
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
Κοινωνική μέριμνα και αντιπροπαγάνδα: Τα ραδιοφωνικά προγράμματα και οι εφημερίδες για τους Gastarbeiter στη δεκαετία του ’60
Ο Ψυχρός Πόλεμος στα ραδιοκύματα και η λειτουργία ραδιοφωνικών σταθμών και στις δύο πλευρές που χωρίζονταν από το «σιδηρούν παραπέτασμα» είχε ως επίσημη δικαιολογία την ανάγκη απάντησης στην «εχθρική προπαγάνδα διά του ραδιοφώνου» του αντίπαλου ιδεολογικού μπλοκ. Στην Ομοσπονδιακή Γερμανία η σύγκρουση αυτή εξελίχθηκε σε αντιπαράθεση μεταξύ των ραδιοφωνικών ιδρυμάτων και των ομοσπονδιακών αρχών για το περιεχόμενο και τη στόχευση ξενόγλωσσων των ραδιοφωνικών εκπομπών για Gastarbeiter από τις χώρες του μεσογειακού Νότου, που έλαβε τη μορφή του διπόλου μεταξύ κοινωνικής μέριμνας και αντιπροπαγάνδας. Το αίτημα της ομαλής ένταξης των μεταναστών στη γερμανική κοινωνία εξέφραζαν, πρωτίστως, τα ραδιοφωνικά προγράμματα για τους Έλληνες, όπως, για παράδειγμα, η εκπομπή του Μονάχου (έτος ίδρυσης: 1964) που σηματοδοτούσε επιπλέον την κοινή δέσμευση γερμανών και ελλήνων συντελεστών να εκμεταλλευτούν την προστασία του γερμανικού Συντάγματος και τη νομοθεσία για την ελευθερία και την ανεξαρτησίας των ΜΜΕ, ώστε να διασφαλίζεται ο ανεξάρτητος σχολιασμός των γεγονότων και των εξελίξεων στην Ελλάδα.
Αντίθετα, η έκδοση της εφημερίδας «Η Ελληνική» από την Ομοσπονδιακή Γραμματεία Τύπου αποδείκνυε ότι υπήρχαν στη Γερμανία αρκετοί αξιωματούχοι που θεωρούσαν ότι, στο πλαίσιο του ψυχροπολεμικού προπαγανδιστικού ανταγωνισμού, βασικό όπλο για την αντιμετώπιση της κομμουνιστικής επιρροής ήταν η χρηματοδότηση εφημερίδων για τους Gastarbeiter.
Ein Lektorat für „Rechenschaft vor El Greco“. Der Verleger Walter Kahnert als re(di)gierender Leser von Nikos Kazantzakis
Die Produktion der deutschen Übersetzungen von Nikos Kazantzakis involvierte weit mehr Akteur*innen in den Übersetzungsprozess als den Autor (oder dessen Rechtevertreterin) und dessen Übersetzer*innen. Die vorliegende Mikrogeschichte nimmt am Beispiel des Lektorats der deutschen Übersetzung von Rechenschaft vor El Greco die deutsch-griechischen Synergien und Auseinandersetzungen in den Blick, welche dafür gesorgt haben, dass Kazantzakis’ romanhafte Autofiktion in der BRD in zwei Bänden und mit zeitlichem Abstand voneinander veröffentlicht wurde. Während des Produktionsvorgangs der Übersetzung dieses posthumen (und vom Autor nicht fertiggestellten) Romans wurde nicht nur das Textbild zwischen den Akteur*innen neu verhandelt, sondern setzte der ‚Verleger-Lektor‘ Walter Kahnert sich auch sichtbar dafür ein, die editoriale Rahmung des Autors Kazantzakis, die seit 1951 dessen öffentliches Ansehen sowie die stilistische und ideologische Signatur seiner Romane im deutschsprachigen Raum mitgeprägt hatte, aufrechtzuerhalten. Wie der Fall von Freiheit oder Tod beispielhaft zeigt, ging die Bedeutung solcher Bemühungen und Auseinandersetzungen, Gesten und Verflechtungen in einem deutsch-griechischen Zusammenhang oftmals deutlich über die lokale Produktion der jeweiligen deutschen Übersetzung hinaus, denn nicht selten fungierte eine deutsche Ausgabe als Grundlage für weitere Relais-Übersetzungen in andere (primär germanische) Sprachen.
Artikel im Fokus
Helga Köpstein
Helga Köpstein (1926–2022) war eine deutsche Byzantinistin. Nach dem Abitur 1944 studierte die als Helga Schicker in Berlin-Moabit geborene Köpstein ab 1946 Klassische Philologie und GeschichteAdolph Martin Anselm
Adolph Martin Anselm (s. d.–1843) war ein bayerischer Philologe, der in den ersten Jahren der sogenannten Bayernherrschaft nach Griechenland kam und dort in verschiedenen Positionen des griechisDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
