Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Ο αντιδικτατορικός αγώνας και οι έλληνες οικονομικοί μετανάστες στη Δυτική Γερμανία

Ο αντιδικτατορικός αγώνας στη Δυτική Γερμανία υπήρξε αφενός αποτέλεσμα της αλληλεγγύης του γερμανικού λαού, όπως εκφράστηκε από τη σοσιαλδημοκρατική κυβέρνηση, τα εργατικά συνδικάτα, την Ευαγγελική Εκκλησία αλλά και μια σειρά από πρωτοβουλίες. Για ένα μέρος της γερμανικής κοινής γνώμης, η ελληνική υπόθεση αποτέλεσε ένα γερμανικό ζήτημα, συνδεδεμένο με τη συγχρονία, τον προβληματισμό γύρω από το ναζιστικό παρελθόν, αλλά και το κλίμα της αμφισβήτησης στη δεκαετία του ’60. Από την άλλη, η ύπαρξη στη χώρα εκατοντάδων χιλιάδων ελλήνων οικονομικών μεταναστών, λιγοστών δραστήριων φοιτητών, αλλά και ελλήνων επιστημόνων με συνδέσεις με τη γερμανική κοινωνία, λειτούργησε καθοριστικά στο να παραμείνει στο προσκήνιο το ζήτημα του αυταρχικού καθεστώτος της χούντας και να ενισχυθεί η διαμαρτυρία εναντίον του. Με μια σειρά δράσεων, το ελληνικό στοιχείο στη χώρα εργάστηκε συστηματικά για την καταδίκη της χούντας, τη διεθνή απομόνωσή της, τη στήριξη των καταδιωκόμενων, αλλά και της αντίστασης στην Ελλάδα. Σε κάθε περίπτωση, εθνική ή διεθνική ιστορία, η αντίσταση στο στρατιωτικό καθεστώς υπήρξε, σε μικρότερο ή μεγαλύτερο βαθμό, μια μετασχηματιστική εμπειρία για όσους μετανάστες και όσες μετανάστριες συμμετείχαν – εμπειρία συνδεδεμένη με την προσωπική τους διαδρομή από την πατρίδα τους στη χώρα υποδοχής.

Der Kampf gegen die Militärdiktatur und die griechischen Wirtschaftsmigranten in Westdeutschland

Der Kampf gegen die Diktatur in der Bundesrepublik Deutschland resultierte einerseits aus der Solidarität der deutschen Bevölkerung, wie sie durch die sozialdemokratische Regierung, die Gewerkschaften, die Evangelische Kirche und eine Reihe von Initiativen zum Ausdruck kam. Für einen Teil der  deutschen Öffentlichkeit stellte sich das Geschehen in Griechenland indes auch als genuin deutsche Frage dar, die man in die aktuelle Gesamtsituation, die problematische Nazivergangenheit, aber auch in die Atmosphäre grundsätzlicher Infragestellung eingebunden sah, wie sie die 60er Jahre beherrschte. Andererseits trug die Anwesenheit Hunderttausender griechischer Wirtschaftsmigranten, einer eher geringen Anzahl griechischer Studenten, schließlich einer Reihe griechischer Wissenschaftler mit Verbindungen in die deutsche Gesellschaft entscheidend dazu bei, dass das autoritäre Juntaregime als brisantes Thema auf der Tagesordnung blieb und der dagegen gerichtete Protest zunehmend erstarkte. Mit einer Fülle an Aktionen beteiligte sich die griechische Bevölkerung im Land systematisch an der Ablehnung und internationalen Isolation der Junta, an der Unterstützung Verfolgter und auch am Widerstand in Griechenland selbst.

Ob nun als national oder international überstandenes Stück Lebensgeschichte – für die betroffenen Migrantinnen und Migranten wurde auf ihrem persönlichen Weg zwischen Heimat und Gastland der Widerstand gegen das Militärregime, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaß, zu einer Erfahrung, die sie durchgreifend zu anderen Menschen machte.

Artikel im Fokus

Vangelis TsakiridisVangelis „Tsak“ Tsakiridis (geb. 1936) war in den 1960er und 1970er Jahren in West-Berlin als Bildhauer, Schriftsteller und Übersetzer tätig. Nach dem Studium Rechtswissenschaften, Bildhauerei un
Alexander SiderasAlexandros (auch: Alexander) Sideras (1935–2019) war ein Klassischer Philologe, Byzantinist und Neogräzist, der an der Universität Göttingen das Fach Byzantinische und Neugriechische Philologie b

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.