
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
Suche im Online-Compendium
Essays im Fokus
Der Brecht der Linken und der Dichtung im Griechenland der 50er Jahre
Die Studie bietet einen Überblick über die Brechtrezeption am griechischen Theater der 1950er Jahre und die Auswirkungen, die dies kulturelle Ereignis auf die griechisch-deutschen Verflechtungen zeitigte. Sie stellt dabei die Inszenierung des Kaukasischen Kreidekreises durch Karolos Koun von 1957 als Schlüsselereignis in den Mittelpunkt und gliedert es in den historischen und kulturellen Kontext dieser Tage ein. Die grundsätzliche hermeneutische Linie der Studie ist an der Antinomie innerhalb der griechischen Intelligenz, nämlich zwischen der politischen Dimension Brechts und seiner überlegenen Ästhetik, d.h. zwischen dem Linken Brecht und dem Poeten Brecht festgemacht. Auf der Ebene der griechisch-deutschen Beziehungen wird den politischen und kulturellen bzw. kulturpolitischen Verbindungen Griechenlands mit West- und Ostdeutschland sowie der Einwirkung dieser internationalen Kontakte auf die Brechtrezeption in Griechenland nachgegangen. Die Studie zeigt die gemeinsamen Schnittmengen zwischen der einheimischen Linken und den kulturpolitischen Ambitionen Ostdeutschlands und macht daneben darauf aufmerksam, wie die politischen und ästhetischen Desiderate, die die Brechtrezeption ins Leben rief, mit breiter gelagerten sozialpolitischen Dimensionen der Nachkriegszeit korrespondierte. Schließlich wird ein Überblick über die Vielfalt der Facetten und Ausformungen Brechts und der Brechtrezeption in Griechenland von der Moderne bis zur Postmoderne bereitgestellt.
Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler
«Η μνησικακία είναι μια δύσκολη τέχνη»: μια επανεπίσκεψη του παρελθόντος των ελληνογερμανικών διασταυρώσεων στη μυθοπλαστική Αθήνα του 2015
«Γιατί θέλετε να έρχεστε μονίμως σε τούτον τον τόπο, εσείς οι Τοβίας και Τόμας και Τόνι», ρωτά ξανά και ξανά ο «δάσκαλος» στη νουβέλα του Δημήτρη Ελευθεράκη (Η δύσκολη τέχνη, 2015), καθισμένος σε ένα παγκάκι «στο βρωμισμένο δρομάκι ανάμεσα στο Μουσείο και την Πολυτεχνική Σχολή», στην Αθήνα του 2015 με «τις κλασικές εξευγενισμένες προσόψεις των Θεοφίλων Χάνσεν, των Λουδοβίκων Λάνγκε και των Ερνέστων Τσίλλερ, ναι τον Λεόντων φον Κλέντσε». Αφετηρία, άλλωστε, για το αφηγηματικό ξετύλιγμα μιας κρίσης μνήμης και γενεαλογίας είναι η διαταραγμένη εικόνα μιας τέτοιας νεοκλασικής πρόσοψης: ένα γκράφιτι τον Μάρτιο του 2015 στον τοίχο του Πολυτεχνείου, ενός τόπου πολλαπλών μνημονικών εγγραφών για τη νεοελληνική ιστορία. Επιχειρώντας έναν απολογισμό (ίσως και απολογία) για την «Ελλάδα ως δύσκολη τέχνη» (ή και δύσκολη κληρονομιά), ο δάσκαλος προσφέρει, με το «βλέμμα στον καθρέφτη», αντιφατικές απαντήσεις, δοκιμάζοντας να υπερβεί τη σύγχυση που του προκαλούν αυτά τα «εξελληνισμένα ονόματα» στις πινακίδες των δρόμων. Μεταξύ άλλων θα μιλήσει και με τη φωνή του Αλέξανδρου Σούτσου κατά της Βαυαροκρατίας. Το δοκίμιο επιχειρεί να ανιχνεύσει και να ερμηνεύσει αυτήν την ανάκληση, μέσα από μνημειακά τοπόσημα και κειμενικά μνημεία, ενός ορισμένου πολιτισμικού αρχείου ελληνογερμανικών διασταυρώσεων.
Artikel im Fokus
Αλέξανδρος Ρίζος Ραγκαβής
Ο Αλέξανδρος Ρίζος Ραγκαβής (Alexandros Rizos Rangavis, 1809–1892), γνωστός και ως Rangabé, υπήρξε ένας από τους γνωστότερους έλλΦάνυ Μπιρντ
Η Φάνυ Μπιρντ (Fanny Birndt, 1854–α.η.) ήταν γερμανίδα συγγραφέας, καθηγήτρια ξένων γλωσσών και μεταφράστρια. Κόρη τοDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
