
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
Ο Ιάκωβος Πολυλάς και η πρόσληψη του Friedrich Schiller στα νεοελληνικά γράμματα
Στο παρόν κείμενο εξετάστηκαν οι θεωρητικές οφειλές του Ιάκωβου Πολυλά στον αισθητικό στοχασμό του Friedrich Schiller. Διαπιστώθηκε ότι ο Πολυλάς δεξιώθηκε τον Schiller κυρίως μέσω του Hegel, ο οποίος είχε χρίσει τον Schiller πρωτεργάτη της μετάβασης από τον υποκειμενικό στον αντικειμενικό ιδεαλισμό και θεμελιωτή μιας νέας κλασικορομαντικής αισθητικής που υπερέβαινε τις μονομέρειες του κλασικισμού και του ρομαντισμού. Παράλληλα, αξιοποιώντας τη σιλερική θεωρία του παθητικού-υψηλού, ο Πολυλάς προέβαλε τον Σολωμό ως έναν ιδεώδη άνθρωπο, του οποίου η ζωή και το έργο μπορούσαν να αποτελέσουν όχημα για την αισθητική και ηθική ανάπλαση του ελληνικού έθνους. Με αυτήν την έννοια, ο Πολυλάς ακολούθησε τον Schiller στην αντίληψη ότι μόνον η υψηλή τέχνη μπορεί να καλλιεργήσει τον άνθρωπο στην ολότητά του και να τον καταστήσει φορέα μιας νέας και καλύτερης ανθρωπότητας και κοινωνίας.
Jakob Philipp Fallmerayer als Athosgänger
Fallmerayers 1842 erschienener Bericht seiner Athos-Reise wird hier als Beispiel eines deutschsprachigen Griechenland-Diskurses angeführt, der auf die byzantinische Tradition fokussiert und parallel zu der Antikenbegeisterung existiert. Es wird die Besonderheit des Athos als Reiseziel allgemein und bei Fallmerayer insbesondere besprochen. Es wird auf die besondere Funktion der ausführlichen Naturbeschreibungen eingegangen, die einerseits der Rolle der Natur im Kontext des Griechenlanddiskurses als Garant der Kontinuität entspricht, andererseits darauf abzielt, den numinosen Charakter des Heiligen Berges einzufangen, und hierin auf den Topos des Unaussprechlichen zurückgreift. Fallmerayers Bericht ist außerdem ein frühes Beispiel der Athos-Begeisterung im Zeichen der Weltflucht und Zivilisationskritik, der Suche nach einer Alternative zur modernen, fortschrittsorientierten Gesellschaft. Somit fungiert er als Vorbote dieser Tendenz, die um die Jahrhundertwende zunehmen wird. Besonders ist Fallmerayers Athos-Bericht nicht zuletzt auch wegen des Respektes, den er der orthodoxen Denkweise entgegenbringt und den er seinen Lesern zusammen mit der Erfahrung der ihn begeisternden Natur nahezubringen versucht. Zum Schluss wird auf die grundsätzliche Ambivalenz der Autorfigur eingegangen: Fallmerayer portraitiert sich einerseits als der zivilisationsmüde Westeuropäer, der die Weltabgeschiedenheit des Heiligen Berges zu würdigen weiß und für die Exzeptionalität der Landschaft des Athos empfänglich ist. Andererseits erscheint er als der von Wissensdrang motivierte westliche Gelehrte, der in der Fremde Land und Leute aufsucht und in seinem Bemühen, sie zu begreifen bzw. zu beschreiben, deren Eigenheiten und Denkweisen genau beobachtet und dokumentiert.
Artikel im Fokus
U. Kunstmann
U. Kunstmann (Lebensdaten unbekannt) trat in den 1970er Jahren mit Übersetzungen griechischer Natur- und Reiseführer von Jorgos Sfikas beim Athener Efstathiadis-Verlag in Erscheinung.Gustav Soyter
Gustav Soyter (1883–1965) war ein deutscher Altphilologe, Byzantinist und Neogräzist. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in seiner Heimatstadt München studierte Soyter von 1902 bDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
