
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
Die Sternwarte Athen zur Zeit der „Bayernherrschaft“
Die Gründung der Athener Sternwarte steht in Zusammenhang mit der Integration des neugegründeten griechischen Staates in die europäische Moderne. Jede bedeutende Stadt Euro-pas war es sich im 19. Jahrhundert schuldig, über eine Sternwarte zu verfügen, die die genaue Uhrzeit festlegte und symbolisch die Wissenschaft repräsentierte. Die Athener Sternwarte hatte von Anfang an die deutsche Astronomie zur Basis, was hauptsächlich auf besondere Konstellationen zurückging: Von dem griechisch-österreichischen Baron von Sina finanziert, vom griechisch-österreichischen Astronomen Vouris geleitet, wurde sie unter Hinzuziehung des deutschen Astronomen Heinrich Christian Schumacher als Berater von den Architekten Eduard Schaubert und Theophil Hansen (der eine Deutscher, der andere Däne) entworfen. Die ästhetisch-ideologischen Vorgaben für das Sternwartengebäude orientierten sich am vom bayerischen Hof protegierten und beförderten Neoklassizismus. Das Instrumentarium für die Sternwarte stammte vornehmlich aus Österreich, während die Forschungsarbeiten aus dieser Zeit auf deutsch in der deutschen Zeitschrift Astronomische Nachrichten publiziert wurden. Nach Vouris’ Weggang leitet der Deutsche Julius Schmidt die Sternwarte und setzte damit die engen Beziehungen zu Deutschland fort.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
Εξομάλυνση του πολεμικού παρελθόντος και συμπόρευση στην Ενωμένη Ευρώπη
Ο τίτλος του παρόντος δοκιμίου φιλοδοξεί να αποτυπώσει τους δύο βασικούς άξονες των διμερών σχέσεων καθ’ όλη τη διάρκεια της μεταπολεμικής περιόδου μέχρι και σήμερα. Η εξομάλυνση του πολεμικού παρελθόντος (Vergangenheitsbewältigung) καθόρισε σε σημαντικό βαθμό τη βάση των επίσημων σχέσεων Αθήνας και Βόννης κατά τις μεταπολεμικές δεκαετίες, ενώ δεν είναι τυχαίο ότι σε δύσκολες συγκυρίες το παρελθόν του Β΄ Παγκοσμίου Πολέμου και της γερμανικής Kατοχής επανέρχεται στο προσκήνιο της δημόσιας συζήτησης. Τα δύο κύρια ζητήματα του πολεμικού παρελθόντος, η αντιμετώπιση των εγκληματιών πολέμου και οι πολεμικές αποζημιώσεις, δεν αντιμετωπίστηκαν με τον ίδιο τρόπο από τις μεταπολεμικές κυβερνήσεις. Το πρώτο έκλεισε και από τις δύο πλευρές με έναν αμοιβαία επωφελή τρόπο. Η επίλυση του δεύτερου ανεστάλη με νομικούς όρους μέχρι τη γερμανική επανένωση, ενώ κατά τις τρεις τελευταίες δεκαετίες η συζήτηση για την όποια διευθέτησή του αποφεύγεται από τη γερμανική πλευρά. Η συμπόρευση στην Ενωμένη Ευρώπη αποτελεί τον δεύτερο βασικό άξονα των ελληνογερμανικών σχέσεων από τη δεκαετία του 1950 μέχρι σήμερα. Ελλάδα και Δυτική Γερμανία βρέθηκαν στο πλαίσιο του Ψυχρού Πολέμου σταθερά προσηλωμένες στη Δύση, γεγονός που υπήρξε καθοριστικό για τις μεταξύ τους σχέσεις. Σε συνέχεια του σχήματος αυτού, οι δεσμοί τους εξειδικεύθηκαν στο πλαίσιο της ευρωπαϊκής ενοποίησης, με την Ομοσπονδιακή Δημοκρατία της Γερμανίας να αποτελεί ένα από τα ιδρυτικά μέλη της Ε.Ο.Κ. και την Ελλάδα να γίνεται το πρώτο συνδεδεμένο μέλος της. Έκτοτε η σχέση των δύο χωρών, παρά τα διαφορετικά τους μεγέθη, εξελίσσεται μέσα στην Ενωμένη Ευρώπη.
Artikel im Fokus
Stamatis Voivodas
Promotion Stamatis Voivodas (1904-;) war von 1929 bis als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche Fakultät Hauptfach: VolLudwig Lange
Ludwig Lange (1808–1868) war ein Architekt, Architekturtheoretiker und Landschaftszeichner. Als Reisebegleiter des Landschaftsmalers Carl Rottmann (1797–1850) reiste er 1834 nach Griechenland, woDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
