Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

«Αδέκαστη δικαιοσύνη, αδέκαστοι μάρτυρες»: Έλληνες υπερασπιστές στη δίκη του Μαξ Μέρτεν

Τον Φεβρουάριο του 1959, έλαβε χώρα στο Ειδικό Στρατοδικείο Εγκλημάτων Πολέμου της Αθήνας η δίκη του γερμανού εγκληματία πολέμου Μαξ Μέρτεν. Ο Μέρτεν, που συνελήφθη τυχαία στην Αθήνα τον Μάιο του 1957, την περίοδο της Κατοχής, ως αξιωματικός του γερμανικού στρατού, είχε βρεθεί εγκατεστημένος στην πόλη της Θεσσαλονίκης. Σύμφωνα με τις κατηγορίες που εκκρεμούσαν σε βάρος του, ήταν υπεύθυνος για τον εκτοπισμό 50.000 Εβραίων της Μακεδονίας στο στρατόπεδο συγκέντρωσης του Άουσβιτς-Μπιρκενάου, καθώς και για τη λεηλασία εβραϊκών περιουσιών και μνημείων. Η παραπομπή του σε δίκη αποτέλεσε ένα από τα πιο πολυσυζητημένα θέματα της επικαιρότητας συγκλονίζοντας το πανελλήνιο, το οποίο περίμενε με αγωνία την τιμωρία του. Εντούτοις, πλην των δικαστών και των μαρτύρων κατηγορίας, εντός της δικαστικής αίθουσας έκαναν την εμφάνισή τους και μια σειρά μαρτύρων με αρκετά ύποπτο και σκοτεινό ρόλο στα χρόνια της Κατοχής, οι οποίοι έσπευσαν να τείνουν χείρα βοηθείας στον γερμανό κατηγορούμενο για εγκλήματα πολέμου. Σκοπός της μελέτης ήταν να επικεντρωθεί στο ζήτημα των μαρτύρων υπεράσπισης και μέσα από την προσωπική διαδρομή του καθενός να γίνουν κατανοητοί οι πραγματικοί λόγοι για τους οποίους οι άνθρωποι αυτοί κατέθεσαν υπέρ του Μέρτεν.

Wilhelm Müller und die deutschen Philhellenismen

Der vorliegende Essay unternimmt den Versuch, die Vielgestaltigkeit und teilweise widersprüchlichen Ausdrucksformen des deutschen Philhellenismus zur Zeit des griechischen Unabhängigkeitskrieges anhand des Lebens- und Schaffensweges eines maßgeblichen deutschen „Philhellenen der Feder“ zu beleuchten. Der heute vor allem als Autor der Winterreise bekannte Wilhelm Müller erwarb sich seinen Beinamen als „Griechen-Müller“ sowohl durch seine flammenden Griechenlieder wie durch seine philhellenische Berichterstattung und die Übersetzung neugriechischer Volkslieder. Er partizipierte aber auch am deutschen Byronismus und versuchte sich daran, den poetischen Weltschmerz des britischen Dichters und dessen Tod in Griechenland für seine eigene Feder produktiv zu machen. Die verschiedenen Aspekte von Müllers philhellenischem Denken und Handeln wurden im Rahmen seiner klassisch-philologischen Ausbildung, seiner politischen Sozialisation während der deutschen Befreiungskriege und im Zuge der anschließenden Restaurationszeit, seiner griechisch-italienischen Reiseerfahrungen und seiner romantischen Ansichten über Griechenland, das griechische Volksleben und die griechische Volksliteratur kontextualisiert. In diesem Zusammenhang wurde zum einen Müllers Verbundenheit mit bekannten philhellenischen Denkfiguren wie der Kontinuität der Antike im neugriechischen Volksleben und der Wiedergeburt der griechischen Nation im Kampf um ihre politische Unabhängigkeit, zum anderen deren Transgression im Rahmen von Müllers Byron-Rezeption und seinem konsequenten Eintreten für den Eigenwert der lebendigen Gegenwart aufgezeigt. Am Ende dieser Untersuchung steht eine Betrachtung über Müllers Nachleben in der deutsch-griechischen Erinnerung an den Philhellenismus und dessen Protagonisten, ein bislang noch wenig bearbeiteter Themenkomplex, der der zukünftigen Forschung ein interessantes Arbeitsfeld eröffnet.

Artikel im Fokus

Βίλχελμ ΒάγκνερΟ Βίλχελμ Βάγκνερ (Wilhelm Wagner, 1843–1880) ήταν γερμανός φιλόλογος και παιδαγωγός με ιδιαίτερο ενδιαφέρον στην έρευν
Antonios Jannaris Antonios N. Jannaris (1852–1909), auch Jannarakis, war ein griechischer Philologe, Pädagoge und Sprachwissenschaftler, Herausgeber kretischer Volkslieder sowie Verfasser mehrerer deutsch-griech

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.