
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
„Miteinander reden!“: Griechische Künstler in West-Berlin zur Zeit der Spaltung im Kalten Krieg
Dieser Essay schildert die Haltung während der 60er und 70er Jahre in Westberlin niedergelassener griechischer Künstler gegenüber der aktuellen deutschen Problematik, vor allem der politischen und gesellschaftlichen Teilung Berlins mitsamt der Errichtung der Mauer. Ihr zeitlich begrenzter Aufenthalt in Westberlin veranlasste diese Künstler, unter ihnen Alexis Akrithakis, Konstantinos Xenakis, Jannis Psychopedis und Kostas Tsoklis, zeitgemäß dominierende Perspektiven zu den Themen Teilung und fehlende Kommunikation mit dem Resultat beizubringen, ihr Schaffen mit der gesellschaftlichen, politischen und geschichtlichen Realität Berlins in Verbindung zu bringen. Die griechischen Künstler brachten aus ihrem Miterleben der gesellschaftlichen und politischen Situation der deutschen Nachkriegsstadt zum Ausdruck, was sie umtrieb, übten Kritik, erhoben Anklage gegen die Existenz der Mauer und thematisierten in ihren Werken die Teilung der Stadt. In den Werken der griechischen Künstler, die sich mit der Frage der Teilung befassen, lassen sich dabei rhetorische Kunstgriffe wie Allegorie, Fantastik und Widersinn ausmachen, entsprechend etwa an der dystopischen Idee des „Exodus“ der Künstlervereinigung OMA zu beobachten, bei der die Mauer zur Voraussetzung einer Freiheit wird, die darin besteht, sich selbst einzusperren. Die griechischen Künstler, und mit ihnen die Künstlervereinigung OMA brachten die Ideen einer fiktiven Freiheit, des Eingeschlossenseins und der Kommunikation zum Ausdruck. In ihrem Bemühen, an den Erfahrungen, den Erlebnissen, der Gefühlslage und ganz allgemein am Alltag der Berliner Bürger teilzunehmen, kreierten die griechischen Künstler Arbeiten und Kompositionen, die auf Alltagssymbolen, Fotografien, realistischen Collagen, Fotomontagen und organischen wie anorganischen Materialien aufbauten. Darin werden deutliche Anspielungen auf die Berliner Mauer, die Problematik mangelnder Kommunikation, des Eingeschlossenseins und der Ausweglosigkeit dargestellt. Dabei, so lässt sich feststellen, integrieren sich diese Künstler in die deutsche Kunstszene und schließen sich aktuellen künstlerischen Strömungen an.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
Οικονομική κρίση και ελληνογερμανικές σχέσεις: Πώς άλλαξε η εικόνα της Γερμανίας στον ελληνικό τύπο μετά το 2010
Η αφήγηση της μακρο-διαδικασίας της παρουσίασης της Γερμανίας στον ελληνικό τύπο μετά το 2010 και την έναρξη της οικονομικής κρίσης στην Ελλάδα εστιάζει με βάση τα εργαλεία της Κριτικής Ανάλυσης Λόγου [Critical Discourse Analysis] και της Γλωσσολογίας των Σωμάτων Κειμένων [Corpus Linguistics] στη διαφορετική, σε σχέση με τα πρώτα χρόνια του 21ου αιώνα, εικόνα της Γερμανίας στις ελληνικές εφημερίδες, ως αποτέλεσμα του ρόλου της Γερμανίας στην αντιμετώπιση της ελληνικής κρίσης. Οι ελληνικές εφημερίδες μεταστράφηκαν ως προς τον τρόπο παρουσίασης του ισχυρότερου πυλώνα της Ευρωπαϊκής Ένωσης, της Γερμανίας και από τη θετική εικόνα μιας χώρας που προωθεί την ευρωπαϊκή ολοκλήρωση οδηγήθηκαν στην αρνητική αναφορά στη Γερμανία και στην περιγραφή της ως μιας χώρας η οποία θέλει να υποτάξει την Ευρώπη και αντλεί τα κίνητρα των πολιτικών της αποφάσεων από το Δεύτερο Παγκόσμιο Πόλεμο. Η δημιουργία αυτής της εικόνας έγινε με συγκεκριμένες γλωσσικές στρατηγικές, των οποίων ο στόχος είναι η αναπαραγωγή ιδεολογιών και ο επηρεασμός του αναγνώστη. Έτσι, δημιουργείται μια διαλεκτική σχέση ανάμεσα στον Λόγο [discourse] και το κοινωνικό και πολιτικό του περικείμενο, με αποτέλεσμα η εν λόγω εικόνα της Γερμανίας να επηρεάσει καθοριστικά τις σχέσεις και το κλίμα μεταξύ των δύο χωρών και λαών.
Artikel im Fokus
Γιόχαν Ματίας Φίρμενιχ-Ρίχαρτς
Ο Γιόχαν Ματίας Φίρμενιχ-Ρίχαρτς (Johann Matthias Firmenich-Richartz, 1808–1889) ήταν γερμανός φιλόλογος και συγγραφέας, ο οποίοςHark Jochimsen
Hark Jochimsen (Lebensdaten unbekannt) trat 1962 als Übersetzer des Erzählbandes Hoffnung gesucht (Originaltitel: Ζητείται ελπίς) von Antonis Samarakis in Erscheinung. Bei dem BuDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
