ΕΠΙΤΟΜΗ

Τα Δοκίμια της Επιτομής διακρίνονται σε τέσσερις κατηγορίες, τις Μικροϊστορίες (θεματικά και χρονικά εστιασμένες μελέτες περίπτωσης), τις Μακροδιαδικασίες (πρακτικές διαμεσολάβησης, δίκτυα, πολιτικές και δομές), τα Μετα-αφηγήματα (έννοιες, ερμηνευτικά σχήματα, στερεότυπα) και τις Παρουσιάσεις (λ.χ. ερευνητικά προγράμματα ή και βιβλιοκρισίες).
Τα εγκυκλοπαιδικά Άρθρα προσφέρουν σύντομες πληροφορίες για πρόσωπα, θεσμούς, τόπους, μέσα και αντικείμενα των ελληνογερμανικών διασταυρώσεων.
Οι Φάκελοι συγκεντρώνουν επιλεγμένα δοκίμια και άρθρα ώστε να προσφερθεί εποπτική εικόνα για συγκεκριμένες θεματικές ενότητες.

Νέα δοκίμια

Die Thronbesteigung als literarisches Ereignis: Nepomuk von Poißls dramatisches Gedicht Vergangenheit und Zukunft und die Reaktion Ludwig Börnes

Die Thronbesteigung Ottos wird im Spiegel zweier Zeittexte besprochen, dem verklärenden allegorischen Festspiel Nepomuk von Poißls Vergangenheit und Zukunft und der sarkastischen Reaktion Ludwig Börnes in seinen Briefen aus Paris. Bei Poißl wird die Thronbesteigung als Höhepunkt der philhellenischen Bestrebungen des Bayrischen Königs dargestellt, als Hilfestellung an ein Volk, das, dank seiner glorreichen Vergangenheit sowie der Beständigkeit seines christlichen Glaubens, sich dessen würdig erwiesen hat. Otto wird als Retter stilisiert und die Wiederherstellung von Volk und Landschaft inszeniert. Börne kommentiert mit beißendem Sarkasmus die lyrischen Ergüsse Poißls und prophezeit in einer grotesken Vision das Ende des „bayrisch-russisch-englisch-französisch-hellenischen Reiches“. Die Einbindung der Börneschen Kritik in den breiteren Kontext seines Schreibens beleuchtet die ideologische Position und die durchaus ernst gemeinten Kritikpunkte hinter den sarkastischen Kommentaren. Hierbei wird deutlich, dass Börne bei dieser Gelegenheit nicht nur seine Skepsis gegenüber dem Hellas-Enthusiasmus des bayrischen Königs zum Ausdruck bringt, sondern auch die Enttäuschung des liberalen Intellektuellen über die Einrichtung eines Bayrischen Königtums in Griechenland, die er als die Durchsetzung der Interessen der europäischen Großmächte und deren restaurative Agenda betrachtet.

Das Musikleben in Athen am Hof König Ottos I. von Griechenland (1834–1862)

Die als Bavarokratie bezeichnete Bayernherrschaft hat nicht nur im bildungspolitischen Bereich großen Einfluss auf Griechenland genommen. König Otto konnte für die Entwicklung und die Gestaltung des höfischen Musiklebens nicht auf Kontinuitäten, wie z. B. ein Netzwerk aus Adeligen oder ein bestehendes urbanes Kulturleben, zurückgreifen, was den Aufbau grundlegender Strukturen erschwerte. Der damit verbundene Rückzug auf bekanntes Terrain macht den westeuropäischen und auch deutschen Einfluss besonders spürbar. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen sich das Zeremoniell für griechische Traditionen öffnete, wurde ein höfisches Musikleben westlicher Prägung aufgebaut. Generell ist die Abgrenzung einer „deutschen Musik“ im höfischen Umfeld schwierig, da bei repräsentativen Anlässen die westeuropäische Kunstmusik im Vordergrund stand. Die Militärmusik war fast gänzlich in deutscher Hand, und der Großteil der höfischen Musikkultur bestand aus westlichen Tänzen und der Darbietung deutscher, französischer oder italienischer Musikstücke. Dadurch konnten sich Verflechtungen zwischen westeuropäischer und griechischer Musik nur zögerlich entwickeln. Die Pflege von deutscher Volksmusik nahm am Hof eher einen kleinen Raum ein und diente fast ausschließlich zur privaten Unterhaltung der Palastangehörigen. Unbestritten ist auch der Einfluss des Hofes auf die Hörgewohnheiten der Griechen, unter denen viele über die öffentlichen Konzerte der Militärkapelle oder über die Hofbälle erstmals mit westlicher Musik in Kontakt kamen. Als ein klassisches Beispiel für den Kulturtransfer kann hier die Akzeptanz von Tänzen in einer Paartanzhaltung gelten. Die Kunstmusik in Griechenland orientiert sich heute stark an europäischen Formen und Gattungen. Für Athen ergaben sich die ersten Berührungspunkte zwischen europäischer Kunstmusik und griechischer Volksmusik unter König Otto, führten aber noch nicht zu kompositorischen Verflechtungen. Das europaweite Phänomen der nationalen Schule in der Musik, nach der seit Beginn des 19. Jahrhunderts europäische Gattungen und Formen der Kunstmusik mit Melodien und Rhythmen der nationalen Volksmusik verbunden wurden, ließ in Griechenland lange auf sich warten. Die Verflechtungen in Musikstücken am Hof König Ottos beschränkten sich auf die Kombination einzelner Teile eines Werkes, z. B. von westlicher Satztechnik mit griechischem Text, entwickelten aber noch keine neue musikalische Identität. Der Beginn einer griechischen nationalen Schule ist 1888 mit der ersten griechischsprachigen Oper von Spyridon Xyndas anzusetzen, also erst lange nach der Regierungszeit König Ottos.

Ο Βασιλέας Όθων της Ελλάδος και τα Πρακτικά του Συμβουλίου της Αντιβασιλείας (1833–1835)

Τα πρακτικά της Αντιβασιλείας του Όθωνα, βασιλιά της Ελλάδας (1815–1867, βασ. 1832–1862) αποτελούν αντικείμενο μιας εκτεταμένης ερευνητικής και εκδοτικής προσπάθειας της Επιτροπής για τη Βαυαρική Ιστορία που υπάγεται στη Βαυαρική Ακαδημία των Επιστημών στο Μόναχο. Το υλικό, το οποίο παραδόθηκε στο Βαυαρικό Κεντρικό Κρατικό Αρχείο ως ψηφιακό αντίγραφο του ευρισκόμενου στην Αθήνα πρωτοτύπου, μας εξοικειώνει σε κάποιον βαθμό με την κυβερνητική και διοικητική δράση της πρώιμης «Βαυαροκρατίας» στο νεοϊδρυθέν Βασίλειο της Ελλάδας. Το υλικό προσφέρει δυνατότητες για μια εμβάθυνση στους ιστορικούς μηχανισμούς της κυβερνητική πρακτικής (Governance), της εξουσίας των ειδικών και της συγκρότησης του κράτους (State Building) στον χώρο της Μεσογείου του 19ου αιώνα. Εκτός απ’ όλα αυτά, το έργο εννοεί εαυτό ως μια θεμελιώδη συμβολή στην ιστορία των ελληνογερμανικών σχέσεων της νεότερης εποχής.

Μετάφραση από τα Γερμανικά: Αντώνης Οικονόμου

Νέα άρθρα

Niki EideneierNiki Eideneier, geb. Anastassiadi (geb. 1940) ist eine deutsch-griechische Neogräzistin und Literaturübersetzerin, die sich als langjährige Leiterin des Kölner Romiosini Verlages (1982–2014) bes
Kurt Stern Kurt Stern (1907–1989) war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor, Lektor und Übersetzer, der 1949 eine deutsche Übersetzung von Melpo Axiotis Roman Εικοστός Αιώνας (Zwa
Charles RossCharles (eigtl.: Karl) Ross (1816–1858), ein Bruder des Archäologen Ludwig Ross (1806–1859) und vielgereister Landschaftsmaler aus Holstein, besichtigte zwischen 1837 und 1839 Griechenland und se

Νέοι φάκελοι

Die deutsch-griechischen Verflechtungen zur Zeit König Ottos

In keiner Phase der jüngeren und jüngsten Geschichte Griechenlands hat die Einführung staatlicher Institutionen zu einer vergleichbaren gesellschaftlichen und kulturellen Transformation beigetragen wie in den drei Jahrzehnten unter der Herrschaft von König Otto.

Die deutschen Philhellenismen

Das Dossier umfasst verschiedene Felder der deutsch-griechischen Verflechtungen, die bislang für gewöhnlich unter dem einheitlichen Begriff des deutschen Philhellenismus (bzw. des Mishellenismus) subsummiert wurden. Den ersten Angelpunkt der Konferenz bildet die Neubewertung der Rezeptionen von 1821 in den deutschsprachigen Ländern und die Mobilisierung, die sie in Verbindung mit den politischen Bewegungen nördlich der Alpen hervorriefen. In diesen Bewegungen waren freilich von vornherein eine politische und eine kulturelle Komponente miteinander verflochten, die politische Bewegung des Philhellenismus und die aus der einschlägigen Literatur bekannte „Tyrannei Griechenlands über Deutschland“. Selbstverständlich darf die Rolle der griechischen Gemeinden des deutschsprachigen Raumes in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden. Den zweiten Angelpunkt bildet die Untersuchung der Transformationen, die diese politisch-kulturelle Verflechtung in den 200 Jahren nach dem Ausbruch der Griechischen Revolution erfuhr.

Deutsch-griechische Verflechtungen vom Deutschen Kaiserreich bis zum Einmarsch der Wehrmacht in Griechenland

Die Sehnsucht der gebildeten Deutschen nach dem, was sie als die Wiege ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Identität ansahen, blieb auch in diesen Jahren unvermindert, während sich die Griechen, die auf dem Wege der Bildung zu gesellschaftlicher Reputation gelangen wollten, hauptsächlich (wenn auch nicht ausschließlich) durch die Augen der Deutschen sahen.