Das Online-Compendium (ComDeG)

ist ein frei zugängliches, multiperspektivisches Referenzwerk für die deutsch-griechische Geschichte seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Diese bilaterale Geschichte soll als schon immer verflochten in europäischen transnationalen Interaktionen, Interpretationen und Übersetzungen erkennbar werden.

Das ComDeG umfasst zum einen die Essays, Artikel und Dossiers des Compendiums der deutsch-griechischen Verflechtungen, das vom Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) mit dem Institut für Griechisch-Deutsche Beziehungen (EMES) der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen in Kooperation erarbeitet wird. Zum anderen beinhaltet das Informationsangebot die Wissensbasis des CeMoG mit Daten zu Personen, Institutionen, Objekten, Ereignissen, Wirkungsorten, Kontaktzonen und Vermittlungspraktiken sowie die damit vernetzten Sammlungen bibliographischer Einträge.

So erhalten Forscher*innen, Student*innen und allgemein Interessierte ein Werkzeug, das den Facettenreichtum der deutsch-griechischen Beziehungen dokumentiert und die Erforschung ihrer Geschichte(n) unterstützt. Weiterlesen

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Essays im Fokus

Η οικονομική μετανάστευση κατά τις δεκαετίες ’60 και ’70 μέσα από το έργο Ελλήνων καλλιτεχνών στην ΟΔΓ

Σε αυτό το δοκίμιο παρουσιάζεται η εικόνα των «Gastarbeiter» από έλληνες εικαστικούς καλλιτέχνες και σκηνοθέτες που είχαν εγκατασταθεί στην ΟΔΓ κατά τις δεκαετίες του ’60 και ’70. Ειδικότερα εξετάζεται η στάση των καλλιτεχνών αυτών απέναντι στα κοινωνικά ζητήματα που προέκυψαν μετά την εφαρμογή της ελληνογερμανικής συμφωνίας του 1960 στο πλαίσιο της μεταναστευτικής πολιτικής της ΟΔΓ, τη στιγμή που βιώνουν και οι ίδιοι χαρακτηριστικά αυτής της μετακίνησης. Η μετακίνηση βέβαια των καλλιτεχνών αυτών οφείλεται σε πολιτικούς και όχι οικονομικούς λόγους καθότι επέλεξαν τον δρόμο της «αυτοεξορίας» στην ΟΔΓ, με την υποστήριξη των υποτροφιών της DAAD, κατά την περίοδο του δικτατορικού καθεστώτος και της επιβολής της λογοκρισίας. Ωστόσο, η άμεση επαφή τους με το φαινόμενο της μετανάστευσης στην ΟΔΓ, τους επέτρεψε να μοιραστούν μέσω της τέχνης τους προσωπικές ιστορίες και να εξετάσουν όλο το πλαίσιο και τις πτυχές της οικονομικής μετανάστευσης. Προσπάθησαν, συγκεκριμένα, να δημιουργήσουν μέσα από τα έργα τους ένα έντονα βιωματικό περιβάλλον προκειμένου να ευαισθητοποιήσουν σε κοινωνικό και προσωπικό επίπεδο τον θεατή. Με τον τρόπο αυτό, μέσα από τη θεματοποίηση του κοινωνικά αποκλεισμένου μετανάστη, διαπιστώνεται τελικά η ενσωμάτωση των καλλιτεχνών αυτών στη γερμανική καλλιτεχνική σκηνή και η στροφή τους προς τις σύγχρονες καλλιτεχνικές τάσεις που προωθούν την ιδέα της πολιτιστικής πολιτικής με κοινωνικές αναφορές.

Vergangenheitsbewältigung und gemeinsamer Weg in die Europäische Union

Der Titel des vorliegenden Essays intendiert, die beiden Grundachsen zu kennzeichnen, an denen sich die bilateralen Beziehungen über die gesamte Nachkriegsepoche hin bis heute orientieren. Das Thema Vergangenheitsbewältigung hat in den Jahrzehnten nach dem Krieg in ganz bedeutendem Umfang das Fundament der offiziellen Beziehungen zwischen Athen und Bonn bestimmt, wobei es kein Zufall ist, dass in schwierigen Konstellationen die Zweite-Weltkrieg-Vergangenheit und die deutsche Besatzungszeit in den Vordergrund des öffentlichen Diskurses zurückkehren. Die beiden Hauptprobleme der Kriegsvergangenheit, zum einen der Umgang mit Kriegsverbrechern, zum anderen die Frage der Kriegsentschädigungen, wurden von den Nachkriegsregierungen nicht auf gleiche Weise angegangen. Das erste dieser Probleme wurde auf eine Weise zum Abschluss gebracht, die beiden Seiten Vorteile erbrachte. Die Lösung des zweiten wurde mit Hilfe juristischer Begriffe bis zur deutschen Wiedervereinigung aufgeschoben, wobei man in den drei letzten Jahrzehnten danach auf deutscher Seite allerdings dem Gespräch über eine wie auch immer geartete Regelung auswich. Der gemeinsame Weg in ein Vereintes Europa stellt seit den 50er Jahren bis heute die zweite Grundachse der griechisch-deutschen Beziehungen dar. Griechenland wie Westdeutschland standen unter den Bedingungen des Kalten Krieges fest auf der Seite des Westens, was für ihre beiderseitigen Beziehungen fundamental bestimmend war. In Fortsetzung dieser Grundstruktur entfalteten sich ihre spezifischen gegenseitigen Bindungen im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses, in welchem die Bundesrepublik Deutschland als Gründungsmitglied der EWG fungierte und Griechenland zu deren erstem assoziierten Mitglied geworden ist. Trotz ihrer unterschiedlichen Größe entwickelt sich die Beziehung beider Länder stetig weiter.

Übersetzung aus dem Griechischen: Joachim Winkler

Artikel im Fokus

Gisela von der Trenck Gisela von der Trenck (1920–1989) war eine deutsche Juristin und Übersetzerin griechischer Literatur. Nach ihrem Jura-Studium in Berlin, Tübingen und München lebte und arbeitete von der Tr
Heinrich Nikolaus Ulrichs Heinrich Nikolaus Ulrichs (1807–1843) war ein deutscher klassischer Philologe und Archäologe, der 1833 im Gefolge König Ottos nach Griechenland kam. Dort war er zunächst als Lateinlehrer am G

Dossiers im Fokus

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.