Compendium

Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.

Neue Essays

Ο Κωνσταντίνος Δοξιάδης στο Βερολίνο και η μοντέρνα οπτική στην αρχαιότητα

Σε αυτήν τη μικρο-ιστορία παρουσιάζεται η διδακτορική διατριβή του Κωνσταντίνου Δοξιάδη (Βερολίνο, 1936) ως μια θεωρία η οποία έχει λιγότερο σχέση με το καθαυτό αντικείμενό της, που ήταν η αρχαία Ελλάδα και η πολεοδομία της, και περισσότερο με τη μοντέρνα μεσοπολεμική εποχή και τους τρόπους με τους οποίους αυτή αντιλαμβανόταν την αρχαιότητα. Αφού περιγράφονται συνοπτικά οι λόγοι για τους οποίους η διατριβή του Δοξιάδη δεν μπορεί να τεκμηριωθεί με βάση τα αρχαιολογικά δεδομένα της εποχής της, αναπτύσσεται ένα επιχείρημα πάνω στα κατεξοχήν νεωτερικά θεμέλια της θεωρίας αυτής. Πάνω σε αυτήν την κατεύθυνση λαμβάνονται υπόψη οι αισθητικές θεωρίες για την αρχιτεκτονική του 19ου και των αρχών του 20ού αιώνα, καθώς και τα μοντέρνα τεχνικά και αισθητικά μορφότυπα (dispositives) όπως το πανόραμα, μια αρχετυπική δομή κέντρου-κύκλου, η οποία ταυτίζεται με το θεωρητικό-γεωμετρικό πρότυπο της διατριβής του Δοξιάδη.

Unbewältigte Trauer: Griechische Intellektuelle der 1910er Jahre mit deutschem Studienhintergrund

Anlass zu diesem Essay geben zwei Problemfelder, die eine Generation griechischer Intellektueller mit deutschem universitären Hintergrund und zugleich wichtigen Rollen im politischen, akademischen und sozialen Leben Griechenlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigten: die Ausformung ihrer persönlichen Identität und die daraus resultierende Konfrontation persönlicher und politischer Dilemmata. Ihre Verehrung für deutsche Bildung und deutsche Kultur allgemein benachteiligte sie in ihrem Bemühen, aus der politischen Geschichte ihrer Zeit und insbesondere aus den zwei Weltkriegen hervorgegangene Herausforderungen zu verarbeiten. Die Schwierigkeit, sich mit einem widersprüchlichen Deutschlandbild zurechtzufinden, ließ sie in einen meist unabgeschlossenen Prozess der Trauer geraten. Das Phänomen wird in diesem Aufsatz vornehmlich in Bezug auf die Haltung griechischer Intellektueller während des Ersten Weltkrieges narrativiert, die in Deutschland studiert hatten. Zur Erleichterung des Verständnisses der historischen Zusammenhänge werden die Konturen dieser Zusammenhänge mit entsprechenden Informationen nachgezeichnet. These ist hier, dass die unvollständige Verarbeitung widersprüchlicher Gefühle zu einem Spektrum möglicher Herangehensweisen an Probleme persönlicher und politischer Identität führte, das sich meist als eindeutig unzureichend erwies. Dazu kam es hauptsächlich aufgrund einer unbewältigten Trauer über den Verlust eines kohärent positiven Deutschlandbildes.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Die deutsche technologische Überlegenheit in Griechenland, 1900–1940: Praxis und Vorstellungen

Die deutsche Industrie begann vom Ende des 19. Jahrhunderts an den griechischen Markt für Industrieausstattung und chemische Produkte zu durchdringen. In dem Essay untersuche ich, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen die deutsche Technologie auf diesem Markt die beherrschende Stellung erlangt hat. Die Art des Austauschs zwischen beiden Ländern formte im Übrigen auch die gegenseitige Wahrnehmung der Beteiligten auf beiden Seiten.

Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm

Neue Artikel

Stelios Lydakis Stelios Lydakis (geb. 1933) ist ein griechischer Kunsthistoriker und Übersetzer vom Griechischen ins Deutsche und vom Deutschen ins Griechische. Sein Studium der Archäologie und Kunstgeschich
Jeorjios S. KonstantopoulosPromotion Jeorjios S. Konstantopoulos (1919-;) war von 1938 bis 1943 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche Fakultät
Günter Dietz Günter Dietz (1930–2017) war ein deutscher Altphilologe, Lyriker und Übersetzer neugriechischer Literatur. Der aus Karlsruhe gebürtige Dietz studierte in Freiburg i. Br. Klassische Philolo

Neue Dossiers

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.