
Online-Compendium
der deutsch-griechischen Verflechtungen
Das Online-Compendium (ComDeG)
ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.
Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.
So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen
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Essays im Fokus
Bayern und „Zugereiste“: Rekrutierungen durch die „Fremdherrschaft“ und die Veteranen des Freiheitskampfes von 1821 zur Regierungszeit von König Otto in Griechenland (1833 – 1862)
Der vorherrschende Diskurs über die Freiheitskämpfer von 1821 hat die Darstellungen der Bayern in der öffentlichen Geschichte Griechenlands entscheidend beeinflusst. Dieser Diskurs hat sich in großen Teilen bereits während Ottos Regierungszeit herausgebildet. Die anfangs zu Gunsten der bayerischen Regierung vorgebrachten Argumente stützten sich auf die Forderung nach Modernisierung und die Ablehnung der überkommenen Praktiken der osmanischen Vergangenheit. Die traditionellen Waffenträger verkörperten diese Vergangenheit, gleichzeitig jedoch verkörperten sie auch den Freiheitskampf von 1821, den Gründungsakt des griechischen Staates. Daher verletzten die Auflösung der irregulären Streitkräfte des Freiheitskampfes und die allgemeine Militärpolitik der Bayern in gewissem Sinne das Griechentum selbst, das diese „Schützer der Nation“ repräsentierten, vor allem in einer Gesellschaft, die von der „Megali Idea“ durchdrungen war. Gleichzeitig verursachte der Ausschluss der Freiheitskämpfer von den öffentlichen Ämtern ein Gefühl des „nicht entgoltenen“ Kampfes, das ursächlich war für viele Aufstände. Parallel zu den Modernisierungsverfechtern, die anfangs die Militärreformen unterstützten, trugen die Streitigkeiten zwischen den Freiheitskämpfern ihrerseits dazu bei, dass sich nicht von Anfang an eine gemeinsame Front gegen die Bayern bildeten. Jeder Freiheitskämpfer oder jede Faktion versuchte, sich mit der Staatsgewalt zu verbünden, und auf diese Bemühungen folgten Aufstände und erneute Verhandlungen über die Bedingungen der Unterwerfung. Sehr bald jedoch, und ohne dass die Drängeleien untereinander jemals aufhörten, scharten sich die Freiheitskämpfer und die Autochthonen, die sich diesen Titel aneigneten, gegenüber dem zusammen, was als Fremdherrschaft aufgefasst wurde: ein Zustand, der sie hinderte, die öffentlichen Stellen einzunehmen, die sie als für ihre Dienste geschuldete Belohnung ansahen. Der Bayer bildete die Kategorie des unerwünschten Fremden, nicht notwendigerweise die verabscheuungswürdigste. Das „Ressentiment gegen die Bayern“ war einer der ausländerfeindlichen Diskurse, der mit dem Autochthonenkult und der Bewegung gegen die Fanarioten koexistierte. Als Gegenentwurf aller drei Fälle erschien der Freiheitskämpfer, der seine Wut rechtfertigte, indem er sich auf die Empörung des griechischen Volkes gegenüber einer fremden Tyrannei und deren zugereisten griechischen Helfern berief. Im Gegensatz jedoch zum Autochthonenkult und der Bewegung gegen die Fanarioten passte das Ressentiment gegen die Bayern in den nationalen Diskurs. Nach den Osmanen waren die Bayern der nächste semantische „Andere“, der es der Nation erlaubte, ihre Identität negativ zu definieren. Im Konflikt mit den Bayern haben die Freiheitskämpfer ihre nationale Überlegenheit bekräftigt. Obwohl also die Revolution vom 3. September geschah, damit „die Bayern und anschließend wir die Auslandsgriechen“ vertrieben wurden, hat sich letztlich die Version des ruhmreichen nationalen Widerstands gegen die „Bavarokratie“ durchgesetzt.
Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm
Ο ρόλος της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας στις σχέσεις της Ελλάδας με το ΝΑΤΟ και τις Ευρωπαϊκές Κοινότητες κατά την περίοδο 1974-1981
Μετά τη δικτατορία, όταν η Ελλάδα υπέβαλε αίτημα ένταξης στις Ευρωπαϊκές Κοινότητες, η Ομοσπονδιακή Δημοκρατία της Γερμανίας ήταν η πιο ισχυρή χώρα της Δυτικής Ευρώπης. Η συνεργασία της με την Αθήνα ήταν προϋπόθεση, για να ευοδωθεί η ελληνική στρατηγική της ταχύτερης δυνατής ένταξης. Κατά τη διάρκεια των ενταξιακών διαπραγματεύσεων με τις Ευρωπαϊκές Κοινότητες έλαβε χώρα μια παράλληλη διαπραγμάτευση για την πλήρη επαναφορά της Ελλάδας στο ΝΑΤΟ, ιδίως μέσω του καγκελάριου Χέλμουτ Σμιτ και του αντικαγκελάριου και υπουργού εξωτερικών Χανς-Ντίτριχ Γκένσερ. Η Γαλλία έπαιξε μικρότερο ρόλο και στις δύο διαπραγματεύσεις εξαιτίας της δικής της προβληματικής σχέσης με το ΝΑΤΟ, από το στρατιωτικό σκέλος του οποίου απείχε από το 1966 (έως το 2007). Μολονότι ο Καραμανλής δεν αποδέχθηκε να επανέλθει η Ελλάδα στο στρατιωτικό σκέλος της συμμαχίας, όσο ήταν πρωθυπουργός, ούτε να εξαρτηθεί η ένταξη στις Ευρωπαϊκές Κοινότητες από την επανένταξη στο ΝΑΤΟ, άμβλυνε ήδη το 1976 την τεταμένη σχέση τόσο με την Τουρκία όσο και με τη συμμαχία, για να αποδείξει στους «Εννέα» ότι τα ελληνοτουρκικά προβλήματα δεν θα τους επιβάρυναν. Ταυτόχρονα, απέφυγε την «κοινοτικοποίηση» του Κυπριακού μέσω της διαμεσολάβησης που προσέφεραν τόσο η γερμανική όσο και η γαλλική ηγεσία θωρακίζοντας τη διεθνή του διάσταση. Η κυβέρνηση Σμιτ επιτάχυνε μετά το 1977 την ενταξιακή πορεία της Ελλάδας. Φρόντισε να εναρμονίσει τη γερμανική Ostpolitik με τα «δημοκρατικά» και γεωπολιτικά πλεονεκτήματα της Ελλάδας, κυρίως στη Μεσόγειο. Η συνεννόηση Καραμανλή και Σμιτ ευνοήθηκε από τη συν-αντίληψη ότι η «Ευρώπη» όφειλε να αποκτήσει μια διακριτή από τις Η. Π. Α. ταυτότητα μέσα στη Δύση. Η παρούσα ανάλυση φωτίζει τον ρόλο της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας στις διαπραγματεύσεις Ελλάδας-Ευρωπαϊκών Κοινοτήτων και Ελλάδας-ΝΑΤΟ, τις γερμανικές στρατηγικές για το ΝΑΤΟ και τις Ευρωπαϊκές Κοινότητες, καθώς και τις διμερείς σχέσεις σε συνάρτηση με τις πολιτικές ασφάλειας και δημοκρατίας.
Artikel im Fokus
Dimitrios Dimitriou
Promotion Dimitrios Dimitriou (1907-;) war von 1927 bis 1935 als Promotionsstudent an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Staats- und Rechtswissenschaftliche Fakultät HauptfaJohann Peter Pauls
Johann Peter Pauls (1782–n. d.), Arzt und Philologe und Regierungsrat in Koblenz, gab 1825 gemeinsam mit seinem Freund Christian Gottfried Nees von Esenbeck (1776–1858) und dessen Sohn Karl unterDossiers im Fokus
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
