Τα Δοκίμια της Επιτομής διακρίνονται σε τέσσερις κατηγορίες, τις Μικροϊστορίες (θεματικά και χρονικά εστιασμένες μελέτες περίπτωσης), τις Μακροδιαδικασίες (πρακτικές διαμεσολάβησης, δίκτυα, πολιτικές και δομές), τα Μετα-αφηγήματα (έννοιες, ερμηνευτικά σχήματα, στερεότυπα) και τις Παρουσιάσεις (λ.χ. ερευνητικά προγράμματα ή και βιβλιοκρισίες).
Τα εγκυκλοπαιδικά Άρθρα προσφέρουν σύντομες πληροφορίες για πρόσωπα, θεσμούς, τόπους, μέσα και αντικείμενα των ελληνογερμανικών διασταυρώσεων.
Οι Φάκελοι συγκεντρώνουν επιλεγμένα δοκίμια και άρθρα ώστε να προσφερθεί εποπτική εικόνα για συγκεκριμένες θεματικές ενότητες.
Νέα δοκίμια
Η ενθρόνιση ως λογοτεχνικό γεγονός: Το δραματικό ποίημα Παρελθόν και Μέλλον του Νέπομουκ φον Πόισλ (Nepomuk von Poißl) και η αντίδραση του Λούντβιχ Μπέρνε (Ludwig Börne)
Η ενθρόνιση του Όθωνα συζητείται εδώ με βάση δύο κείμενα: το εξιδανικευτικό αλληγορικό θεατρικό έργο του Νέπομουκ φον Πόισλ (Nepomuk von Poißl) Παρελθόν και Μέλλον και τη σαρκαστική κριτική του Λούντβιχ Μπέρνε (Ludwig Börne) στις Επιστολές από το Παρίσι. Στον Πόισλ η ενθρόνιση παρουσιάζεται ως η αποκορύφωση του φιλελληνισμού του βασιλιά της Βαυαρίας, ως προσφορά βοήθειας προς έναν λαό ο οποίος χάρη στο ένδοξο παρελθόν του, αλλά επειδή διατήρησε τη χριστιανική του πίστη, κρίθηκε άξιος μιας τέτοιας βοήθειας. Ο Όθωνας παρουσιάζεται ως σωτήρας, ενώ παράλληλα διαδραματίζεται επί σκηνής η αποκατάσταση λαού και τοπίου. Ο Μπέρνε σχολιάζει με καυστικό σαρκασμό τα λυρικά ξεσπάσματα του Πόισλ και εξαγγέλλει σ’ ένα γκροτέσκο όραμα το τέλος του «βαυαρο-ρωσο-αγγλο-γαλλο-ελληνικού κράτους». Η ένταξη της συγκεκριμένης κριτικής του Μπέρνε στα ευρύτερα συμφραζόμενα του έργου του προβάλλει το ιδεολογικό του πρόσημο και εφιστά την προσοχή στις σοβαρές αιτιάσεις που κρύβονται πίσω από τα σαρκαστικά αυτά σχόλια. Καθίσταται έτσι σαφές ότι ο Μπέρνε δράττεται αυτής της ευκαιρίας όχι μόνο για να εκφράσει τον σκεπτικισμό του απέναντι στον ενθουσιασμό του βασιλιά της Βαυαρίας για την Ελλάδα, αλλά και την απογοήτευση του φιλελεύθερου διανοούμενου για την εγκαθίδρυση ενός βαυαρικού βασιλείου στην Ελλάδα, την οποία αντιλαμβάνεται ως την επιβολή των συμφερόντων των μεγάλων δυνάμεων της Ευρώπης και της παλινορθωτικής τους ατζέντας.
Μετάφραση από τα Γερμανικά: Αντώνης Οικονόμου
Neues Bauen und Archäologie. Deutsch-griechische Architektennetzwerke in der Zwischenkriegszeit
Der Beitrag untersucht die deutsch-griechischen Architektennetzwerke in der Zwischenkriegszeit, die Besuche deutschsprachiger Architekten in Griechenland und die Aktivitäten griechischer Architekten, die im deutschsprachigen Raum studiert hatten oder dort arbeiteten und dabei die deutsch-griechischen Beziehungen und den gegenseitigen Austausch förderten. Die Agilität deutscher Architekten in Griechenland zu Beginn des 20. Jahrhunderts stand in direktem Zusammenhang mit der Erstellung technischer Projekte und der Archäologie. Interessant ist die Art und Weise, wie diese deutsch-griechischen Architektennetzwerke zustande kamen. In der Zwischenkriegszeit begann man in Griechenland die moderne Architektur durch sozialpolitische Maßnahmen offiziell zu fördern, etwa durch Wiederaufbauprogramme für Schulen, Krankenhäuser und Sozialwohnungen. Auf diese Weise wurde die staatliche Architektur modernisiert und löste sich von den neoklassizistischen und eklektizistischen Vorbildern und Stilen, die sie zuvor kennzeichneten. Im Zusammenhang mit dieser Wende werden griechische Architekten, die in Deutschland studierten, wie Ioannis Despotopoulos, Alexandros Dragoumis und Jeorjios Diamantopoulos, sowie ihre Beziehungen untersucht. Ebenso werden deutschsprachige Architekten behandelt, die in Griechenland baulich tätig waren, wie Wilhelm Dörpfeld, der vor allem als Archäologe bekannt ist, und andere, weniger bekannte wie Fred Forbat, Heinz Johannes, Gustav Eglau, Carl Bensel und andere. Vorgestellt werden auch deutschsprachige Architekten, die Griechenland besuchten – sei es aus beruflichen Gründen, als Touristen oder als Durchreisende – und die Netzwerke, die bei ihren Aktivitäten eine Rolle spielten. So besuchte Erich Mendelsohn 1931 in Absprache mit dem DAI Griechenland, um nach dem internationalen Aufschrei über den Bau eines Gerichtsgebäudes nahe der Akropolis einige Artikel für das Berliner Tageblatt zu schreiben und drei Vorträge zu halten. Der 4. Congrès Internationaux d’Architecture Moderne IV (CIAM IV), der im Sommer 1933 an Bord eines Schiffes stattfand, das von Marseille nach Athen fuhr, war für die moderne Architektur von katalytischer Bedeutung. Mitte der 1930er Jahre traten junge Architekten mit deutschen Verbindungen wie Konstantinos Doxiadis auf den Plan, während deutsche Architekten wie Martin Wagner (ehemaliger Berliner Stadtbaudirektor) oder Werner March (Schöpfer des Berliner Olympiastadions) zu Vorträgen nach Griechenland eingeladen wurden. Die Wirtschaftskrise, der konservative Wandel, der zu Beginn der 1930er Jahre in ganz Europa einsetzte, und die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland gingen auch an Griechenland nicht spurlos vorbei.
Übersetzung aus dem Griechischen: Athanassios Tsingas
Bayern und „Zugereiste“: Rekrutierungen durch die „Fremdherrschaft“ und die Veteranen des Freiheitskampfes von 1821 zur Regierungszeit von König Otto in Griechenland (1833 – 1862)
Der vorherrschende Diskurs über die Freiheitskämpfer von 1821 hat die Darstellungen der Bayern in der öffentlichen Geschichte Griechenlands entscheidend beeinflusst. Dieser Diskurs hat sich in großen Teilen bereits während Ottos Regierungszeit herausgebildet. Die anfangs zu Gunsten der bayerischen Regierung vorgebrachten Argumente stützten sich auf die Forderung nach Modernisierung und die Ablehnung der überkommenen Praktiken der osmanischen Vergangenheit. Die traditionellen Waffenträger verkörperten diese Vergangenheit, gleichzeitig jedoch verkörperten sie auch den Freiheitskampf von 1821, den Gründungsakt des griechischen Staates. Daher verletzten die Auflösung der irregulären Streitkräfte des Freiheitskampfes und die allgemeine Militärpolitik der Bayern in gewissem Sinne das Griechentum selbst, das diese „Schützer der Nation“ repräsentierten, vor allem in einer Gesellschaft, die von der „Megali Idea“ durchdrungen war. Gleichzeitig verursachte der Ausschluss der Freiheitskämpfer von den öffentlichen Ämtern ein Gefühl des „nicht entgoltenen“ Kampfes, das ursächlich war für viele Aufstände. Parallel zu den Modernisierungsverfechtern, die anfangs die Militärreformen unterstützten, trugen die Streitigkeiten zwischen den Freiheitskämpfern ihrerseits dazu bei, dass sich nicht von Anfang an eine gemeinsame Front gegen die Bayern bildeten. Jeder Freiheitskämpfer oder jede Faktion versuchte, sich mit der Staatsgewalt zu verbünden, und auf diese Bemühungen folgten Aufstände und erneute Verhandlungen über die Bedingungen der Unterwerfung. Sehr bald jedoch, und ohne dass die Drängeleien untereinander jemals aufhörten, scharten sich die Freiheitskämpfer und die Autochthonen, die sich diesen Titel aneigneten, gegenüber dem zusammen, was als Fremdherrschaft aufgefasst wurde: ein Zustand, der sie hinderte, die öffentlichen Stellen einzunehmen, die sie als für ihre Dienste geschuldete Belohnung ansahen. Der Bayer bildete die Kategorie des unerwünschten Fremden, nicht notwendigerweise die verabscheuungswürdigste. Das „Ressentiment gegen die Bayern“ war einer der ausländerfeindlichen Diskurse, der mit dem Autochthonenkult und der Bewegung gegen die Fanarioten koexistierte. Als Gegenentwurf aller drei Fälle erschien der Freiheitskämpfer, der seine Wut rechtfertigte, indem er sich auf die Empörung des griechischen Volkes gegenüber einer fremden Tyrannei und deren zugereisten griechischen Helfern berief. Im Gegensatz jedoch zum Autochthonenkult und der Bewegung gegen die Fanarioten passte das Ressentiment gegen die Bayern in den nationalen Diskurs. Nach den Osmanen waren die Bayern der nächste semantische „Andere“, der es der Nation erlaubte, ihre Identität negativ zu definieren. Im Konflikt mit den Bayern haben die Freiheitskämpfer ihre nationale Überlegenheit bekräftigt. Obwohl also die Revolution vom 3. September geschah, damit „die Bayern und anschließend wir die Auslandsgriechen“ vertrieben wurden, hat sich letztlich die Version des ruhmreichen nationalen Widerstands gegen die „Bavarokratie“ durchgesetzt.
Übersetzung aus dem Griechischen: Ulf-Dieter Klemm
Νέα άρθρα
Gustav Schwab
Als Verfasser des dreibändigen Werkes Die schönsten Sagen des klassischen Altertums (1838–1840) hat der Pfarrer, Gymnasiallehrer und Schriftsteller Gustav Schwab (1792–1850) bis in die jüMatoula Konstantopoulou
Promotion Matoula Konstantopoulou (1912-;) war von 1931 bis 1939 als Promotionsstudentin an der Universität Hamburg eingeschrieben. Fakultät: Philosophische Fakultät Hauptfach: ErziehungswOtto Kielmeyer
Otto Adolf Anton Kielmeyer (1906–nach 1984) war ein deutscher Philologe, der sich seit der Zwischenkriegszeit überwiegend in Griechenland aufhielt, wo er als Übersetzer, Sprach- und KulturmittΝέοι φάκελοι
Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos
In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.
Die deutschen Philhellenismen
Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.
Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland
Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.
