Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Die Pestepidemie auf Poros von 1837: Furcht, Konflikte, Machtspiele und Polarisation um eine für sicher gehaltene Katastrophe, zu der es nicht kam

Nur wenige Jahre nach der Ausrufung Griechenlands zum freien und unabhängigen Staat brach auf der nur ganz wenige Seemeilen vor der peloponnesischen Nordostküste gelegenen Insel Poros eine schwere Pestepidemie aus. Mit ihr konfrontiert zu sein, geriet für den jungen Monarchen Otto zur Herausforderung, denn er musste mit seiner neugebildeten Regierung und seinen bayerischen Amtsträgern beweisen, dass er in der Lage war, den neu etablierten Staat auf die Spur eines gesundheitspolitisch „zivilisierten“ Westeuropas zu setzen und damit eine klare Trennlinie zum „unkultivierten“, rückständigen und „schmutzigen“ Orient zu ziehen. Diese Herausforderung ließ die unterschiedlichen Auffassungen und Mentalitäten zwischen den ‚fremden‘ Bayern und den einheimischen Griechen zutage treten, die zu Widerständen und Zusammenstößen zwischen den Institutionen und Beamten der Regierung einerseits und der Ärzteschaft und der Einwohnerschaft von Poros andererseits zum Zeitpunkt einer ernsten gesundheitspolitischen Krise führen sollte, die kurz davor stand, in eine Katastrophe zu münden.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

«Στον μαγικό καθρέφτη»: αναπαραστάσεις της Ελλάδας στην ταξιδιωτική λογοτεχνία των μοντέρνων χρόνων (Γκέρχαρτ Χάουπτμαν, Έρχαρτ Κέστνερ, Βόλφγκανγκ Κέπεν)

Στον 20ο αιώνα, η Ελλάδα αποτελεί όσο ποτέ άλλοτε ένα κεντρικό πεδίο προβολών γερμανικών διαθέσεων και στάσεων. Η ταξιδιωτική λογοτεχνία έχει μεγάλη σημασία ως προς αυτό. Η παρούσα συμβολή σχεδιάζει με τη βοήθεια τριών ουσιωδών σταθμών – το βιταλιστικό Griechischer Frühling (1908)  του Γκέρχαρτ Χάουπτμαν, το προπαγανδιστικό Griechenland. Ein Buch aus dem Kriege (1942) του Έρχαρτ Κέστνερ και το σκεπτικό βλέμμα του Βόλφγκανγκ Κέπεν στις φιλελληνικές παραδόσεις στο ραδιοφωνικό δοκίμιο Die Erben von Salamis oder Die ernsten Griechen (1962) – τις γραμμές εξέλιξης του είδους στη μοντέρνα εκδοχή του και επεξεργάζεται πώς διερευνούν οι παραπάνω συγγραφείς την αναλογία ελληνικής αρχαιότητας, σύγχρονης Ελλάδα καθώς και τις αποφασιστικές για την αντίληψή τους προκαταλήψεις στα ταξιδιωτικά τους κείμενα. Ιδιαίτερη προσοχή δίνεται στην κατάχρηση των φιλελληνικών ιδέων στο πλαίσιο του εθνικοσοσιαλισμού.

μετάφραση από τα γερμανικά: Ιφιγένεια Παπούλη

 

Artikel im Fokus

Friedrich Thiersch Friedrich Wilhelm Thiersch (1784–1860), auch gräzisiert Ειρηναίος Θείρσιος, war ein deutscher Philologe, Pädagoge und Philhellene, der sich besondere Verdienste um die polit
Ισιδώρα Ρόζενταλ-Καμαρινέα Η νεοελληνίστρια Ισιδώρα Ρόζενταλ-Καμαρινέα (1918-2004) εντάσσεται, ως καθηγήτρια πανεπιστημίου, δημοσιογράφος Î

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.