Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Griechische Studenten an deutschen Universitäten zur Zeit König Ottos: der Fall der Brüder Alexandros und Pantaleon Kontostavlos (1843-1849)

Die Brüder Alexandros und Pantaleon Kontostavlos, die zwischen 1843 und 1849 an den Universitäten Berlin und Heidelberg Jura studierten, geben ein charakteristisches Beispiel für die zahlreichen jungen Leute ab, die zur Zeit König Ottos als Söhne herausragender Kreise der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geistigen Elite des neugegründeten griechischen Staats an deutschen Universitäten studierten. Als Söhne des in Piräus etablierten wohlhabenden Kaufmanns Alexandros Kontostavlos d. Ä. erwarben sie ihre Ausbildung im Ausland mit der Perspektive, nach ihrer Rückkehr eine Position an der Spitze der gesellschaftlichen Pyramide einzunehmen. Wie aus der ausführlichen, im Familienarchiv fast vollständig erhalten gebliebenen Korrespondenz der beiden Brüder aus ihrer Studienzeit hervorgeht, waren nicht nur die akademische Ausbildung und die symbolische Strahlkraft eines Diploms der Universität Berlin der sachliche Grund für ihren langjährigen Auslandsaufenthalt, sondern vor allem das Sammeln nützlicher Erfahrungen wie die, sich mit den Gegebenheiten in verschiedenen europäischen Staaten vertraut zu machen oder Zugang zum Verkehr mit höheren Kreisen zu erlangen. Die Revolution von 1848, deren dramatische Ereignisse sie als Augenzeugen in der preußischen Hauptstadt miterlebten, wurden zum prägendsten ihrer Eindrücke und trugen bestimmend zur Schärfung des politischen Denkens von Alexandros d. J. bei, der sich nach seiner Rückkehr nach Griechenland als einer der führenden griechischen Politiker der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erweisen sollte.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Η επιδημία πανώλης στον Πόρο το 1837: Φόβος, συγκρούσεις, παιχνίδια εξουσίας και πόλωση για μια βέβαιη καταστροφή που δεν συνέβη

Λίγα μόλις χρόνια μετά την ανακήρυξη της Ελλάδας σε ελεύθερο ανεξάρτητο κράτος ξέσπασε σοβαρή επιδημία πανώλης στο νησί του Πόρου, ελάχιστα ναυτικά μίλια από τις βορειο-ανατολικές ακτές της Πελοποννήσου. Η αντιμετώπισή της αποτέλεσε πρόκληση για τον νεαρό μονάρχη Όθωνα που έπρεπε να αποδείξει με τη νεοσυσταθείσα κυβέρνησή του και τους Βαυαρούς αξιωματούχους του ότι ήταν σε θέση να βάλει το νεόκοπο κράτος στην τροχιά της υγειονομικά «πολιτισμένης» Δυτικής Ευρώπης, δημιουργώντας μια σαφή διαχωριστική γραμμή με την «απολίτιστη», οπισθοδρομική, «βρόμικη» Ανατολή. Η πρόκληση αυτή θα φέρει στην επιφάνεια τις διαφορετικές αντιλήψεις και νοοτροπίες των ξένων Βαυαρών και των αυτόχθονων Ελλήνων που θα οδηγήσουν σε αντιδράσεις και συγκρούσεις τα θεσμικά όργανα της Κυβέρνησης και τους υπαλλήλους της με τους γιατρούς και την κοινωνία του Πόρου σε μια περίοδο σοβαρής υγειονομικής κρίσης, που φλέρταρε με την καταστροφή.

Artikel im Fokus

Elisabeth von DryanderElisabeth Viktoria Wilhelmine von Dryander (1919–2005), später Hohl-von Dryander und Treviranus-von Dryander, war eine deutsche Journalistin und Kulturschaffende, die mehrere Reiseberichte über Gr
Εμμανουήλ Ν. ΒυβιλάκηςΟ νομικός, δημοσιογράφος και πολιτικός Εμμανουήλ Βυβιλάκης (1806-1880) θεωρείται ως ο πρώτος έλληνας, ο οποίος προ

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.