Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Die Rezeption von Käthe Kollwitz in Griechenland während des frühen Kalten Krieges (1950er und 1960er Jahre)

Dieser Essay untersucht Aspekte der Rezeption von  Käthe Kollwitz in Griechenland während des frühen Kalten Krieges. Im Mittelpunkt steht der theoretische Diskurs über das Werk der deutschen Künstlerin, wie er von griechischen Linksintellektuellen und Kunstkritikern in den 1950er und 1960er Jahren in der Kunstzeitschrift Epitheorisi Technis und der Presse artikuliert wurde. Darüber hinaus werden die ideologischen, politischen und sonstigen Parameter dreier deutscher Ausstellungen nachgezeichnet und kommentiert, die in den 1960er Jahren in Griechenland organisiert wurden, um Kollwitz und ihr Werk zu präsentieren. Wie wir feststellen, überschnitt sich in den 1950er und 1960er Jahren die Aufnahme ihrer Werke mit dem deutsch-deutschen Narrativ über die Geschichte der deutschen Kunst und insbesondere das Kollwitz-Werk. Anders ausgedrückt wurde Griechenland in dieser Zeit zum Schauplatz der ideologischen und künstlerischen Konfrontation zwischen den beiden deutschen Staaten. Beide beanspruchten Kollwitz und damit ein bedeutendes Kapitel der deutschen Kunstgeschichte des 20.Jahrhunderts für sich.

Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsigkas

Vergangenheitsbewältigung und gemeinsamer Weg in die Europäische Union

Der Titel des vorliegenden Essays intendiert, die beiden Grundachsen zu kennzeichnen, an denen sich die bilateralen Beziehungen über die gesamte Nachkriegsepoche hin bis heute orientieren. Das Thema Vergangenheitsbewältigung hat in den Jahrzehnten nach dem Krieg in ganz bedeutendem Umfang das Fundament der offiziellen Beziehungen zwischen Athen und Bonn bestimmt, wobei es kein Zufall ist, dass in schwierigen Konstellationen die Zweite-Weltkrieg-Vergangenheit und die deutsche Besatzungszeit in den Vordergrund des öffentlichen Diskurses zurückkehren. Die beiden Hauptprobleme der Kriegsvergangenheit, zum einen der Umgang mit Kriegsverbrechern, zum anderen die Frage der Kriegsentschädigungen, wurden von den Nachkriegsregierungen nicht auf gleiche Weise angegangen. Das erste dieser Probleme wurde auf eine Weise zum Abschluss gebracht, die beiden Seiten Vorteile erbrachte. Die Lösung des zweiten wurde mit Hilfe juristischer Begriffe bis zur deutschen Wiedervereinigung aufgeschoben, wobei man in den drei letzten Jahrzehnten danach auf deutscher Seite allerdings dem Gespräch über eine wie auch immer geartete Regelung auswich. Der gemeinsame Weg in ein Vereintes Europa stellt seit den 50er Jahren bis heute die zweite Grundachse der griechisch-deutschen Beziehungen dar. Griechenland wie Westdeutschland standen unter den Bedingungen des Kalten Krieges fest auf der Seite des Westens, was für ihre beiderseitigen Beziehungen fundamental bestimmend war. In Fortsetzung dieser Grundstruktur entfalteten sich ihre spezifischen gegenseitigen Bindungen im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses, in welchem die Bundesrepublik Deutschland als Gründungsmitglied der EWG fungierte und Griechenland zu deren erstem assoziierten Mitglied geworden ist. Trotz ihrer unterschiedlichen Größe entwickelt sich die Beziehung beider Länder stetig weiter.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Αλέξανδρος Μαυροκορδάτος: ένας επαναστάτης στις αυλές του Μονάχου και του Βερολίνου (1834-1837)

Στο κείμενο αυτό έγινε μια εποπτική παρουσίαση του περιεχομένου του ημερολογίου του Αλέξανδρου Μαυροκορδάτου από τη διπλωματική του θητεία στη Γερμανία: Διορίστηκε από την Αντιβασιλεία πρεσβευτής της Ελλάδας στις αυλές της Βαυαρίας και της Πρωσίας. Ύστερα από ένα περιπετειώδες ταξίδι μαζί με την οικογένειά του, θα εγκατασταθεί στο Μόναχο και εκεί, καθώς και με μεταβάσεις του στο Βερολίνο, θα ασκεί τα καθήκοντά του μεταξύ 1834-1837. Με βάση κυρίως το ημερολόγιο που ο ίδιος συστηματικά κρατούσε, επιχειρείται να φανεί πώς προσπάθησε να υπερασπιστεί τα συμφέροντα του νέου κράτους σύμφωνα με τις οδηγίες που είχε λάβει. Το ημερολόγιο επιτρέπει επίσης τη συγκρότηση μιας ικανοποιητικής εικόνας για το πώς έζησε ο Μαυροκορδάτος σε γερμανικό περιβάλλον. Μας πληροφορεί επίσης για τις επίσημες και ανεπίσημες επαφές του με τις βαυαρικές και πρωσικές αρχές και τους εκεί διαπιστευμένους πρεσβευτές των άλλων χωρών, καθώς και για τον τρόπο με τον οποίο όλοι αυτοί τον αντιμετώπισαν. Γίνεται επίσης αναφορά στις σχέσεις του με τους εγκατεστημένους στο Μόναχο και Βερολίνο Έλληνες, αλλά και σε επιτεύγματα των Γερμανών τα οποία ο ίδιος ήθελε να μεταφυτευτούν στη χώρα του. Πολλά σημεία του ημερολογίου περιλαμβάνουν τις εντυπώσεις του από τα αξιοθέατα, όπως τα οικοδομήματα που έβλεπε, από τα έργα τέχνης ή τον τρόπο ζωής των Γερμανών. Αλλού εμφανίζονται καταγραφές για το πώς περνούσε τον ελεύθερο χρόνο του, πώς διασκέδαζε, για την καθημερινότητά του, τις σχέσεις του με τη σύζυγό του και για τις τραγικές στιγμές του θανάτου των παιδιών του. Ως πολιτικός σημειώνει, τέλος, τις αντιδράσεις του για τα συμβάντα στην Ελλάδα. Στο κείμενο δίνονται επίσης λίγες αλλά ενδιαφέρουσες κρίσεις του για την Ελληνική Επανάσταση. Επισημαίνονται, τέλος, οι ανησυχίες του για τα όσα συμβαίνουν στην Ελλάδα και καταδεικνύεται ο τρόπος με τον οποίο η πολιτική και κοινωνική κατάσταση στις γερμανικές χώρες επηρεάζει τις απόψεις του για τη μορφή του πολιτεύματος στην Ελλάδα.

Neue Artikel

Hans EideneierHans Eideneier (geb. 1937) ist ein deutscher Byzantinist, Neogräzist sowie Übersetzer mittel- und neugriechischer Literatur ins Deutsche. Er ist verheiratet mit der Verlegerin und Literaturübersetz
Karl KrazeisenKarl Krazeisen (1794–1878) war ein deutscher General aus Kastellaun in der Pfalz, dessen Zeichnungen griechischer Freiheitskämpfer zu den bedeutendsten visuellen Zeugnissen des griechischen Unabhä
Helmut von den Steinen Helmut von den Steinen (1890–1956) war ein deutscher Literat und Literaturübersetzer. Der Sohn des bedeutenden Ethnologen Karl von den Steinen betrieb nach dem Abitur am Charlottenburger Ref

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.