Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Όψεις της Κίνας στη νεοελληνική ιστοριογραφία του 19ου αιώνα: «Η Σινική Αυτοκρατορία» στις Ιστορίες των ανθρωπίνων πράξεων (1830-32) του Κωνσταντίνου Κούμα και οι γερμανικές της επιρροές

Το δοκίμιο εντάσσεται στο πλαίσιο μιας πρώτης απόπειρας χαρτογράφησης και ανάλυσης των όψεων της Κίνας στην ιστορία της νεοελληνικής ιστοριογραφίας και των ιδεολογικών τους πτυχών. Επικεντρώνεται κατά μείζονα λόγο στην απεικόνιση της Κίνας στο 12τομο έργο, Ιστορίαι των ανθρωπίνων πράξεων (1830-1832), του νεοέλληνα διαφωτιστή Κωνσταντίνου Κούμα (1777-1836), μία από τις σημαντικότερες νεοελληνικές Γενικές Ιστορίες του 19ου αιώνα, και στις επιρροές της από τη γερμανική ιστοριογραφία. Τα ερωτήματα που εξετάζονται στο δοκίμιο αφορούν τις πηγές του Κούμα, στις οποίες συγκαταλέγονται εξέχοντες γερμανοί ιστορικοί και σινολόγοι του 18ου και 19ου αιώνα (Klaproth, Eichhorn, Herder), και στον τρόπο με τον οποίο ο Κούμας αντλεί στοιχεία για την Κίνα από το έργο τους· καθώς και στη στάση του Κούμα απέναντι σε ζητήματα που παρουσιάζουν ιδεολογικό, πολιτικό και θρησκευτικό ενδιαφέρον όπως είναι, για παράδειγμα, η αποτίμηση του πατριαρχικού, αυτοκρατορικού πολιτεύματος της Κίνας, της κινέζικης αισθητικής και γλώσσας, καθώς και των κινέζικων θρησκευμάτων. Σε αυτά τα πλαίσια διερευνάται η επίδραση των αρχών του ευρωπαϊκού Διαφωτισμού στο έργο του Κούμα καθώς και η πρόσληψη σχημάτων αντιδιαστολής Ανατολής-Δύσης που διέπουν τη σκιαγράφηση της Κίνας στη δυτική ιστοριογραφία.

Wilhelm Müller und die deutschen Philhellenismen

Der vorliegende Essay unternimmt den Versuch, die Vielgestaltigkeit und teilweise widersprüchlichen Ausdrucksformen des deutschen Philhellenismus zur Zeit des griechischen Unabhängigkeitskrieges anhand des Lebens- und Schaffensweges eines maßgeblichen deutschen „Philhellenen der Feder“ zu beleuchten. Der heute vor allem als Autor der Winterreise bekannte Wilhelm Müller erwarb sich seinen Beinamen als „Griechen-Müller“ sowohl durch seine flammenden Griechenlieder wie durch seine philhellenische Berichterstattung und die Übersetzung neugriechischer Volkslieder. Er partizipierte aber auch am deutschen Byronismus und versuchte sich daran, den poetischen Weltschmerz des britischen Dichters und dessen Tod in Griechenland für seine eigene Feder produktiv zu machen. Die verschiedenen Aspekte von Müllers philhellenischem Denken und Handeln wurden im Rahmen seiner klassisch-philologischen Ausbildung, seiner politischen Sozialisation während der deutschen Befreiungskriege und im Zuge der anschließenden Restaurationszeit, seiner griechisch-italienischen Reiseerfahrungen und seiner romantischen Ansichten über Griechenland, das griechische Volksleben und die griechische Volksliteratur kontextualisiert. In diesem Zusammenhang wurde zum einen Müllers Verbundenheit mit bekannten philhellenischen Denkfiguren wie der Kontinuität der Antike im neugriechischen Volksleben und der Wiedergeburt der griechischen Nation im Kampf um ihre politische Unabhängigkeit, zum anderen deren Transgression im Rahmen von Müllers Byron-Rezeption und seinem konsequenten Eintreten für den Eigenwert der lebendigen Gegenwart aufgezeigt. Am Ende dieser Untersuchung steht eine Betrachtung über Müllers Nachleben in der deutsch-griechischen Erinnerung an den Philhellenismus und dessen Protagonisten, ein bislang noch wenig bearbeiteter Themenkomplex, der der zukünftigen Forschung ein interessantes Arbeitsfeld eröffnet.

Artikel im Fokus

Karl KrazeisenKarl Krazeisen (1794–1878) war ein deutscher General aus Kastellaun in der Pfalz, dessen Zeichnungen griechischer Freiheitskämpfer zu den bedeutendsten visuellen Zeugnissen des griechischen Unabhä
Αλέξανδρος Ρίζος ΡαγκαβήςΟ Αλέξανδρος Ρίζος Ραγκαβής (Alexandros Rizos Rangavis, 1809–1892), γνωστός και ως Rangabé, υπήρξε ένας από τους γνωστότερους έλλ

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.