Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Der deutsche Beitrag zum Ausbau des physikalischen Instrumentariums an der Athener Universität: Ankäufe und Erwerbungen
Die vorliegende Studie beschreibt die Vorgänge um den Ausbau des Physikalischen Labors der Universität Athen mit Hilfe deutscher Reparationsleistungen nach dem Ersten Weltkrieg. Parallel dazu zeichnet sie den langsamen und mühevollen Übergangsprozess vom „Amt für Physik“ des 19. zu einem wissenschaftlichen Labor des 20. Jahrhunderts nach und verbindet diesen Prozess mit den persönlichen Geschichten derer, die an diesem Bemühen Anteil hatten. Wie an so vielen anderen Fällen lässt sich auch an diesem Fall ablesen, dass sich in Griechenland Geschichte von Institutionen in Wahrheit als Geschichte von Einzelpersönlichkeiten darstellt. Denn vielfach handelt es sich nicht um im Dienste von Institutionen tätige Menschen, sondern um Institutionen, die geschaffen werden, um Menschen dienlich zu sein. Das scheint eine Art von Gesetzmäßigkeit zu sein. Wie auch immer: der große Gewinn aus dieser Geschichte ist letztendlich, dass Griechenland für eine randständigen Universität, wie es die Athener Universität Anfang des 20. Jahrhunderts war, eine beträchtliche Anzahl für Forschung und Lehre unverzichtbarer Geräte und Instrumente hat erwerben können, und parallel dazu sich Deutschland dieser Geräte entledigen konnte, die für es selbst nur noch Produkte einer veralteten Technologie darstellten.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
Nationale Spaltung und Propaganda: Bilder des deutschen Feindes (1917-1918)
Der vorliegende Artikel präsentiert Aspekte der griechisch-deutschen und der griechisch-britischen Verwicklungen in einer kritischen Periode der griechischen politischen Geschichte. Er versucht, die Wechselwirkung geopolitischer, nationaler und regionaler Faktoren im Bereich der Propaganda während des Ersten Weltkriegs aufzuzeigen. Er untersucht insbesondere die grundlegenden Dimensionen der britischen antideutschen Propaganda in Griechenland im Zeitraum 1917-1918 und konzentriert sich auf eine Reihe von Schriftberichten des britischen Konsulats in Patras sowie auf Analysen der britischen Botschaft. Parallel dazu analysiert er die Haltung eines Teils der lokalen Presse, um den Rahmen aufzuzeigen, in dem die Propagandaschlacht in der griechischen Öffentlichkeit geführt wird. Die Konzentrierung auf die Mikroebene einer wichtigen Stadt des sogenannten alten Griechenlands [Anm. d. Üb.: Bezeichnung für das 1830 unabhängig gewordene Griechenland, das nur einen Teil des heutigen Landes umfasste] erlaubt uns, die Auswirkung verschiedener Repertorien der Propaganda sowie den Prozess der Konstruktion kollektiver (nationaler wie faktiöser) Identitäten zu begreifen.
Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm
To Αστεροσκοπείο Αθηνών την περίοδο της «βαυαροκρατίας»
Η ίδρυση του Αστεροσκοπείου Αθηνών το 1842 σχετίζεται με την ένταξη του νεοσύστατου ελληνικού κράτους στην ευρωπαϊκή νεωτερικότητα. Κάθε σημαντική ευρωπαϊκή πόλη όφειλε τον 19ο αιώνα να διαθέτει αστεροσκοπείο, το οποίο καθόριζε την ακριβή ώρα και ήταν σύμβολο της επιστήμης. Το Αστεροσκοπείο Αθηνών εξαρχής βασίστηκε στη γερμανόφωνη παράδοση, κυρίως λόγω συγκυριών: Χρηματοδοτήθηκε από τον ελληνοαυστριακό βαρώνο Σίνα, διευθύνθηκε από τον ελληνοαυστριακό αστρονόμο Βούρη και σχεδιάστηκε από τους Eduard Schaubert και Theophil Hansen, Γερμανό και Δανό αντίστοιχα, με σύμβουλο τον γερμανό αστρονόμο Heinrich Christian Schumacher. Τα ιδεολογικά πρότυπα του κτιρίου του Αστεροσκοπείου ακολουθούν τον νεοκλασικισμό που προβάλλεται από την βαυαρική αυλή. Τα όργανα του αστεροσκοπείου είναι κυρίως αυστριακής παραγωγής και οι εργασίες εκείνης της περιόδου δημοσιεύονται στη γερμανική γλώσσα στο γερμανικό περιοδικό Astronomische Nachrichten. Μετά την αποχώρηση του Βούρη, το αστεροσκοπείο θα το διευθύνει ο Γερμανός Julius Schmidt, συνεχίζοντας την παράδοση των στενών σχέσεων με τη Γερμανία.
Neue Artikel
Dimitrios S. Konstantopoulos
1. Promotion (Soziologie) Dimitrios S. Konstantopoulos (1916-2008) war von 1936 bis 1941 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben (Stipendiat der Alexander von Humboldt-StiftuΛούντβιχ φον Τσεφάροβιτς
Ο Λούντβιχ Ρίτερ φον Τσεφάροβιτς (Ludwig Ritter von Zepharovich, 1858–1912) ήταν αυστριακός νομικός, διπλωμάτης και μεταφραστήΧανς Μύλλερ
Ο Χανς Μύλλερ (Hans Müller, 1854-1897) ήταν γερμανός φιλόλογος, περιηγητής στην Ελλάδα και μεταφραστής ελληνικής λογοτÎNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
