rolle der Natur im Kontext des Griechenlanddiskurses als Garant der Kontinuität entspricht, andererseits darauf abzielt, den numinosen Charakter des Heiligen Berges einzufangen, und hierin auf den Topos des Unaussprechlichen zurückgreift. Fallmerayers Bericht ist außerdem ein frühes Beispiel der Athos-Begeisterung im Zeichen der Weltflucht und Zivilisationskritik, der Suche nach einer Alternative zur modernen, fortschrittsorientierten Gesellschaft. Somit fungiert er als Vorbote dieser Tendenz, die um die Jahrhundertwende zunehmen wird. Besonders ist Fallmerayers Athos-Bericht nicht zuletzt auch wegen des Respektes, den er der orthodoxen Denkweise entgegenbringt und den er seinen Lesern zusammen mit der Erfahrung der ihn begeisternden Natur nahezubringen versucht. Zum Schluss wird auf die grundsätzliche Ambivalenz der Autorfigur eingegangen: Fallmerayer portraitiert sich einerseits als der zivilisationsmüde Westeuropäer, der die Weltabgeschiedenheit des Heiligen Berges zu würdigen weiß und für die Exzeptionalität der Landschaft des Athos empfänglich ist. Andererseits erscheint er als der von Wissensdrang motivierte westliche Gelehrte, der in der Fremde Land und Leute aufsucht und in seinem Bemühen, sie zu begreifen bzw. zu beschreiben, deren Eigenheiten und Denkweisen genau beobachtet und dokumentiert.

Neue Artikel

Alexander Clarus Heinze Alexander Clarus Heinze (1806–1856) war ein deutscher Militärangehöriger und Politiker, der im Königreich Griechenland bis 1843 in verschiedenen militärischen Funktionen tätig war und spät
Lulu Bail
Jorgos BusianisJorgos Busianis (1883–1959) war ein moderner Maler, der hauptsächlich in Griechenland und Deutschland wirkte. Er lebte und arbeitete in Athen, Berlin, München und Paris und prägte die griechische

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.