Die Essays des Compendiums gliedern sich in Mikrogeschichten (narrative Detailuntersuchungen und Fallanalysen), Makrovorgänge (Praktiken und Netzwerke, Policies und Strukturen), Metanarrative (Konzepte, Deutungsmodelle, Stereotype) und Präsentationen (etwa Projektvorhaben bzw. Rezensionen).
Die enzyklopädischen Artikel liefern Kurzporträts von Personen, Institutionen, Medien, Objekten und Orten der deutsch-griechischen Verflechtungen.
In den Dossiers werden ausgewählte Essays und Artikel so zusammengebracht, dass sie eine kompakte Übersicht über bestimmte thematischen Schwerpunkte geben.
Neue Essays
Die Arbeitsmigration der 1960er und -70er Jahre im Spiegel griechischer Künstler in der Bundesrepublik Deutschland
In diesem Essay wird das Bild der „Gastarbeiter“ seitens griechischer bildender Künstler und Regisseure präsentiert, die sich in den 60er und 70er Jahren in der BRD niederließen. Insbesondere wird die Haltung dieser Künstler gegenüber den sozialen Problemen, die sich infolge des griechisch-deutschen Anwerbeabkommens von 1960 im Rahmen der Migrationspolitik der BRD ergaben, überprüft, zumal sie selbst die Begleiterscheinungen dieser Migration erleben. Der Umzug dieser Künstler ist allerdings politischen und nicht wirtschaftlichen Gründen geschuldet, da sie den Weg der „Eigenverbannung“ in die BRD in Zeiten der Diktatur und der Zensur mit Unterstützung von Stipendien des DAAD wählten. Gleichwohl erlaubte ihnen der direkte Kontakt mit dem Phänomen der Migration in der BRD, durch ihre Kunst persönliche Geschichten zu teilen und den ganzen Rahmen und die Aspekte der Arbeitsmigration zu untersuchen. Sie versuchten konkret, durch ihre Werke ein intensives Umfeld des Erlebens zu schaffen, um den Betrachter auf gesellschaftlicher und persönlicher Ebene zu sensibilisieren. Auf diese Weise kann man letztlich feststellen, dass durch die Thematisierung des sozial ausgeschlossenen Migranten die Aufnahme dieser Künstler in die deutsche Kunstszene und ihre Hinwendung zu modernen künstlerischen Tendenzen erfolgt, die den Gedanken der Kulturpolitik mit gesellschaftlichen Bezügen vorantreiben.
Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm
„Im magischen Spiegel“: Griechenland-Darstellungen in der Reiseliteratur der Moderne (Gerhart Hauptmann, Erhart Kästner, Wolfgang Koeppen)
Im 20. Jahrhundert dient Griechenland nach wie vor als zentraler Projektionsraum deutscher Befindlichkeiten. Dabei kommt der Reiseliteratur besondere Bedeutung zu. Der Beitrag zeichnet anhand von drei wesentlichen Stationen – Gerhart Hauptmanns vitalistischem Griechischen Frühling (1908), Erhart Kästners Propagandatext Griechenland. Ein Buch aus dem Kriege (1942) und Wolfgang Koeppens skeptischem Blick auf philhellenische Traditionen in dem Reiseessay Die Erben von Salamis oder Die ernsten Griechen (1962) die Entwicklungslinien des Genres in der Moderne nach und arbeitet heraus, wie die genannten Autoren in ihren Reiseberichten das Verhältnis von griechischer Antike, modernem Griechenland und ihrer wahrnehmungsleitenden Vorprägung ausmitteln. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Missbrauch philhellenischer Ideale im Nationalsozialismus.
Κοινωνική μέριμνα και αντιπροπαγάνδα: Τα ραδιοφωνικά προγράμματα και οι εφημερίδες για τους Gastarbeiter στη δεκαετία του ’60
Ο Ψυχρός Πόλεμος στα ραδιοκύματα και η λειτουργία ραδιοφωνικών σταθμών και στις δύο πλευρές που χωρίζονταν από το «σιδηρούν παραπέτασμα» είχε ως επίσημη δικαιολογία την ανάγκη απάντησης στην «εχθρική προπαγάνδα διά του ραδιοφώνου» του αντίπαλου ιδεολογικού μπλοκ. Στην Ομοσπονδιακή Γερμανία η σύγκρουση αυτή εξελίχθηκε σε αντιπαράθεση μεταξύ των ραδιοφωνικών ιδρυμάτων και των ομοσπονδιακών αρχών για το περιεχόμενο και τη στόχευση ξενόγλωσσων των ραδιοφωνικών εκπομπών για Gastarbeiter από τις χώρες του μεσογειακού Νότου, που έλαβε τη μορφή του διπόλου μεταξύ κοινωνικής μέριμνας και αντιπροπαγάνδας. Το αίτημα της ομαλής ένταξης των μεταναστών στη γερμανική κοινωνία εξέφραζαν, πρωτίστως, τα ραδιοφωνικά προγράμματα για τους Έλληνες, όπως, για παράδειγμα, η εκπομπή του Μονάχου (έτος ίδρυσης: 1964) που σηματοδοτούσε επιπλέον την κοινή δέσμευση γερμανών και ελλήνων συντελεστών να εκμεταλλευτούν την προστασία του γερμανικού Συντάγματος και τη νομοθεσία για την ελευθερία και την ανεξαρτησίας των ΜΜΕ, ώστε να διασφαλίζεται ο ανεξάρτητος σχολιασμός των γεγονότων και των εξελίξεων στην Ελλάδα.
Αντίθετα, η έκδοση της εφημερίδας «Η Ελληνική» από την Ομοσπονδιακή Γραμματεία Τύπου αποδείκνυε ότι υπήρχαν στη Γερμανία αρκετοί αξιωματούχοι που θεωρούσαν ότι, στο πλαίσιο του ψυχροπολεμικού προπαγανδιστικού ανταγωνισμού, βασικό όπλο για την αντιμετώπιση της κομμουνιστικής επιρροής ήταν η χρηματοδότηση εφημερίδων για τους Gastarbeiter.
Neue Artikel
Johann Martin von Planta
Johann Martin von Planta (1904–1996) war ein Schweizer Privatier, der sich mit seiner Frau Lily Drossini, der Tochter des griechischen Dichters Georgios Drossinis (1859–1951), als Übersetzer ausΘωμάς Νικολάου
Ο Θωμάς Νικολάου (1937–2008) ήταν ελληνογερμανός συγγραφέας, μεταφραστής και πολιτισμικός διαμεσολαβητής. Ο ΝικAlois Luber
Alois Luber (1847-1920) war ein österreichischer Philologe und Gymnasiallehrer in Görz und Salzburg, der als Übersetzer und Herausgeber mittel- und neugriechischer Volksliteratur in Erscheinung traNeue Dossiers
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
